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So, 4. Dezember 2022, 13:05 Uhr

Dow Jones Industrial Average

WKN: 969420 / ISIN: US2605661048

Aktien New York: Dow bricht Erholung wieder ab - Zinssorgen belasten erneut


29.09.22 20:17
dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die kräftige Kurserholung an der Wall Street vom Mittwoch ist einen Tag später schon wieder verpufft.

Am Donnerstag schürten robuste Konjunkturdaten einmal mehr die Sorge, dass die Leitzinsen im Kampf gegen die hohe Inflation weiter steigen dürften. So sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend und deutlich. Damit sackten die wichtigsten Börsenbarometer am US-Aktienmarkt wieder ab.



Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um 2,23 Prozent auf 29 020,76 Punkte. Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 2,82 Prozent auf 3614,07 Zähler nach unten.



Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sackte um 3,80 Prozent auf 11 056,53 Punkte ab. Der Tech-Sektor enthält viele hoch bewertete Aktien; entsprechend sensibel reagiert die Branche auf steigende Zinsen, denn künftige hohe Unternehmensgewinne sind dann zum heutige Zeitpunkt weniger wert.



Am Mittwoch hatte die Wall Street nach sechs Tagen mit Verlusten in Folge noch einen kräftigen Satz nach oben gemacht. Aktien hatten wieder Auftrieb erhalten, weil die britischen Währungshüter der Bank of England völlig unerwartet gegen die drastisch steigenden Zinsen an den heimischen Anleihemärkten intervenierten.



Demgegenüber haben sich zuletzt mehrere Notenbanker aus den USA zu Wort gemeldet und weitere Zinserhöhungen signalisiert. Die US-Notenbank Fed müsse ihre Zinsen im Kampf gegen die Inflation weiter anheben, sagte am Donnerstag Loretta Mester, Präsidentin der regionalen Notenbank von Cleveland. Die Zinsen seien noch nicht auf einem Niveau, auf dem sie die konjunkturelle Entwicklung dämpften. Dort müsse man hinkommen und die Zinsen für einige Zeit hoch halten. Die Fed hat den Leitzins in diesem Jahr um insgesamt drei Prozentpunkte angehoben.



Unter den größten Verlierern in Dow büßten die Aktien des iPhone-Herstellers Apple fünfeinhalb Prozent ein und fielen damit auf das Niveau von Anfang Juli zurück. Als Belastung erwies sich eine skeptische Studie der Bank of America. Die Papiere hätten in dem aktuell schwierigen Umfeld quasi als sicherer Hafen gedient, doch inzwischen hielten sich Chancen und Risiken wieder in etwa die Waage, schrieb Analyst Wamsi Mohan. Dabei verwies der Experte auf die Abschwächung im Bereich der Inhalte und Services sowie die recht maue iPhone-Nachfrage, die auf sinkende Ausgaben der Verbraucher hindeuteten.



Auch fast alle anderen Dow-Werte verzeichneten Verluste. An der Dow-Spitze schafften die Anteilscheine des Versicherers Travelers ein Plus von knapp ein Prozent. Anleger reagierten erleichtert darauf, dass sich der Hurrikan "Ian" auf seinem Weg durch den US-Bundesstaat Florida abgeschwächt hat. Meteorologen stuften den Hurrikan damit zu einem Tropensturm herab.



Die Papiere von Bed Bath & Beyond sackten um rund neun Prozent ab. Die angeschlagene Einzelhandelskette hatte unerwartet schwache Geschäftszahlen für das vergangene Quartal verkündet./la/he







 
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