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RWE

WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129

Ampel steht auf Grün: Jetzt auf Offshore-Wind-Aktien setzen?


27.11.21 11:25
Motley Fool

Neue Siemens Offshore-Turbine 2016 Siemens Energy

Zuletzt beutelte eine ganze Reihe von Entwicklungen die Windkraft-Branche. Entsprechend desolat fällt die Aktien-Performance von Vestas (WKN: 913769), Siemens Gamesa (WKN: A0B5Z8) und Co. in diesem Jahr aus. Doch nun neigt sich das Jahr dem Ende zu und die kommende Ampel-Regierung will auch neuen Schwung in das Thema bringen. Und es spricht noch mehr dafür, jetzt auf Offshore-Wind-Aktien zu setzen.


2021 gab es viel Gegenwind

Selbst das Wetter verbündete sich in diesem Jahr gegen die Windkraft. Außergewöhnlich schwache Windverhältnisse verhagelten über Monate hinweg das Ergebnis von Betreibern. Offshore-Marktführer Ørsted (WKN: A0NBLH) meldete zum Beispiel rund 10 % niedrigere Erträge für die ersten neun Monate des Jahres, trotz der Inbetriebnahme von neuen Anlagen.


Zudem ging kürzlich durch die Presse, dass eine norwegische Studie zum Ergebnis gekommen sei, dass der größte derzeit im Bau befindliche Offshore-Windpark namens „Dogger Bank“ unprofitabel sei. Dort kommen die hochmodernen Haliade-X-Turbinen von GE Renewable Energy mit 12 bis 14 MW Leistung zum Einsatz.


Gleichzeitig verteuern sich allgemein die Baukosten für neue Windparks erheblich aufgrund der Schwierigkeiten in den Lieferketten und der erhöhten Rohstoffkosten. Und der Wettbewerb verschärft sich auch zusehends, nachdem den chinesischen Herstellern in den letzten Jahren ein überraschend schneller Entwicklungssprung gelungen ist, angefeuert von staatlichen Milliardenaufträgen und unterstützt durch westliche Zulieferer.


Dass Vestas nun auch noch unter einer Cyber-Attacke leidet, ist da nur das Tüpfelchen auf dem „i“. All das sind herbe Rückschläge für die bisher führenden Akteure dieser aufstrebenden Branche. Aber das bedeutet keineswegs, dass der Abwärtstrend in den kommenden Jahren anhalten wird. Im Gegenteil.


Darum dürfte der Rückenwind für Offshore-Wind-Aktien schon 2022 zurückkommen

Offshore-Windfarmen sind hochkomplexe Projekte mit vielen Beteiligten. Ohne politische Mitwirkung geht es in der Regel nicht. Und an dieser Front sieht es derzeit wieder besser aus. Auf der COP26-Konferenz in Glasgow stand Offshore-Wind häufig im Rampenlicht als ein wichtiges Instrument zum Erreichen der Klimaziele und zum Dekarbonisieren der Energiesektoren.


In vielen Ländern tut sich nun etwas. Die Ampel-Koalition in Deutschland will die Ausbauziele deutlich erhöhen. In Finnland starteten kürzlich Vorarbeiten für zwei Projekte. In Irland werden eifrig Standorte evaluiert und ein 4-Gigawatt-Projekt geplant. Italien schreibt Projekte mit schwimmenden Plattformen aus. In Polen sollen gleich mehrere Farmen entwickelt werden. In den USA wurde die billionenschwere Infrastrukturrichtlinie verabschiedet, samt Mitteln für den Windkraft-Ausbau.


All das wurde im November gemeldet. Die Liste könnte man noch lange fortsetzen, denn auch in Ländern wie Südkorea, Vietnam, Neuseeland und Australien tut sich einiges. Und je mehr sich schwimmende Plattformen bewähren, desto interessanter wird die Technologie für weitere Länder, die bisher mangels geeigneter flacher Küsten nicht infrage kamen.


Investoren haben allen Grund zur Zuversicht

Betreiber wie Shell (WKN: A0D94M) und RWE (WKN: 703712) haben angekündigt, ihre Investitionen in den Sektor massiv auszuweiten. Das widerspricht dem Argument, dass die Anlagen unprofitabel seien. Und tatsächlich war damit auch nur gemeint, dass die Profitabilität von „Dogger Bank“ vergleichsweise niedrig sei. Zudem senken künftige Turbinentypen die Lebenszykluskosten weiter.


Vestas bereitet gerade die Installation des ersten Prototyps des Modells V236-15 MW vor, das 2025 erstmals in den kommerziellen Betrieb übergehen soll. Ähnlich sieht es bei der SG 14-222 DD von Siemens Gamesa aus.


An Nachfrage nach dem Grünstrom mangelt es jedenfalls nicht. In der Regel gelingt es, für den antizipierten Strom schon Jahre im Voraus Abnehmer unter Vertrag zu nehmen. Zum Wegfall von Kohlekraftwerken kommt nun die steigende Nachfrage für die Wasserstoffwirtschaft und die Elektromobilität.


Worauf ich jetzt bei Offshore-Wind-Aktien achte

Dass die Branche insgesamt stark wachsen wird, daran habe ich keine Zweifel. Auch die Sache mit den erhöhten Kosten dürfte sich in den kommenden Quartalen geben. Zumal sich die Energiepreise am 26.11. deutlich verbilligt haben. Die große Frage ist allerdings, wie sich die Wettbewerbssituation künftig entwickelt.


Lange sah es nach einem lukrativen Oligopol aus. Mit der Expansion der chinesischen Phalanx werden die Karten neu gemischt. China verfügt mittlerweile über mehr installierte Kapazität als Großbritannien. Anfang November schreibt Bloomberg von umfangreichen Plänen der einheimischen Hersteller, internationale Standorte aufzubauen und Marktanteile zu erobern.


Aber da 200 Meter hohe Turbinen sich nicht wie Solarmodule massenfertigen lassen, wird es große Anstrengungen erfordern, Wertschöpfungsketten aufzubauen und das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Von daher würde ich die Gefahr nicht überbewerten.


Mein Fazit: Wenn die schwimmenden Plattformen sich bewähren, dann sehen die Perspektiven für die gesamte Branche hervorragend aus. Entsprechende Aktien von Anlagebauern und Zulieferern dürften nachhaltig nach oben drehen.


Der Artikel Ampel steht auf Grün: Jetzt auf Offshore-Wind-Aktien setzen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.


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Ralf Anders partizipiert über ein von ihm betreutes Indexzertifikat an der Aktienentwicklung von Siemens Gamesa. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.


Motley Fool Deutschland 2021



 
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