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Fr, 26. November 2021, 23:46 Uhr

Delticom

WKN: 514680 / ISIN: DE0005146807

DGAP-News: Delticom AG: Delticom steigert Umsatz im Kerngeschäft um 6,5 % und erzielt bereits auf Halbjahresbasis ein positives Konzernergebnis (deutsch)


12.08.21 12:04
dpa-AFX

Delticom AG: Delticom steigert Umsatz im Kerngeschäft um 6,5 % und erzielt bereits auf Halbjahresbasis ein positives Konzernergebnis



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DGAP-News: Delticom AG / Schlagwort(e):


Halbjahresergebnis/Halbjahresergebnis


Delticom AG: Delticom steigert Umsatz im Kerngeschäft um 6,5 % und erzielt


bereits auf Halbjahresbasis ein positives Konzernergebnis



12.08.2021 / 12:04


Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



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Delticom steigert Umsatz im Kerngeschäft um 6,5 % und erzielt bereits auf


Halbjahresbasis ein positives Konzernergebnis



Hannover, den 12. August 2021 - Die Delticom AG (WKN 514680, ISIN


DE00005146807, Börsenkürzel DEX), Europas führender Onlinehändler für Reifen


und Kompletträder, veröffentlicht heute den Bericht für das erste Halbjahr


2021.



* Umsatz im Kerngeschäft in Q1 21 +14 % yoy, H1 21 + 7 % yoy



* EBITDA in Q2 21 mit 7,0 Mio. EUR nahezu verdoppelt (Q2 20: 3,8 Mio. EUR)



* Positives Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mio. EUR in H1 21 (H1 20: -5,9


Mio. EUR)



* Durch Kapitalerhöhungen Steigerung des Eigenkapitals um 16,3 Mio. EUR;


13,5 % Eigenkapitalquote per 30.06.2021



Das Geschäft im ersten Halbjahr



Marktumfeld. Auch wenn vom Handel in Richtung der Verbraucher im ersten


Halbjahr 2021 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hierzulande 8,4


% mehr Reifen abgesetzt werden konnten, so liegt das deutsche


Pkw-Ersatzreifengeschäft nach Ablauf der ersten sechs Monate des laufenden


Jahres insgesamt dennoch deutlich hinter dem Vor-Pandemie-Niveau zurück.


Gemäß Schätzungen des Herstellerverbands European Tyre and Rubber


Manufacturers' Association (ETRMA) und des Wirtschaftsverbands der deutschen


Kautschukindustrie (WdK) wurden gemessen am entsprechenden


Vergleichszeitraum H1 2019 - und damit vor dem coronabedingt starken


Einbruch im ersten Halbjahr 2020 - in den ersten sechs Monaten des laufenden


Jahres insgesamt 13,5 % weniger Pkw-Reifen vom Handel an die Verbraucher


abgesetzt. Einem Rückgang im Geschäft mit Sommerreifen um 19,2 % im


Vergleich zum bereits im ersten Halbjahr 2019 um mehr als 6 % rückläufigen


Absatz steht ein Anstieg im Geschäft mit Ganzjahresreifen um 21,2 %


gegenüber. Der Absatz im Geschäft mit Winterreifen fiel im Vergleich zum


ersten Halbjahr 2019 um 34,3 % geringer aus.



Mit Blick auf den europäischen Ersatzreifenmarkt zeigen die Marktdaten der


ETRMA ein ähnliches Bild für die Reifenindustrie. Im volumenmäßig größten


Teilsegment Consumer-Reifen (Pkw-, SUV- und Llkw-Reifen) wurden im Vergleich


zu den ersten sechs Monaten 2019 auf Halbjahressicht 1,9 % weniger Reifen


nachgefragt. Dies entspricht einem Rückgang um rund 2 Mio. Stück. Die


deutlich höhere Nachfrage in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres


im Vergleich zum Vorjahr spiegelt auf europäischer Ebene die


Erwartungshaltung einer Rückkehr zur Normalität wider, nach dem


coronabedingt starken Einbruch der Absatzzahlen im vergangenen Jahr um mehr


als 20 % bzw. mehr als 22 Mio. Reifen.



Umsatz. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres erlöste


die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 249 Mio. EUR, ein Anstieg um 4,7 % nach


238 Mio. EUR im Vergleichszeitraum. Der Umsatzbeitrag der im Verlauf des


letzten Jahres eingestellten Randaktivitäten belief sich im H1 2020 auf rund


4 Mio. EUR. Dementsprechend wurde im Kerngeschäft in den ersten sechs Monaten


des laufenden Jahres ein Wachstum von 6,5 % erzielt. Nach dem


pandemiebedingten Absatzeinbruch im europäischen Pkw-Ersatzreifengeschäft im


letzten Jahr fällt die Erholung in den einzelnen Ländern Europas in den


ersten sechs Monaten 2021 noch sehr uneinheitlich aus. Im Berichtszeitraum


lag der Fokus der Gesellschaft unverändert auf der Generierung ausreichend


profitabler Umsätze.



Insgesamt erzielte die Delticom-Gruppe im ersten Quartal des laufenden


Geschäftsjahres Umsatzerlöse in Höhe von 102 Mio. EUR (Q1 20: 93 Mio. EUR, +9,9


%). Die im Jahresverlauf 2020 geschlossenen Randaktivitäten hatten im Q1


2020 noch mit 3,5 Mio. EUR zum Konzernumsatz beigetragen. Entsprechend wurde


im Q1 2021 im Kerngeschäft ein Wachstum von mehr als 14 % erzielt. Anders


als im Jahr zuvor sorgten frühlingshafte Temperaturen bereits zu Ende März


zu einem vorgezogenen Start in die Sommerreifensaison. Zudem fiel Ostern in


diesem Jahr auf Anfang April und lag somit zwei Wochen früher als im letzten


Jahr. Ostern stellt für viele sicherheitsbewusste Autofahrer den Zeitpunkt


für den Wechsel auf Sommerreifen gemäß der Faustformel "von Ostern bis


Oktober" dar, in Abhängigkeit von der vorherrschenden Wetterlage und den


damit einhergehenden Straßenverhältnissen. Aufgrund der beschriebenen


Vorzieheffekte war das Geschäft im März besonders stark.



Im zweiten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von


147 Mio. EUR, ein Anstieg um 1,4 % im Vergleich zum Vorjahresquartal (Q2 2020:


145 Mio. EUR). Bereinigt um den Umsatzbeitrag der im Jahresverlauf 2020


geschlossenen Randaktivitäten beläuft sich das Wachstum im Kerngeschäft im


Q2 2021 auf 1,6 %. Aufgrund der beschriebenen Vorzieheffekte in den


klassischen Umrüstländern und einem entsprechend starken Märzgeschäft fiel


die Nachfrage im April schwächer aus als im entsprechenden Vorjahresmonat.


Mit steigenden Impfquoten und rückläufigen Inzidenzwerten haben die


europäischen Staaten die monatelangen Restriktionen im Verlauf des zweiten


Quartals vorsichtig gelockert. Wenngleich die Ersatzreifennachfrage in


Europa in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr insgesamt an


Dynamik gewonnen hat, so fällt die Erholung in den einzelnen Ländern Europas


uneinheitlich aus. In ausgewählten Ländern, denen nach dem Saisonhochpunkt


im Länderportfolio eine wichtige Rolle in Bezug auf den weiteren


Saisonverlauf zukommt, war die Wachstumsdynamik im zweiten Quartal nach wie


vor eher gedämpft.



Bruttomarge. Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die


Einstandspreise für die verkauften Waren (vorwiegend Reifen) erfasst werden.


Er betrug im Berichtszeitraum 192 Mio. EUR (H1 20: 182 Mio. EUR, +5,9 %). Das


Unternehmen erzielte im Berichtszeitraum eine Bruttomarge (Handelsspanne


ohne sonstige betriebliche Erträge) von 22,9 %, nach 23,7 % im


entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Bruttomarge ist nicht


operativer Natur. Für Teile des Geschäfts müssen die Transportkosten


aufgrund einer veränderten Ausweispflicht seit dem letzten Jahr im


Wareneinsatz erfasst werden. Diese Umgliederung führt im Vorjahresvergleich


zu einem entsprechenden Effekt in der Bruttomarge. In den ersten sechs


Monaten des laufenden Jahres lag der Fokus unverändert auf der Generierung


ausreichend profitabler Umsätze.



Sonstige betriebliche Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten


sich im Berichtszeitraum um 86,1 % auf 16,5 Mio. EUR (H1 20: 8,9 Mio. EUR). Bei


Erträgen in Höhe von 2,8 Mio. EUR handelt es sich um Einmaleffekte. Im Rahmen


eines Grundstücksverkaufs einer Tochtergesellschaft wurde ein Ertrag in Höhe


von 0,3 Mio. EUR erzielt. Weitere 2,4 Mio. EUR sind Erfolgsbeiträge aus


Projektgeschäften. Ein guter Teil stammt hierbei aus dem bereits zum Ende


des letzten Geschäftsjahres realisierten Projekt, dessen erfolgswirksamer


Beitrag allerdings nicht vollständig im Geschäftsjahr 2020 erfasst werden


konnte.



Rohertrag. Angesichts des Umsatzanstiegs und der Steigerung der sonstigen


betrieblichen Erträge belief sich der Rohertrag auf 73,5 Mio. EUR, nach einem


Vorjahreswert von 65,3 Mio. EUR (+12,6 %). Im Verhältnis zur Gesamtleistung in


Höhe von 266 Mio. EUR (H1 20: 247 Mio. EUR) betrug der Rohertrag 27,7 % (H1 20:


26,5 %).



Personalaufwand. Im Durchschnitt beschäftigte das Unternehmen in den ersten


sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 176 Mitarbeiter (H1 20: 207).


Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 7,0 Mio. EUR (H1 20:


7,5 Mio. EUR). Der Rückgang um 7,2 % resultiert im Wesentlichen aus der


Schließung nicht profitabler Tochtergesellschaften im letzten Jahr und dem


damit einhergehenden Personalabbau. Die Personalaufwandsquote (Verhältnis


von Personalaufwand zu Umsatzerlösen) belief sich im H1 21 auf 2,8 % (H1 20:


3,2 %).



Sonstige betriebliche Aufwendungen. Größte Einzelposition innerhalb der


sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Transportkosten. Sie beliefen


sich im Berichtszeitraum auf 23,7 Mio. EUR nach 24,1 Mio. EUR im


Vergleichszeitraum. Der Rückgang um 1,7 % geht vornehmlich mit der


veränderten Ausweispflicht einher. Für Teile des Geschäfts zählen die


Transportkosten nun zum Wareneinsatz und müssen dort entsprechend erfasst


werden. Im Geschäftsjahr 2020 war diese Anpassung im Dezember im


Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung rückwirkend für das Gesamtjahr


vorgenommen worden. Der Anteil der Transportkosten am Umsatz belief sich im


Berichtszeitraum auf 9,5 % (H1 20: 10,1 %, vor Reklassifizierung). Ohne


Berücksichtigung des veränderten Ausweises liegt die Transportkostenquote im


H1 2021 mit 10,1 % vom Umsatz auf Vorjahresniveau.



Marketing. Im Berichtszeitraum wurden 8,9 Mio. EUR (H1 20: 8,4 Mio. EUR, +6,1 %)


für Marketing aufgewendet. Der Anstieg der Marketingkosten geht mit dem


Umsatzanstieg im Kerngeschäft einher. Der Marketingaufwand im Verhältnis zum


Konzernumsatz betrug 3,6 % (H1 20: 3,5 %).



EBITDA. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) für das


zweite Quartal fällt mit 7,0 Mio. EUR (Q2 2020: 3,8 Mio. EUR, +82,3 %) deutlich


höher aus als im Vorquartal (Q1 2021: 1,1 Mio. EUR, Q1 2020: -5,3 Mio. EUR). Das


EBITDA beläuft sich im Berichtszeitraum insgesamt auf 8,0 Mio. EUR (H1 20:


-1,5 Mio. EUR, +643,4 %). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 3,2 % (H1 20:


-0,6 %). Auf Halbjahressicht wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und


Abschreibungen durch Restrukturierungskosten in Höhe von 3,0 Mio. EUR (H1


2020: 3,9 Mio. EUR) belastet. Dank der erzielten Einmaleffekte innerhalb der


sonstigen betrieblichen Erträge konnte die Kostenbelastung aus der


Restrukturierung im Berichtszeitraum nahezu vollständig kompensiert werden.



Finanzen und Recht. Der Aufwand für Finanzen und Recht belief sich im


Berichtszeitraum auf 6,0 Mio. EUR, nach 6,3 Mio. EUR im Vorjahr (-4,6 %). Durch


Kosteneinsparungen in Höhe von rund 0,9 Mio. EUR im Zusammenhang mit der


Restrukturierung konnten die Kosten aus der erfolgreichen Kapitalerhöhung,


welche nicht über das Eigenkapital passivierbar waren, sowie gestiegene


Prüf- und Abschlusskosten kompensiert werden.



Abschreibungen. Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 5,3 Mio. EUR


nach 4,7 Mio. EUR im H1 20. Der Anstieg um 12,7 % geht mit den Abschreibungen


auf die Nutzungsrechte für das langfristig ausgerichtete Mietverhältnis des


neuen Lagerstandorts im Dreiländereck einher.



EBIT. Angesichts der Profitabilitätssteigerung beläuft sich das EBIT im


Berichtszeitraum auf 2,7 Mio. EUR nach -6,2 Mio. EUR im H1 20, eine Verbesserung


um 8,9 Mio. EUR. Die Umsatzrendite (EBIT in Prozent vom Umsatz) beträgt 1,1 %


(H1 20: -2,6 %). Für das zweite Quartal ergibt sich ein positives Ergebnis


vor Zinsen und Steuern in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Q2 2020: 1,5 Mio. EUR, +193,6


%) nach -1,7 Mio. EUR im Q1 2021 (Q1 2020: -7,7 Mio. EUR, +78,2 %).



Ertragsteuern. Das Steuerergebnis für die ersten sechs Monate belief sich


auf -0,5 Mio. EUR (H1 20: 1,5 Mio. EUR). Im Vorjahr war das Steuerergebnis im


Wesentlichen aufgrund latenter Steuern positiv ausgefallen.



Konzernergebnis. Die Gesellschaft erzielte im Berichtszeitraum ein


Konzernergebnis in Höhe von 1,0 Mio. EUR, nach einem Vorjahreswert von -5,9


Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,08 EUR (H1 20: -0,47 EUR). Damit


ist die Gesellschaft bereits nach Ablauf des ersten Halbjahres auf


Konzernebene wieder profitabel.



Vorräte. Größte Position im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die


Vorräte. Seit Jahresanfang wurden die Bestände um 31,5 Mio. EUR auf 68,3 Mio.


EUR erhöht (31.12.2020: 36,9 Mio. EUR). Aufgrund der erweiterten Lagerkapazität


und vor dem Hintergrund der aktuellen Marktsituation hat die Gesellschaft


etwas früher als im Jahr zuvor mit der Winterbevorratung begonnen. Der


Anteil der Vorräte an der Bilanzsumme belief sich zum 30.06.2021 auf 28,6 %


(31.12.2020: 18,5 %, 30.06.2020: 34,8 %).



Forderungen. Die Forderungen folgen üblicherweise der Saisonkurve,


allerdings sind Stichtagseffekte unvermeidbar. Der Forderungsbestand belief


sich zum zurückliegenden Quartalsende auf 47,8 Mio. EUR (31.12.2020: 33,3 Mio.


EUR). Der deutliche Anstieg seit Jahresbeginn resultiert im Wesentlichen aus


den übrigen sonstigen Forderungen, da die Auszahlung der Einnahmen aus der


Bezugsrechts-Kapitalerhöhung erst Anfang Juli erfolgt ist. Die Forderungen


aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich am Bilanzstichtag auf 19,5 Mio.


EUR (31.12.2020: 19,1 Mio. EUR).



Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen


wurden seit Jahresanfang von 69 Mio. EUR um 15,0 Mio. EUR auf 84 Mio. EUR im Zuge


der Bevorratung ausgeweitet. Der Anteil der Verbindlichkeiten aus


Lieferungen und Leistungen an der Bilanzsumme betrug 35,1 % (31.12.2020:


34,5 %).



Liquidität. Die flüssigen Mittel beliefen sich zum 30.06.2021 auf 4,8 Mio. EUR


(31.12.2020: 5,6 Mio. EUR). Die Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich


kurzfristiger Finanzschulden) belief sich zum Stichtag 30.06.2021 auf -50,1


Mio. EUR (31.12.2020: -38,9 Mio. EUR, 30.06.2020: -55,7 Mio. EUR). Aufgrund der


Saisonalität des Geschäfts und der Zahlungsziele im Reifenhandel ist die


Kreditlinien-Inanspruchnahme zur Jahresmitte typischerweise am höchsten. Zum


Bilanzstichtag war der Liquiditätszufluss aus der


Bezugsrechts-Kapitalerhöhung noch ausstehend. Wäre der Nettozufluss


(Bruttoemissionserlös nach Abzug von Provisionen und Kosten) in Höhe von 7,6


Mio. EUR noch im Juni erfolgt, so wäre die Netto-Liquidität am Bilanzstichtag


entsprechend höher ausgefallen.



Eigenkapital. Das Eigenkapital belief sich am Bilanzstichtag auf 32,2 Mio. EUR


(31.12.2020: 14,8 Mio. EUR). Mittels der erfolgreich platzierten


Kapitalerhöhungen konnte das Eigenkapital der Gesellschaft um 16,3 Mio. EUR


erhöht werden. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beläuft sich zum


Bilanzstichtag auf 13,5 % (31.12.2020: 7,4 %).



Cashflow. Aufgrund des zeitlich vorgezogenen Lagerbestandsaufbaus und der


entsprechenden Entwicklung im Working Capital verringerte sich der Cashflow


aus laufender Geschäftstätigkeit für H1 21 auf -15,6 Mio. EUR (H1 20: 6,9 Mio.


EUR).



Ausblick - Bestätigung der Gesamtjahresprognose



Das Management der Gesellschaft rechnet unverändert damit, im laufenden Jahr


einen Konzernumsatz in einer Spanne von 550 Mio. EUR und 590 Mio. EUR zu


erzielen. Auf Halbjahressicht fiel die Ersatzreifennachfrage nach dem


coronabedingten Einbruch im letzten Jahr in den einzelnen Ländern, in denen


die Gesellschaft tätig ist, noch sehr uneinheitlich aus. Das Umsatzwachstum


im Kerngeschäft um 6,5 % im H1 2021 ist im Wesentlichen auf die positive


Entwicklung in den Umrüstländern zurückzuführen. Aufgrund der Fortschritte


bei den Impfkampagnen und der rückläufigen Entwicklung der Infektionszahlen


rechnet die Gesellschaft damit, dass sich die Nachfrage im zweiten Halbjahr


auf gesamteuropäischer Ebene weiter stabilisieren wird unter der Prämisse,


dass es im Herbst nicht erneut zu einschneidenden Lockdowns kommen wird und


sich das Leben der europäischen Verbraucher und damit ihr


Mobilitätsverhalten entsprechend weiter normalisieren wird.



Für das EBITDA im Gesamtjahr planen wir in Abhängigkeit vom Umsatz


unverändert mit einer Spanne von 16 Mio. EUR und 20 Mio. EUR. Wir gehen davon


aus, dass mit Überschreitung des unteren Endes der Umsatzprognose das EBITDA


entsprechend direkt steigt. Auch in der zweiten Jahreshälfte ist mit


Ergebnisbeiträgen aus Projektentwicklungen zu rechnen, welche die


Belastungen aus der Restrukturierung kompensieren werden. Wenngleich diese


Ergebnisbeiträge höher ausfallen werden als im H1 2021, so wird der Beitrag


im H2 2021 dennoch deutlich geringer sein als der zum Ende des letzten


Jahres realisierte Ergebnisbeitrag. Auch im weiteren Jahresverlauf wird


unser Fokus auf der Generierung ausreichend profitabler Umsätze liegen.



In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres sind


Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3,0 Mio. EUR angefallen. Die Höhe


der Restrukturierungsaufwendungen im Gesamtjahr 2021 wird maßgeblich davon


abhängen, wann im Verlauf des zweiten Halbjahres der Abschluss der


Anschlussfinanzierung erfolgt. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir davon aus,


dass sich die zu Jahresbeginn auf insgesamt 4 Mio. EUR bezifferten


Restrukturierungsaufwendungen im Gesamtjahr auf rund 5 Mio. EUR belaufen


werden. Die Gesellschaft wird weiterhin alle Anstrengungen unternehmen mit


dem Ziel, den ursprünglichen Planwert nicht wesentlich zu überschreiten.



Die engmaschige Steuerung des Working Capital Managements wird weiterhin


eine zentrale Rolle einnehmen. Für das laufende Jahr planen wir unverändert


mit einem positiven Free Cashflow von mehr als 10 Mio. EUR.



Der Bericht für das erste Halbjahr 2021 steht auf der Internetseite


www.delti.com im Bereich "Investor Relations" zum Download zur Verfügung.






Über Delticom:



Mit der Marke ReifenDirekt ist die Delticom AG das führende Unternehmen in


Europa für die Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern.



Das Produktportfolio für Privat- und Geschäftskunden umfasst ein beispiellos


großes Sortiment aus mehr als 600 Marken und rund 18.000 Reifenmodelle für


Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen komplettieren das


Produktangebot. In 73 Ländern betreibt die Gesellschaft 351 Onlineshops


sowie Onlinevertriebsplattformen und betreut darüber mehr als 16 Millionen


Kunden.



Zum Service gehört, dass die bestellten Produkte auf Wunsch des Kunden zur


Montage zu einem der weltweit rund 37.000 Werkstattpartner von Delticom


geschickt werden können.



Das Unternehmen mit Sitz in Hannover, Deutschland, ist vornehmlich in Europa


und den USA tätig und besitzt umfassendes Know-how beim Aufbau und Betrieb


von Onlineshops, in der Internet-Kundenakquise, in der Internetvermarktung


sowie beim Aufbau von Partnernetzwerken.



Seit der Gründung 1999 hat Delticom eine umfassende Expertise bei der


Gestaltung effizienter und systemseitig voll integrierter Bestell- und


Logistikprozesse aufgebaut. Eigene Läger gehören zu den wesentlichen Assets


der Gesellschaft.



Im Geschäftsjahr 2020 hat die Delticom AG einen Umsatz von rund 541


Millionen Euro generiert. Zum Ende des letzten Jahres waren 177 Mitarbeiter


im Unternehmen beschäftigt.



Die Aktien der Delticom AG sind seit Oktober 2006 im Prime Standard der


Deutschen Börse gelistet (ISIN DE0005146807).



Im Internet unter: www.delti.com




Kontakt:



Delticom AG


Investor Relations


Melanie Becker


Brühlstraße 11


30169 Hannover


Tel.: +49 (0)511-93634-8903


Fax: +49 (0)511-8798-9138


E-Mail: melanie.becker@delti.com




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12.08.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,


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Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,


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Medienarchiv unter http://www.dgap.de



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Sprache: Deutsch


Unternehmen: Delticom AG


Brühlstraße 11


30169 Hannover


Deutschland


Telefon: +49 (0)511 93634 8000


Fax: +49 (0)511 8798 9138


E-Mail: info@delti.com


Internet: www.delti.com


ISIN: DE0005146807


WKN: 514680


Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);


Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover,


München, Stuttgart, Tradegate Exchange


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1226074 12.08.2021



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