AXA verkauft Tochter
07.10.11 17:47
Frankfurter Tagesdienst
Detmold (aktiencheck.de AG) - Die Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" raten, ein Engagement in die Aktie von AXA derzeit zurückzustellen.
Das französische Versicherungsunternehmen AXA habe in einer ersten Bieterrunde fünf Offerten für die Tochtergesellschaft AXA Private Equity bekommen. Zu den Bietern würden unter anderen KKR, BlackRock und der Staatsfonds von Singapur GIC gehören.
Den Presseberichten zufolge sei ein Kaufpreis in einer Spanne von 200 bis 700 Mio. EUR im Gespräch für die europagrößte Private-Equity-Gesellschaft aus Paris, die ein Vermögen von 30 Mrd. EUR verwalte. Wegen niedrigen Zinsen und verschärften Eigenkapitalregelungen müsse AXA Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft des Versicherers gehören würden, verkaufen.
Bei einer Präsentation am 5. Oktober habe sich AXA-Chef Henri de Castries im Hinblick auf die griechische Schuldenproblematik samt einem möglichen Schuldenschnitt betont ruhig gelassen gegeben. Ende September habe der Versicherungskonzern die noch gehaltenen griechischen Staatsanleihen auf ihren derzeitigen Marktwert abgeschrieben, was das Ergebnis mit 300 Mio. EUR netto belastet habe. Nach eigenen Angaben halte AXA jetzt noch Griechenlandanleihen im Volumen von 200 Mio. EUR. Allerdings sei der Konzern auch in den anderen Schuldenstaaten des Euroraums engagiert. So habe AXA italienische Staatsanleihen im Volumen von 17,6 Mrd. EUR in den Büchern stehen.
Darüber hinaus habe AXA 54 Mrd. EUR in Bankanleihen angelegt. Dazu halte der Allianz-Rivale eine Beteiligung von 5 Prozent an der französischen Großbank BNP Paribas, die von einer möglichen Griechenland-Pleite weit stärker betroffen wäre. Insofern verwundere es nicht, dass der Kurs von AXA im Zuge der Bankenkrise mit in den Abgrund gerissen worden sei.
Mittelfristig plane AXA-Chef de Castries, den Gewinn je Aktie bis 2015 jährlich um 10 Prozent auszuweiten, bei einer geplanten Ausschüttungsquote zwischen 40 und 50 Prozent. Fundamental sei die Aktie inzwischen äußerst günstig bewertet. Der Kurs liege deutlich unter dem aktuellen Buchwert von 17,50 EUR. Für das nächste Jahr ergebe sich ein KGV von unter 5 bei einer Dividendenrendite von über 9 Prozent.
Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sollte ein Engagement in die AXA-Aktie trotz der attraktiven Bewertung noch zurückgestellt werden, da eine Verschärfung der Schuldenkrise den Kurs noch weiter drücken kann. (Ausgabe 154 vom 06.10.2011) (07.10.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das französische Versicherungsunternehmen AXA habe in einer ersten Bieterrunde fünf Offerten für die Tochtergesellschaft AXA Private Equity bekommen. Zu den Bietern würden unter anderen KKR, BlackRock und der Staatsfonds von Singapur GIC gehören.
Den Presseberichten zufolge sei ein Kaufpreis in einer Spanne von 200 bis 700 Mio. EUR im Gespräch für die europagrößte Private-Equity-Gesellschaft aus Paris, die ein Vermögen von 30 Mrd. EUR verwalte. Wegen niedrigen Zinsen und verschärften Eigenkapitalregelungen müsse AXA Unternehmensteile, die nicht zum Kerngeschäft des Versicherers gehören würden, verkaufen.
Darüber hinaus habe AXA 54 Mrd. EUR in Bankanleihen angelegt. Dazu halte der Allianz-Rivale eine Beteiligung von 5 Prozent an der französischen Großbank BNP Paribas, die von einer möglichen Griechenland-Pleite weit stärker betroffen wäre. Insofern verwundere es nicht, dass der Kurs von AXA im Zuge der Bankenkrise mit in den Abgrund gerissen worden sei.
Mittelfristig plane AXA-Chef de Castries, den Gewinn je Aktie bis 2015 jährlich um 10 Prozent auszuweiten, bei einer geplanten Ausschüttungsquote zwischen 40 und 50 Prozent. Fundamental sei die Aktie inzwischen äußerst günstig bewertet. Der Kurs liege deutlich unter dem aktuellen Buchwert von 17,50 EUR. Für das nächste Jahr ergebe sich ein KGV von unter 5 bei einer Dividendenrendite von über 9 Prozent.
Nach Ansicht der Experten vom "Frankfurter Tagesdienst" sollte ein Engagement in die AXA-Aktie trotz der attraktiven Bewertung noch zurückgestellt werden, da eine Verschärfung der Schuldenkrise den Kurs noch weiter drücken kann. (Ausgabe 154 vom 06.10.2011) (07.10.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
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