Suchen
Login
Anzeige:
So, 22. Mai 2022, 13:21 Uhr

Alstom

WKN: A0F7BK / ISIN: FR0010220475

Alstom langfristiger Kauf


29.01.09 09:31
Aktienservice Research

Bad Nauheim (aktiencheck.de AG) - Nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" ist die Aktie von Alstom ein langfristiger Kauf.

Die auf vollen Touren laufende Berichtssaison bringe jede Menge Enttäuschungen. Viele Unternehmen würden angesichts der Wirtschaftskrise massive Umsatzeinbußen verzeichnen. Nicht so der französische Industriekonzern Alstom, der im abgelaufenen Quartal trotz Krise zweistellige Zuwächse habe verbuchen können. Zudem sollte der Konzern von den eingeleiteten Konjunkturmaßnahmen profitieren.

In unserem Nachbarland Frankreich sei Alstom das, was hierzulande Siemens sei: ein Industriekonzern, der dank seiner guten Aufstellung die aktuelle Wirtschaftskrise relativ problemlos überstehen sollte. In den beiden Hauptsparten Energie und Transport würden die Franzosen über eine weltweit führende Marktposition verfügen. Die Alstom-Gruppe, die mehr als 76.000 Mitarbeiter in über 70 Ländern weltweit beschäftige, habe im Geschäftsjahr 2007/08 (bis Ende März) einen Umsatz von fast 17 Mrd. Euro erzielt.

Im Geschäftsbereich Power entwickle und baue Alstom unter anderem Kraftwerke sowie Gas- und Dampfturbinen und biete zudem auch den Service für Kraftwerksanlagen und -komponenten an. Im Segment Transport produziere der Konzern Schienenfahrzeuge für den Nahverkehr - wie zum Beispiel U-Bahnen und Straßenbahnen sowie Fahrzeuge für den Fernverkehr. So komme auch der Hochgeschwindigkeitszug TGV aus dem Hause Alstom. Mit dem AGV seien im Dezember die ersten Testfahrten bei 360 km/h, der ausgelegten Betriebsgeschwindigkeit, durchgeführt worden. Die ersten Serienzüge des AGV sollten ab 2010 ausgeliefert werden.

Die Umsatzzahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2008/09, die Alstom in der vergangenen Woche veröffentlicht habe, würden unterstreichen, dass der Konzern trotz Wirtschaftskrise weiter auf Kurs sei. So seien die Erlöse dank hoher Auftragsbestände im Zeitraum Oktober bis Dezember um 11% auf 4,56 Mrd. Euro gestiegen. Der Auftragseingang habe im Berichtszeitraum 6,1 Mrd. Euro erreicht. Mit einem Auftragsbestand von derzeit 47 Mrd. Euro verfüge das Unternehmen über ein hervorragendes Polster, mit dem die Umsätze für einen Zeitraum von über zweieinhalb Jahren abgedeckt seien.

Dementsprechend sei auch der Ausblick von Firmenlenker Patrick Kron positiv ausgefallen. Das Management halte an seinem Margenziel für 2010 fest und peile weiterhin eine operative Marge im Bereich von 9% an. In den Sparten Transport und Power Service rechne der Vorstand weiterhin mit einer soliden Nachfrage. Lediglich im Bereich Power Systems könnte es wegen des aktuellen finanziellen Umfelds und des wirtschaftlichen Abschwungs zu Projektverzögerungen kommen.

Am Markt sei bereits seit mehr als einem Jahr immer wieder über eine mögliche Fusion von Alstom mit Areva spekuliert worden. Diese Spekulationen hätten nun neues Futter erhalten. Der deutsche Siemens-Konzern habe zu Beginn dieser Woche den Ausstieg aus Areva NP, einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem französischen Atomtechnikkonzern, angekündigt. Für Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy sei damit der Weg frei, um den Traum von einem französischen "Weltchampion" der Kernkraft, der bislang am deutschen Widerstand gescheitert sei, doch noch Realität werden zu lassen. Der Plan, Areva mit Alstom und dem Baukonzern Bouygues, der gut 30% der Anteile an Alstom halte, zu verschmelzen, erscheine nun wieder durchführbar.

Ob es zu einem Zusammenschluss mit Areva kommen werde, stehe derzeit noch in den Sternen. Aber auch ohne Fusion sei der französische Konzern hervorragend positioniert, um die globale Wirtschaftskrise zu meistern. Hinzu komme, dass die Aktie auf dem aktuellen Kursniveau ausgesprochen günstig bewertet sei. Auf Basis der aktuellen Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 errechne sich ein KGV von weniger als acht.

Die jüngsten Umsatzzahlen hätten eindrucksvoll unterstrichen, dass Alstom trotz Wirtschaftskrise weiter auf Kurs sei. Zudem verfüge das Unternehmen über ein sattes Auftragspolster, das die Erlöse für einen Zeitraum von mehr als zweieinhalb Jahren abdecken sollte. Nicht zuletzt gelte Alstom als Profiteur der eingeleiteten Konjunkturmaßnahmen. Dennoch habe die Aktie in den vergangenen Monaten mit dem schwachen Gesamtmarkt deutlich nachgegeben und notiere fast 60% unter ihrem Hoch vom Juni vergangenen Jahres.

Angesichts der günstigen Bewertung könnten nach Ansicht der Experten von "Aktienservice Research" daher langfristige Käufe der Alstom-Aktie in Erwägung gezogen werden. (Aktien Ausgabe 499 vom 28.01.2009) (29.01.2009/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
20.05.22 , Aktiennews
Alstom-Investoren können es immer noch nicht glau [...]
Für die Aktie Alstom stehen per 20.05.2022, 02:19 Uhr 23.93 EUR an der Heimatbörse EN Paris zu Buche. Alstom ...
19.05.22 , Aktiennews
Alstom Aktie: Unbekannte Hammer-Fakten!
Für die Aktie Alstom aus dem Segment "Construction & Farm Machinery & Heavy Trucks" wird an der heimatlichen ...
19.05.22 , JPMORGAN
JPMorgan belässt Alstom auf 'Overweight' - Ziel 3 [...]
NEW YORK (dpa-AFX Analyser) - JPMorgan hat die Einstufung für Alstom im Rahmen einer Veranstaltung der US-Bank zum ...