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Sa, 25. April 2026, 5:37 Uhr

Apple Inc

WKN: 865985 / ISIN: US0378331005

Apple Gewinnmitnahme


27.01.10 12:55
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät bei der Aktie von Apple zur Gewinnmitnahme.

Apple präsentiere blendende Zahlen. Das Jahr 2008/09 sei ein erneutes Rekordjahr gewesen und zeige eindrucksvoll die herausragende Stellung der kalifornischen Firma in punkto Design, Innovation und Ertragskraft. Für das Gesamtjahr ergebe sich ein Umsatzwachstum von 12,5% auf 36,5 Mrd. USD. Das Nettoergebnis habe sich auf 5,7 Mrd. USD nach 4,8 Mrd. im Vorjahr belaufen und es gehe nahtlos weiter. Allein im abgelaufenen ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 habe Apple 15,7 Mrd. USD erlöst und satte 3,38 Mrd. USD verdient, neuer Rekord. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergebe sich ein Umsatzplus von 32%, der Gewinn habe um 50% gesteigert werden können.

Triebfeder für diesen Umsatz-Boost sei wieder einmal das iPhone gewesen, deren Absatzzahlen um 100% zugelegt hätten. Aber auch die Familie der Desktop-Computer habe 70% mehr Käufer als im Vorjahreszeitraum gefunden. Lediglich der klassische Musikspieler iPod habe sich, geschuldet der hauseigenen Konkurrenz durch das iPhone und den iPod touch, weniger häufig verkauft.

Apple beweise eindrucksvoll, dass bilanzielle Stärke besonders in Krisenzeiten hilfreich sei. Mit einer Eigenkapitalquote von 66%, einem Nettofinanzvermögen von 33,5 Mrd. USD und liquiden Mitteln von 7,6 Mrd. USD seien keinerlei Engpässe zu erwarten. Diese sehr robuste Finanzausstattung sei wesentlich auf die ausbleibenden Dividendenzahlungen zurückzuführen, die auch künftig nicht geplant seien.

Apple-Chef Steve Jobs sei zurück. Dies sei die vielleicht wichtigste Meldung. Kein anderes Unternehmen identifiziere sich so sehr über seinen Chef wie Apple. Er sei die innovative Seele des Unternehmens. Den positiven Blick in die Zukunft unterstreiche Jobs damit, dass die für das laufende Jahr geplanten Produkte sehr stark sein würden.

Den Anfang mache der heiß erwartete Tablet-PC namens iPad, ein mobiler Computer, bei dem ein berührungsempfindlicher Bildschirm die Tastatur ersetze. Das Absatzpotenzial für 2010 werde auf 2 bis 9 Mio. Geräte geschätzt. Der Einstiegspreis liege bei 499 USD. Die durchaus hohen Preise hätten jedoch die Kunden nicht vom Kauf abgehalten. Im Gegenteil, iPhone, iPod und Co. würden als Statussymbole gerade bei jungen Menschen gelten.

Dem iPhone stehe wohl das stärkste Jahr überhaupt bevor. Durch den Auslauf der Exklusivverträge in Deutschland und den USA, werde das Handy in den nächsten achtzehn Monaten allen Mobilfunkanbietern zum Vertrieb angeboten. Damit erreiche Apple dann auch den Markt der vornehmlich jungen pre-paid-Kunden.

Alles in allem stehe das Unternehmen blendend da. Das Hauptrisiko liege in der sehr hohen Abhängigkeit von CEO und Firmengründer Steve Jobs. Nach Ankündigung einer längeren Auszeit wegen einer Erkrankung Anfang des Jahres 2009, habe der Aktienkurs deutlich nachgegeben.

Aufgrund der rasanten Kursbewegung der vergangenen Monate, raten die Analysten der Oldenburgischen Landesbank nun erstmal zu Gewinnmitnahmen bei der Aktie von Apple. (Analyse vom 27.01.2010) (27.01.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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