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So, 26. April 2026, 7:09 Uhr

BP plc

WKN: 850517 / ISIN: GB0007980591

BP verkaufen


07.05.03 11:31
Hamburgische LB

Die Analysten der Hamburgischen Landesbank empfehlen die Aktie von BP (ISIN GB0007980591 / WKN 850 517) zu verkaufen.

BP habe im 1. Quartal 2003 soviel wie nie zuvor in der Unternehmensgeschichte verdient. Die Ergebnisse hätten sich im wesentlichen im Rahmen der Erwartungen befunden. Für den weiteren Jahresverlauf gehe man jedoch von einer kontinuierlichen Eintrübung der Ertragslage aus. So erwarte man einen bis zum Jahresende weiter fallenden Ölpreis, der die Gewinne des Upstreambereichs unter Druck bringen dürfte.

Angesichts der saisonal bedingt geringeren Gasnachfrage und der (Teil-) Veräußerung einiger Förderstätten (z.B. in Trinidad an Repsol YPF) sollte die Öl- und Gasproduktion zudem zurückgehen. Im Jahresdurchschnitt erwarte man ein Produktionswachstum von nur noch ca. 1,5 bis 2%. Erst im kommenden Jahr dürften sich die Auswirkungen der hohen Investitionen der letzten Jahre und der neuen Aktivitäten in Russland in den Produktionszahlen widerspiegeln.

Das Joint Venture mit der russischen TNK sei im Februar veröffentlicht worden und solle zukünftig 0,6 Mio. bpd zu BP’s Gesamtproduktion beitragen. Ein verbessertes Segmentergebnis sei im laufenden Jahr vom Downstreambereich zu erwarten. Vor allem die Desinvestitionen der letzten Monate (u.a. Verkauf von über 300 Tankstellen und des 45%igen Anteils an der Bayernoil-Raffinerie) sollten hier für eine rückläufige Kostenbasis sorgen.

Synergien seien außerdem von der Integration der Veba Öl zu erwarten. Nach dem starken Anstieg der Raffineriemargen in den ersten drei Monaten des Jahres sei in den letzten Wochen wieder eine rückläufige Tendenz zu beobachten gewesen. Da die infolge der Irak- und Venezuela-Krise leeren Vorratslager demnächst wieder aufgefüllt sein dürften, würden die Analysten für die kommenden Monate mit einer sinkenden Nachfrage und damit weiter sinkenden Margen rechnen.

Im Jahresdurchschnitt sollten diese dennoch deutlich über dem niedrigen 2002er Mittel liegen. Die BP-Aktie werde derzeit mit einem KGV von 16,9 deutlich über dem Durchschnitt der sogenannten Super Majors (14,3) gehandelt. Angesichts der hohen Wachstumsrate, die man für das laufende und auch das kommende Jahr prognostizieren würde, sei ein Bewertungsaufschlag grundsätzlich vertretbar.

Die Analysten würden die aktuelle Prämie von fast 20% jedoch für zu hoch halten, da die von BP geplanten hohen Investitionen vorerst gegen ein Schließen der Profitabilitätslücke gegenüber den Konkurrenten Royal Dutch und ExxonMobil sprechen würden. Zudem seien mit der Russland-Transaktion die politischen Risiken deutlich gestiegen.

Mit einem Kursziel von 400 GBp bestätigen die Analysten der Hamburgischen Landesbank daher ihre "verkaufen"-Empfehlung für die BP-Aktie.





 
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