Baan verkaufen
09.02.00 00:00
WestLB
Die Analysten der WestLB raten dem Anleger derzeit von einem Engagement in Aktien des niederländischen Softwareherstellers Baan (WKN 895467).
Baan sei der zweitgrößte europäische Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware für das Enterprise Resource Planning (ERP). Bereits seit 1997 würden über die akquirierte Tochter Aurum Front-Office Produkte vertrieben (Sales Force Automation SFA). Umfassende CRM- und SCM-Lösungen seien 1999 in das Produktportfolio aufgenommen worden. Hinsichtlich der Internetstrategie müsse Baan nach Einschätzung der Experten noch gegenüber den Marktführern SAP und Oracle aufholen, da zur Zeit weder Portaltechnik noch Marktplätze angeboten würden. Durch das Angebot der Vermietung von Software (subscription-based pricing) sei zu erwarten, daß die Umsatzwachstumsdynamik von Baan mitttelfristig weiterhin gedämpft sein dürfte. Der Jahr-2000-bedingte Investitionsstau in der Branche könne sich nach Meinung der Analysten bereits aufgelöst haben, da alle namhaften Anbieter- bis auf Baan - mit ihren vorläufigen Ergebnissen zum Geschäftsjahr 1999 positiv überraschen konnten.
Mit einem geschätzten Marktanteil von ca. 5 % sei Baan der zweitgrößte europäische Anbieter im ERP-Markt. Im Vergleich zu seinen wichtigsten Wettbewerbern SAP (Marktanteil ca. 36 %) und Oracle (Marktanteil ca. 16 %) habe Baan hinsichtlich seiner Internet-Lösungen nach Meinung der Experten ebenso wie die anderen mittelgroßen Anbieter JD Edwards und PeopleSoft, noch aufzuholen. Baan sei der erste ERP-Hersteller, der die Möglichkeit zur Anmietung von Software eingeführt habe. Dies solle in Zukunft die Penetration im ASP-Markt erleichtern, führe allerdings im dritten Quartal 1999 zu einem defizitären Ergebnis.
Vor dem Hintergrund der Serie von sehr starken Enttäuschungen und der momentan kritischen finanziellen Verfassung des Unternehmens würden die Experten Baan als Verkauf einstufen.
Baan habe im dritten Quartal mit einem weiteren gravierenden Umsatzrückgang und einem Defizit in Höhe von 25 Mio. USD sehr stark enttäuscht. Das Unternehmen habe die Ergebnisentwicklung mit der Einführung der Möglichkeit zur Anmietung von Software (subscription-based-pricing) begründet, welches zu einer späteren Umsatzrealisierung führe, als das bisher übliche Upfront Payment. Die vorläufigen Zahlen des vierten Quartals hätten noch stärker enttäuscht: nach Restrukturierungsaufwendungen von etwa 200 Mio. USD entstehe ein Quartalsverlust von ca. 250 Mio. USD. Das heutige Eigenkapital von Baan dürfte negativ sein. CEO und CFO hätten mittlerweile das Unternehmen verlassen.
Neben der finanziellen Entwicklung und der Frage, ob Baan in den nächsten Quartalen seine Serie von negativen Überraschungen beenden, sowie neue Kapitalgeber finden könne, stehe nach Auffassung der Experten im kommenden Jahr die Einführung von konkreten Internet-bezogenen Produkten im Vordergrund des Interesses.
Baan sei der zweitgrößte europäische Anbieter von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware für das Enterprise Resource Planning (ERP). Bereits seit 1997 würden über die akquirierte Tochter Aurum Front-Office Produkte vertrieben (Sales Force Automation SFA). Umfassende CRM- und SCM-Lösungen seien 1999 in das Produktportfolio aufgenommen worden. Hinsichtlich der Internetstrategie müsse Baan nach Einschätzung der Experten noch gegenüber den Marktführern SAP und Oracle aufholen, da zur Zeit weder Portaltechnik noch Marktplätze angeboten würden. Durch das Angebot der Vermietung von Software (subscription-based pricing) sei zu erwarten, daß die Umsatzwachstumsdynamik von Baan mitttelfristig weiterhin gedämpft sein dürfte. Der Jahr-2000-bedingte Investitionsstau in der Branche könne sich nach Meinung der Analysten bereits aufgelöst haben, da alle namhaften Anbieter- bis auf Baan - mit ihren vorläufigen Ergebnissen zum Geschäftsjahr 1999 positiv überraschen konnten.
Vor dem Hintergrund der Serie von sehr starken Enttäuschungen und der momentan kritischen finanziellen Verfassung des Unternehmens würden die Experten Baan als Verkauf einstufen.
Baan habe im dritten Quartal mit einem weiteren gravierenden Umsatzrückgang und einem Defizit in Höhe von 25 Mio. USD sehr stark enttäuscht. Das Unternehmen habe die Ergebnisentwicklung mit der Einführung der Möglichkeit zur Anmietung von Software (subscription-based-pricing) begründet, welches zu einer späteren Umsatzrealisierung führe, als das bisher übliche Upfront Payment. Die vorläufigen Zahlen des vierten Quartals hätten noch stärker enttäuscht: nach Restrukturierungsaufwendungen von etwa 200 Mio. USD entstehe ein Quartalsverlust von ca. 250 Mio. USD. Das heutige Eigenkapital von Baan dürfte negativ sein. CEO und CFO hätten mittlerweile das Unternehmen verlassen.
Neben der finanziellen Entwicklung und der Frage, ob Baan in den nächsten Quartalen seine Serie von negativen Überraschungen beenden, sowie neue Kapitalgeber finden könne, stehe nach Auffassung der Experten im kommenden Jahr die Einführung von konkreten Internet-bezogenen Produkten im Vordergrund des Interesses.
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