Bayer verkaufen
14.09.01 12:41
Kreissparkasse Pinneberg
Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg stufen die Aktien von Bayer (WKN 575 200) auf "verkaufen" ein.
Bayer habe in diesem Jahr bereits drei Gewinnwarnungen veröffentlicht, zwei wären konjunkturbedingt gewesen, die dritte Warnung resultiere aus dem Vermarktungsstop Lipobays. Zu diesem Schritt habe sich der Konzern wegen unerwünschter Nebenwirkungen entschlossen. Offiziell bestätige Bayer in diesem Zusammenhang 1.100 Zwischenfälle. Der Cholesterinsenker würde in Verbindung mit 52 Todesfällen gebracht. Lipobay sei einer der Hoffnungsträger Bayers gewesen und hätte durchaus Potential gehabt, Blockbusterstatus (Umsatz pro Jahr größer 1 Mrd. USD) zu erreichen.
Die Phamasparte Bayers sei durch diesen Rückschlag erheblich geschwächt. Schon bevor die Probleme mit Lipobay aufgetreten seien, gäbe es Schwierigkeiten in diesem Segment. Verunreinigung bei der Produktion des Medikaments Kogenate habe Bayer gezwungen, die Herstellung vorübergehend einzustellen. Es wäre Millionenschaden entstanden. Der Konzern entwickele momentan ein Konkurrenzprodukt zu Viagra. Auch hier gäbe es Zwischenfälle: Das Medikament (Vardenafil) sei den Labors Bayers entwendet worden. Geringe Menge seien (illegalerweise) bereits im Handel erhältlich.
Selbst ohne diese Sondereffekte erweist sich die Pharmasparte als problematisch. Global gesehen sei sie zu klein, um dauerhaft bestehen zu bleiben bzw. um innovative Medikamente zu entwickeln. Nach dem 18%igen Kursabsturz, der durch die Rücknahme Lipobays verursacht worden wäre, habe sich der Kurs um ca. 10% erholt. Spekuliert worden wäre auf einen Verkauf der Pharmasparte. Nach diesem kurzfristigen Hoch hätte die Aktie deutlich an Wert verloren. Hauptgrund wäre natürlich der Terroranschlag in den USA gewesen.
Gestern hätte Aktie jedoch wegen der Ad-Hoc Mitteilung, die Pharmasparte nicht zu verkaufen, sondern als Kerngeschäft weiterzuführen verloren. Die neue Strategie des Konzernes sehe vor, die Sparte Gesundheit und Pflanzenschutz in eigenständige Unternehmenseinheiten zu überführen. Um sich zu verstärken, plane Bayer die Pflanzenschutzsparte von Aventis (Crop Science) zu erwerben. Der Vertragsschluß stehe kurz vor dem Abschluss. Mit dem Zusammenschluß der Agrosparten Bayers und Aventis entstehe der größte Anbietervon Pflanzenschutzmitteln.
Künftig belastend auf den Kurs könne sich die noch ungeklärte Schadensersatzfrage um Lipobay auswirken. Die Akquisition von Crop Science sei in dem jetzigen Kursniveau eingepreist, es könne zu einem kleinen Kursaufschlag kommen, wenn der Kaufpreis niedriger als erwartet ausfalle (Schätzung 7,5 Mrd. Euro). Man können bei Bayer wenig Punkte sehen, die eine Outperformance ermöglichen. Daher belassen die KSK-Analysten die Aktien von Bayer auf Verkaufen.
Bayer habe in diesem Jahr bereits drei Gewinnwarnungen veröffentlicht, zwei wären konjunkturbedingt gewesen, die dritte Warnung resultiere aus dem Vermarktungsstop Lipobays. Zu diesem Schritt habe sich der Konzern wegen unerwünschter Nebenwirkungen entschlossen. Offiziell bestätige Bayer in diesem Zusammenhang 1.100 Zwischenfälle. Der Cholesterinsenker würde in Verbindung mit 52 Todesfällen gebracht. Lipobay sei einer der Hoffnungsträger Bayers gewesen und hätte durchaus Potential gehabt, Blockbusterstatus (Umsatz pro Jahr größer 1 Mrd. USD) zu erreichen.
Selbst ohne diese Sondereffekte erweist sich die Pharmasparte als problematisch. Global gesehen sei sie zu klein, um dauerhaft bestehen zu bleiben bzw. um innovative Medikamente zu entwickeln. Nach dem 18%igen Kursabsturz, der durch die Rücknahme Lipobays verursacht worden wäre, habe sich der Kurs um ca. 10% erholt. Spekuliert worden wäre auf einen Verkauf der Pharmasparte. Nach diesem kurzfristigen Hoch hätte die Aktie deutlich an Wert verloren. Hauptgrund wäre natürlich der Terroranschlag in den USA gewesen.
Gestern hätte Aktie jedoch wegen der Ad-Hoc Mitteilung, die Pharmasparte nicht zu verkaufen, sondern als Kerngeschäft weiterzuführen verloren. Die neue Strategie des Konzernes sehe vor, die Sparte Gesundheit und Pflanzenschutz in eigenständige Unternehmenseinheiten zu überführen. Um sich zu verstärken, plane Bayer die Pflanzenschutzsparte von Aventis (Crop Science) zu erwerben. Der Vertragsschluß stehe kurz vor dem Abschluss. Mit dem Zusammenschluß der Agrosparten Bayers und Aventis entstehe der größte Anbietervon Pflanzenschutzmitteln.
Künftig belastend auf den Kurs könne sich die noch ungeklärte Schadensersatzfrage um Lipobay auswirken. Die Akquisition von Crop Science sei in dem jetzigen Kursniveau eingepreist, es könne zu einem kleinen Kursaufschlag kommen, wenn der Kaufpreis niedriger als erwartet ausfalle (Schätzung 7,5 Mrd. Euro). Man können bei Bayer wenig Punkte sehen, die eine Outperformance ermöglichen. Daher belassen die KSK-Analysten die Aktien von Bayer auf Verkaufen.
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