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So, 26. April 2026, 12:55 Uhr

Commerzbank AG

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

Commerzbank verkaufen


09.08.01 15:11
Kreissparkasse Pinneberg

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg stufen die Aktien der Commerzbank (WKN 803200) mit verkaufen ein.

Die anhaltende Schwäche der Aktienbörsen habe auch alle Banktitel erheblich unter Druck gebracht. Drei Faktoren seien dafür besonders verantwortlich. Ein nicht unter Kontrolle zu bekommender Kostenanstieg (insbesondere für Informationstechnologie), die durch die wirtschaftliche Situation notwendige deutliche Aufstockungen der Risikovorsorge und·das deutlich niedrigere Provisionsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft. Höhere Aufwendungen, niedrigere Erträge, das Jahr 2001 biete eine denkbare schlechte Umgebung.

Die heute vorgelegten Daten würden die oben aufgeführten branchentypischen Belastungspunkte auch in Zahlen belegen. Die Diskrepanz zwischen stagnierenden Erträgen und steigenden Aufwendungen werde durch den Faktor Comdirekt aus dem letzten Jahr noch erheblich verschärft. Im ersten Halbjahr 2000 habe dieser Börsengang über 800 Mio. Euro Erträge in die Bilanz der Commerzbank gespült - in den ersten sechs Monaten dieses Jahres belaufe sich die Position "Sonstige betriebliche Erträge" auf -37 Mio. Euro. Das Halbjahres-Vorsteuerergebnis der Commerzbank sei um nahezu 74% gesunken (von 1,9 auf 0,5 Mrd. Euro). Selbst unter Herausrechnung des Comdirekt-Effektes verbleibe ein Rückgang von 52,5%.

Trotz dieser Daten habe sich der Kurs der Commerzbank-Aktie kurzfristig erholen können, der Kapitalmarkt habe offensichtlich eine noch stärkere Verschlechterung der Daten vorweggenommen. Ein günstigeres Kapitalmarktumfeld werde von allen Kreditinstituten dringend benötigt. Die aktuelle Entwicklung lege aber die Schwachstellen offen, die individuell abzuarbeiten seien. Die Commerzbank sei bereits in der Umsetzung ihres eigenen "Fitness-Programms", welches durch eine kurzfristig wirksame neue Kostenoffensive ergänzt werde. Ein Einstellungsstopp und die Streichung verschiedener IT-Projekte sollten noch in diesem Jahr Einsparungen von 240 Mio. Euro ermöglichen. Dies sollte zumindest einen weiteren Anstieg verhindern.

Das Grundsatzproblem bleibe aber erhalten, die Commerzbank sei "zu klein". Die von der Deutschen Bank vor wenigen Tagen laut angedachte "Teilkooperation" im Bereich Abwicklung und Hypotheken-Geschäft und auch die frisch gemeldete Aufstockung der Beteiligungsquote der Generali an der Commerzbank (Anteil solle bereits bei 19% liegen) würden bereits Möglichkeiten andeuten. Die Hoffnungen darauf würden aber nach Meinung der Experten keine Abkehr von der seit längerer Zeit bestehenden Verkaufsempfehlung begründen. Ein Anstieg auf über 28 Euro würde zumindest charttechnische Entspannung signalisieren.

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg raten somit, die Aktien der Commerzbank zu verkaufen.





 
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