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Fr, 17. April 2026, 22:43 Uhr

DEAG Deutsche Entertainment AG

WKN: A3E5DA / ISIN: DE000A3E5DA0

DEAG kaufen


12.03.10 14:14
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" empfehlen die DEAG-Aktie zu kaufen.

Die DEAG Deutsche Entertainment AG wandle sich zusehends von einem reinen Konzernveranstalter zu einer integrierten Content-Company. Wie Vorstandschef Peter Schwenkow den Experten im Hintergrundgespräch erläutere, besitze das Unternehmen inzwischen einen umfangreichen Rechtekatalog, zum Beispiel Verlags- und Vertriebsrechte für DVDs und wesentliche Live-Rechte bei von DEAG veranstalteten Konzerten. Das beste Beispiel für das Rundumpaket sei Erfolgskünstler David Garrett. Bei Garrett würden die Berliner nahezu vollständig von der gesamten Wertschöpfungskette profitieren. Zudem würden GEMA/GVL-Gebühren eine immer wichtigere Rolle im Geschäft spielen.

Mit diversen Rechten wolle Schwenkow das Unternehmen so aufstellen, dass diese Einnahmen mittelfristig die gesamten Kosten der Holding schultern würden. Erträge aus Konzerten und diverse andere Einmal-Erträge seien dann reiner Gewinn. Bereits in diesem Jahr könnten die Erlöse aus dem "Content" die Marke von einer Million Euro überschreiten.

Aber nicht nur diese Erlöse würden sprudeln. Im Konzertgeschäft bei Rock/Pop konzentriere sich der findige CEO weiterhin auf profitable Künstler. Beispielsweise Peter Maffay. Wie am Schnürchen entwickle sich der Bereich Klassik. Schwenkow habe im letzten Jahr 49 Prozent der Anteile am Klassikgeschäft an den Sony-Konzern aus Japan verkauft. Der Kaufpreis habe im zweistelligen Millionenbereich gelegen. Das eingegangene Geld führe zu einer deutlich geringeren Verschuldung. Aktuell sei DEAG lediglich mit circa 5 Millionen Euro verschuldet. Durch den Verkauf an Sony würden zukünftig Minderheitszahlungen anfallen, die das Ergebnis je Aktie belasten würden. Ziel sei aber, den Wegfall durch ein Mehrgeschäft mit dem Musikgiganten zu kompensieren.

So habe Schwenkow nun Zugriff auf alle Sony-Künstler und wolle deren First Choice im Konzertbereich sein. Praktisch dabei sei, dass Sony den Klassikbereich deutlich ausbauen wolle. "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir ab dem kommenden Jahr deutliche Synergieeffekte mit Sony haben. Möglicherweise aber auch schon in 2010." Die restlichen Minderheitsabgaben würden im Wesentlichen auf die Schweizer Good News und auf den britischen Konzertveranstalter Raymond Gubbay entfallen. Bei letzterem solle der aktuell Anteil von 75,1 Prozent allerdings zeitnah auf 100 Prozent aufgestockt werden.

Für das laufende Geschäftsjahr prognostiziere Schwenkow einen deutlichen Gewinnzuwachs. Laut dem Firmenchef sei das Unternehmen gut ins neue Jahr gestartet. "Wir erwarten ein gutes Erstquartal und ein sehr schönes 2. Quartal." Traditionell sei wie und eh das Schlussquartal besonders stark. Das EBIT könnte sich in 2010 nach den Erwartungen der Experten auf bis zu 7,5 Millionen Euro belaufen. Im vergangenen Jahr dürfte DEAG mehr als 100 Millionen Euro umgesetzt und operativ ein EBIT zwischen 4 und 5 Millionen Euro verdient haben. Das Nettoergebnis würden die Experten leicht im positiven Terrain erwarten. In 2010 könnten nach ihren Berechnungen zwischen 2 und 2,5 Millionen Euro netto verdient werden oder bis zu 20 Cent je Aktie. Auf Sicht von drei Jahren sollte DEAG ohne potenzielle Akquisitionen eine Ertragsstärke von bis zu 40 Cent Profit je Aktie aufbauen können.

Neben dem fünffachen Familienvater, der in Kürze seinen 56. Geburtstag feiere, und circa 30 Prozent der Anteile an DEAG kontrolliere, gebe es mit der Beteiligungsgesellschaft Heliad, welche circa 25 Prozent der Anteile halte, einen weiteren Großaktionär. Stabile Verhältnisse also. Börsianer würden dennoch gerne über eine schnelle Übernahme von DEAG spekulieren. Schwenkow sehe dies anders: "Wir stehen vor sehr aussichtsreichen Jahren. Es macht wenig Sinn, das Unternehmen jetzt zu verkaufen und ich führe diese Art von Gesprächen auch nicht."

Auf Nachfrage hätten die Experten bei Heliad eine ähnliche Auskunft bekommen. Christoph Kauter, Co-CEO der Heliad, sehe das DEAG-Investment langfristig: "Die DEAG befindet sich gerade erfolgreich im Transformationsprozess vom reinen Konzertveranstalter hin zu einer integrierten Entertainment Content Company. Wir unterstützen voll und ganz die vom Gründer Peter Schwenkow eingeschlagene strategische Weiterentwicklung der DEAG und werden die erfolgreiche Umsetzung langfristig als aktive Unternehmer begleiten." Auch auf der Researchseite tue sich einiges. Auf die Aktie stehe seit neustem unter anderen Hauck & Aufhäuser. Die Bank wolle den Nebenwertesektor kräftig aufmischen und baue aktuell ein großes Research-Team auf. Ein Trupp von Sal. Oppenheim sei zu der Bank bereits "umgezogen".

DEAG habe in der Vergangenheit sicherlich nicht immer das in Aussicht gestellte Ergebnis geliefert und viele Aktionäre enttäuscht. Was lange währe, werde jedoch endlich gut. Die Berliner seien heute so gut aufgestellt wie noch nie zuvor. Der aktuelle Börsenwert von 22 Millionen Euro entspreche in keinster Weise der Werthaltigkeit der Tochterunternehmen. Allein der Good News-Anteil habe einen Wert von über 15 Millionen Euro. Das Unternehmen sei unter dem Buchwert von 27 Millionen Euro zu haben. Ein Großteil des Eigenkapitals sei zwar durch Firmenwerte unterfüttert.

Anhand des Beispiels Good News sei aber leicht zu erkennen, dass der Goodwill äußerst werthaltig sei und kein Abschreibungsbedarf bestehe. Zudem konzentriere sich Schwenkow auf seine Stärken und wisse, dass die freien Aktionäre ebenso wie der neue Großaktionär Heliad genau eines erwarten würden: Profit je Aktie! Die Experten seien zuversichtlich, dass er dies liefern könne. Die Aktie könnte durchstarten.

Die Experten von "TradeCentre.de" raten zum Kauf des Papiers von DEAG. (Analyse vom 12.03.2010) (12.03.2010/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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