DaimlerChrysler halten
14.09.01 16:59
Kreissparkasse Pinneberg
Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg stufen die Aktien von DaimlerChrysler (WKN 710000) auf "halten" ein.
Die Kursentwicklung seit Anfang des Jahres habe die erfolgreiche Umsetzung der Umstrukturierungspläne für Chrysler bereits vorweggenommen. Die angekündigten Maßnahmen des Managements erschienen realistisch, der Optimismus der Konzernführung habe Investoren angesteckt. Trotz zwischenzeitlicher Korrekturen hätte sich der DCX-Kurs immer wieder der bei 57/58,- Euro verlaufenden Widerstandslinie nähern können.
Auf die Bekanntgabe der Daten des zweiten Quartals und des Halbjahresergebnisses habe der Kapitalmarkt noch mit Erleichterung und einem schnellen Kursanstieg reagiert. Sehr positive Daten von Mercedes wären ebenso erwartet worden wie die schwachen Daten des Nutzfahrzeugsegmentes. Das Aufatmen der Investoren habe sich auf die Daten von Chrysler bezogen, deren Quartalsverlust niedriger als erwartet ausgefallen wäre. Bereinigt um Einmaleffekte wiese Chrysler im 2. Quartal nur noch ein Minus von 148 Mio. Euro auf (nach -1,4 Mrd. Euro im Vorquartal).
Sowohl Chrysler als auch die schon erheblich unter Druck stehende Nutzfahrzeugsparte hätten massive Rückschläge erlitten: Chrysler habe im August nur knapp 128.600 Fahrzeugen (-27%) absetzen können, die LKW-Sparte habe mit knapp 36.000 Stück einen Rückgang von 10% verzeichnet. In den ersten acht Monaten des Jahres hätten sich die Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 10% (PKW) bzw. 15% (LKW) belaufen. Neben diesen Daten würden die gewohnt guten Daten von Mercedes im US-Geschäft verblassen, Absatzplus im August (gegenüber 08/2000) + 24% und ein Absatzplus von Januar bis August (ggü. 01-08/00) + 11%.
Diese US-Daten würden die bisher erzielten Erfolge von der Tagesordnung verdrängen und die altbekannten Problemfelder des Konzerns wieder nach vorn bringen. Die sich weiter verschärfende Absatzschwäche im Nutzfahrzeugbereich und die erneut massive Korrektur im US-Geschäft von Chrysler würden Zweifel aufkommen lassen, ob die Sanierungspläne tatsächlich wie geplant zeitlich realisierbar seien. Die Situation der LKW-Sparte würde sich noch weiter verschärfen: Freightliner habe Verträge mit seinen Großkunden, die festgelegte Rücknahmepreise für gebrauchte LKW´s beinhalten. Die so wiederaufgenommenen Fahrzeuge könnten aktuell nur auf einem ca. 30% niedrigeren Preisniveau am Markt platziert werden. Die US-Absatzdaten der letzten Woche zerstörten den bis August vorhandenen Optimismus und reichten aus, eine Verkaufs-Empfehlung abzugeben: selbst die besten Mercedes-Daten reichten offensichtlich nicht aus, um die zu erwartenden Lücken bei Chrysler/Freightliner zu stopfen.
Auf dem durch das Attentat zusätzlich gedrückten Niveau falle den Analysten aber eine Verkaufsempfehlung sehr schwer. Mit Blick auf die Sanierungsbemühungen - selbst wenn dies einige Quartale länger dauern würden, als geplant - stufen die Wertpapierexperten die DaimlerChrysler-Aktie daher nur auf "halten" ab.
Die Kursentwicklung seit Anfang des Jahres habe die erfolgreiche Umsetzung der Umstrukturierungspläne für Chrysler bereits vorweggenommen. Die angekündigten Maßnahmen des Managements erschienen realistisch, der Optimismus der Konzernführung habe Investoren angesteckt. Trotz zwischenzeitlicher Korrekturen hätte sich der DCX-Kurs immer wieder der bei 57/58,- Euro verlaufenden Widerstandslinie nähern können.
Sowohl Chrysler als auch die schon erheblich unter Druck stehende Nutzfahrzeugsparte hätten massive Rückschläge erlitten: Chrysler habe im August nur knapp 128.600 Fahrzeugen (-27%) absetzen können, die LKW-Sparte habe mit knapp 36.000 Stück einen Rückgang von 10% verzeichnet. In den ersten acht Monaten des Jahres hätten sich die Rückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 10% (PKW) bzw. 15% (LKW) belaufen. Neben diesen Daten würden die gewohnt guten Daten von Mercedes im US-Geschäft verblassen, Absatzplus im August (gegenüber 08/2000) + 24% und ein Absatzplus von Januar bis August (ggü. 01-08/00) + 11%.
Diese US-Daten würden die bisher erzielten Erfolge von der Tagesordnung verdrängen und die altbekannten Problemfelder des Konzerns wieder nach vorn bringen. Die sich weiter verschärfende Absatzschwäche im Nutzfahrzeugbereich und die erneut massive Korrektur im US-Geschäft von Chrysler würden Zweifel aufkommen lassen, ob die Sanierungspläne tatsächlich wie geplant zeitlich realisierbar seien. Die Situation der LKW-Sparte würde sich noch weiter verschärfen: Freightliner habe Verträge mit seinen Großkunden, die festgelegte Rücknahmepreise für gebrauchte LKW´s beinhalten. Die so wiederaufgenommenen Fahrzeuge könnten aktuell nur auf einem ca. 30% niedrigeren Preisniveau am Markt platziert werden. Die US-Absatzdaten der letzten Woche zerstörten den bis August vorhandenen Optimismus und reichten aus, eine Verkaufs-Empfehlung abzugeben: selbst die besten Mercedes-Daten reichten offensichtlich nicht aus, um die zu erwartenden Lücken bei Chrysler/Freightliner zu stopfen.
Auf dem durch das Attentat zusätzlich gedrückten Niveau falle den Analysten aber eine Verkaufsempfehlung sehr schwer. Mit Blick auf die Sanierungsbemühungen - selbst wenn dies einige Quartale länger dauern würden, als geplant - stufen die Wertpapierexperten die DaimlerChrysler-Aktie daher nur auf "halten" ab.
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