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Fr, 24. April 2026, 11:50 Uhr

Deutsche Bank AG

WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008

Deutsche Bank kaufen


04.10.01 17:01
Kreissparkasse Pinneberg

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg stufen die Aktien der Deutschen Bank (WKN 514000) nach wie vor mit "kaufen" ein.

Die anhaltende Schwäche der Aktienbörsen habe auch alle Banktitel erheblich unter Druck gebracht. Drei Faktoren seien dafür besonders verantwortlich. Diese seien die explodierenden Kosten (Informationstechnologie), höhere Risikovorsorge (Konjunkturlage) und sinkende Erträge (Wertpapiergeschäft).

Als einer der maßgeblichen Inhaber der "Deutschland AG" habe die Deutsche Bank zudem (insbesondere direkt nach dem 11.9.) einige Milliarden an stillen Reserven verloren. Die Halbjahresdaten seien noch vergleichsweise gut gewesen. Trotz Börsenschwäche sei der Provisionsüberschuss gegenüber dem Vorjahr nur um 7,6% gesunken, der Zinsüberschuss resp. das Handelsergebnis seien hingegen um 7,7% bzw. 17,9% gewachsen. Der sich dennoch um ca. 35% verringerte Gewinn nach Steuern basiere auf dem Erlös-Rückgang aus Beteiligungsverkäufe (über 2 Mrd. Euro Erlös für Allianz-Aktien in 2000, "nur" 1 Mrd. Euro aus Münchner-Rück-Aktien in 2001).

Vor wenigen Tagen sei die Übernahme von 80% des US-Vermögensverwalters "Scudder" von der Zürich Financial Services (ZFS) bekannt gegeben (Kaufpreis 2,5 Mrd. US-Dollar) worden. Im Gegenzug werde die Deutsche Bank die bisherige 75,9%-Beteiligung an ihrer Versicherungsholding für 1,5 Mrd. Euro an ZFS verkaufen. Die Deutsche Bank konzentriere sich so weiter auf ihr Kerngeschäftsfeld "Vermögensverwaltung". Nach der Integration werde die Deutsche Bank zur Nr. 4 in der Welt aufsteigen und ca. 1 Billion Euro verwalten. Trotz Verkauf der Versicherungsaktivitäten würden die bisherigen Vertriebs-Vereinbarungen (z.B. Deutschen Herold) erhalten bleiben. Die ZFS werde exklusiver Partner in allen Versicherungsprodukten.

Mit einem Kaufpreis von "nur" 1% der verwalteten Vermögen erscheine Scudder vergleichsweise günstig. Dennoch müsse festgehalten werden, dass der ehemals edle Ruf von Scudder nach dem Erwerb durch ZFS deutliche Kratzer erlitten habe. Dazu würden Volumenrückgänge (selbst im Branchen-Boomjahr 2000) und Ertraglosigkeit gehören - die Integration in das bestehende Geschäft sei eine schwierige Aufgabe. Die Deutsche Bank habe allerdings gute Erfahrungen in dieser Thematik. Insbesondere Synergie-Effekte auf der Kostenseite sollten die Rückkehr in die Profitabilität (2003 solle bereits schwarze Zahlen liefern) erleichtern. Die Idee, "nicht alles selbst produzieren zu müssen, was man verkauft", sei keine Abkehr vom der Allfinanz-Idee, sondern nur eine andere Ausrichtung.

Die aktuelle Weltlage dämpfe die Erholungshoffnungen für alle Börsen und treffe die Deutsche Bank doppelt (sinkender Wert der Beteiligungen und ausbleibende Erträge). Die Analysten würden aber auf eine zeitlich und lokal begrenzte Antwort auf die Terroranschläge und eine langsame Rückkehr zur (wirtschaftlichen) Realität hoffen. Das Jahr 2001 könne definitiv keine guten Zahlen liefern, aber für ein halbwegs optimistisches Szenario 2002/2003 erscheine den Experten die Deutsche Bank gut positioniert zu sein.

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg bestätigen daher ihre Kaufempfehlung für die Aktien der Deutschen Bank.





 
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