Deutsche Telekom halten
01.10.09 12:15
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät die Aktie der Deutschen Telekom weiterhin zu halten.
Die Deutsche Telekom komme langsam zurück in die Spur. Die Bonner hätten im zweiten Quartal 16,24 Mrd. Euro erlöst, dies entspreche einer Steigerung von 7,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit 521 Mio. Euro stehe nun auch wieder ein deutlicher Gewinn in den Büchern, nach zwei verlustreichen Quartalen aufeinander. Das Netto-Ergebnis liege rund 32% über dem des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote liege bei 31,2%. Die Nettoverschuldung betrage 41,9 Mrd. Euro und solle im nächsten Jahr auf 39,5 Mrd. Euro sinken. Mittelfristig solle der Schuldenabbau weiter forciert werden, zumal sich allein die Zinslast auf 2,8 Mrd. Euro belaufe.
Die Staatsbeteiligung liege weiter bei 31,83% und damit so hoch, dass eine Sperrminorität gewahrt bleibe. Demnach sei der Vorstand bei allen unternehmerischen Entscheidungen in gewisser Weise abhängig von der Bundesregierung. Kostensenkungsmaßnahmen im Personalbereich könnten daher nicht mit der Brechstange durchgesetzt werden.
Der Konzernumbau müsse weitergehen. Kaum eine Branche unterliege einem derart intensiven Preiswettbewerb wie die Telekommunikation. Aus diesem Grund sei es zum einen nötig, dauerhaft Produktinnovationen zu entwickeln und zum anderen, über schiere Größe Skaleneffekte zu generieren, wenn man sinkende Gewinne verhindern wolle. Vor diesem Hintergrund müsse die Deutsche Telekom gleich auf zwei Märkten (USA und Großbritannien) agieren. Auf der Insel zeichne sich jetzt eine Lösung ab. T-Mobile UK werde in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der France Télécom-Tochter Orange eingebracht. Dieses Joint Venture, vorbehaltlich der staatlichen Genehmigung, käme dann auf einen Marktanteil von 36% und wäre damit Marktführer. Dieser Schritt würde enorme Synergien bei den Netzinvestitionen und der Vermarktung freisetzen.
In den USA stehe man vor einer schwierigeren Aufgabe. Auch hier sei man nur die Nummer vier im Markt. Eine Übernahme des nächst größeren Konkurrenten Sprint Nextel mache aber keinen Sinn, da Sprint Nextel andere Netzstandards benutze. Hier wäre nur der Zukauf kleinerer Anbieter möglich. In der Regel würden aber die Kleinen mit noch niedrigeren Margen kämpfen. Möglich scheine auch ein separater Börsengang von T-Mobile USA, hierzu schweige sich das Management aber aus. Laut Deutsche Telekom-Chef Obermann wolle man verstärkt in Schwellen- und Entwicklungsländern in Asien und Afrika expandieren. Es bleibe also viel zu tun. Allein die erwartet hohe Dividendenrendite reiche nicht aus, um in die Aktie einzusteigen.
Es bleibt bei der Deutsche Telekom-Aktie beim Halten, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank. (Analyse vom 01.10.2009) (01.10.2009/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Die Deutsche Telekom komme langsam zurück in die Spur. Die Bonner hätten im zweiten Quartal 16,24 Mrd. Euro erlöst, dies entspreche einer Steigerung von 7,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit 521 Mio. Euro stehe nun auch wieder ein deutlicher Gewinn in den Büchern, nach zwei verlustreichen Quartalen aufeinander. Das Netto-Ergebnis liege rund 32% über dem des Vorjahres. Die Eigenkapitalquote liege bei 31,2%. Die Nettoverschuldung betrage 41,9 Mrd. Euro und solle im nächsten Jahr auf 39,5 Mrd. Euro sinken. Mittelfristig solle der Schuldenabbau weiter forciert werden, zumal sich allein die Zinslast auf 2,8 Mrd. Euro belaufe.
Die Staatsbeteiligung liege weiter bei 31,83% und damit so hoch, dass eine Sperrminorität gewahrt bleibe. Demnach sei der Vorstand bei allen unternehmerischen Entscheidungen in gewisser Weise abhängig von der Bundesregierung. Kostensenkungsmaßnahmen im Personalbereich könnten daher nicht mit der Brechstange durchgesetzt werden.
In den USA stehe man vor einer schwierigeren Aufgabe. Auch hier sei man nur die Nummer vier im Markt. Eine Übernahme des nächst größeren Konkurrenten Sprint Nextel mache aber keinen Sinn, da Sprint Nextel andere Netzstandards benutze. Hier wäre nur der Zukauf kleinerer Anbieter möglich. In der Regel würden aber die Kleinen mit noch niedrigeren Margen kämpfen. Möglich scheine auch ein separater Börsengang von T-Mobile USA, hierzu schweige sich das Management aber aus. Laut Deutsche Telekom-Chef Obermann wolle man verstärkt in Schwellen- und Entwicklungsländern in Asien und Afrika expandieren. Es bleibe also viel zu tun. Allein die erwartet hohe Dividendenrendite reiche nicht aus, um in die Aktie einzusteigen.
Es bleibt bei der Deutsche Telekom-Aktie beim Halten, so die Analysten der Oldenburgischen Landesbank. (Analyse vom 01.10.2009) (01.10.2009/ac/a/d)
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Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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