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Fr, 24. April 2026, 6:10 Uhr

Divergenz im EUR/JPY


23.03.12 14:01
ETX Capital

London (www.aktiencheck.de) - Im EUR/JPY-Wechselkurs hat sich nach der Kursrally der letzten Tage eine interessante charttechnische Formation herausgebildet, die Charttrader weithin als Divergenz bezeichnen. Trader mögen Divergenzen, weil sie eine hohe Trefferquote bieten und sich in der Regel durch ein gutes Chance/Risiko-Verhältnis auszeichnen, so die Experten von ETX Capital.

Oft würden Divergenzen in höheren Zeitebenen, wie etwa dem 1h-, 4h- oder Tageschart, ganz gut funktionieren. Anhand des Tageschart des EUR/JPY-Kurs und des Relative Strength Index (RSI) könne man die aktuelle Divergenz Formation gut erkennen. Der Kurs des EUR/JPY habe am 21. März ein neues lokales Kurshoch bei 111,40 JPY erreicht. Im Chart sei dieser Hochpunkt mittels einer Linie mit dem lokalen Hoch davor verbunden worden, das bei 109,45 JPY gelegen habe. Hier liege ein klarer kurzfristiger Aufwärtstrend vor, der sich in eine starke mittelfristige Aufwärtsbewegung einordne. Schon seit Wochen befinde sich der EUR/JPY-Kurs in einem mittelfristigen Aufwärtstrend, der wiederum in einen langfristigen Abwärtstrend eingebettet sei.

Der RSI-Indikator diene Tradern zu Lokalisierung von Überkauft- und Überverkauftzonen des Basiskurses. Der RSI sei ein Standardindikator und sollte in jedem Chartprogramm zu finden sein. Wie man sehe, pendle der RSI zwischen der Überkauftzone, die bei RSI-Levels oberhalb von 70 beginnt, und der Überverkauftzone, die bei Indikatorniveaus unterhalb von 30 liege. Ziehe man nun die beiden oben besprochenen Hochpunkte des EUR/JPY-Kurses als Referenzpunkte für den RSI heran und verbinde diese ebenfalls durch eine Linie, dann sehe man, dass der kurzfristige Trend beim RSI nach unten zeige.

Dazu komme, dass sich der RSI kurz vorher in der Überkauftzone befunden habe und diese erst jüngst verlassen habe. Aus charttechnischer Sicht biete sich hier ein guter Punkt an, um die Divergenz zu nutzen und sich mit einer Shortposition im EUR/JPY-Währungspaar zu positionieren.

Das Risiko des Trades könnte durch einen Stopp bei 112 JPY begrenzt werden. Als erstes Ziel für den Trade könnte man ein Take-Profit bei 105 JPY setzen. Man könne aber auch RSI-Levels für eine Take Profit Strategie nutzen. Denkbar wäre hier eine Strategie wie z.B. bei Unterschreiten der 50er-RSI-Linie oder bei Erreichen der Überverkauftzone werde die offene Shortposition geschlossen. Auch ein Trailing Stopp Ansatz wäre anwendbar, der den Trade dann zu einem ausgedehnten Trendtrade machen könnte und auf Kursniveaus des EUR/JPY weit unter 105 JPY abziele. Bezogen auf den Stopp bei 112 JPY und dem harten Take Profit bei 105 JPY und mit momentanen Kursen des EUR/JPY um Niveaus von 109 JPY läge das Chance/Risiko-Verhältnis des Trades bei ca. 1,33. (23.03.2012/ac/a/m)