Dow Jones Turbulenzen in Sicht?
10.09.03 17:00
Frankf. Finance Newsletter
Nach der Entscheidung im Dow Jones Industrial Average, einen Kanal über 9.400 unwiderruflich zu beschreiten, deuten sich für die Jahreswende Turbulenzen an, berichten die Experten des "Frankfurter Finance Newsletter".
Ohne Überhitzungserscheinungen (vor allem bei dem gegenwärtigen Zinsniveau in den USA) werde es wohl nicht abgehen. Dies bedeute immenses Rückschlagpotenzial mit hoher Volatilität bei gleichzeitig vollkommen intaktem Aufwärtstrend bis März, der in seiner finalen Phase zu gewaltigen Übertreibungen führen könnte. Für September allerdings stehe dies noch nicht ins Haus. Die Tatsache, dass der Dow Jones am Dienstag voriger Woche die Marke von 9.400 Punkten signifikant habe überschreiten können (Signifikanzgrenze bei 9.490), sei aber nichts weniger als ein deutliches Fanal für tendenziell weiter heftig steigende Kurse und für einen wahrlich heißen Herbst und Winter an den Börsen Amerikas und Europas.
Die 9.400er Marke sei in ihrer Dimension absolut mit der Schicksalsmarke von 7.500 Punkten, die in den extremen Schwächeperioden des Dow im Angesicht von Rezessionsgefahr und Irakkrieg permanent befragt worden sei und nur unter größten Anstrengungen gehalten habe, vergleichbar. Mit dem Durchbrechen der 9.400er Marke sei jetzt aber ein neuer Kanal beschritten, der von 9.400-11.500 Punkte im Dow Jones reiche. Der alte Kanal 7.500-9.400 sei damit verlassen worden. Dies sei ohne Zweifel ein Signal dafür, dass die Investorengemeinschaft nun auch für die marktbreiten Standardwerte gute Zukunftsaussichten wahrnehme und könne als Zeichen einer echten Trendwende interpretiert werden.
Bis zu dem Zeitpunkt des signifikanten Durchbruchs dieser Marke wäre es ohne weiteres denkbar gewesen, dass eine deutlichere Korrektur in Richtung 8.700 oder gar 8.300 auch alle anderen Indizes temporär mit in die Tiefe gerissen hätte und die Skepsis ob der Nachhaltigkeit einer konjunkturellen Erholung wieder gewachsen wäre. Das alte Wort von der Bärenmarktrallye seit März 2003 sei ja zudem noch nicht endgültig aus den Analysen mancher Auguren gestrichen worden.
Die Experten hätten das zwar immer für falsch gehalten, weil man von einem substanziellen Aufschwung ausgehe, der eigentlich schon seit November vergangenen Jahres latent spürbar sei und nur durch den Irakkrieg verzögert worden. Doch gebe man zu, dass die jetzige Vehemenz der Rallye und die Tatsache, dass der Dow bereits heute zu einer neuen Kanalbeschreitung angetreten sei, die Experten schon überrascht habe. Wir haben das kurzfristige Korrekturpotenzial für größer gehalten, immerhin habe es ja eine kleine Korrektur Mitte August gegeben.
Zwar sei nicht ganz auszuschließen, worauf Pessimisten ja auch ritualisiert hinweisen würden, dass man zur Zeit eine spiegelverkehrte Entwicklung zum September/Oktober sehe, als der Dow kurz seinen Kanal nach unten verlassen habe und anschließend aber eine erhebliche Kaufpanik eingesetzt habe, die zu einer selten zu beobachtenden, aber mitunter eben stattfindenden sofortige Rückeroberung des alten Kanals geführt habe.
Bezogen auf die momentane Lage würde dies bedeuten, dass man gerade nur einen kurzen Ausbruch erlebe, der sehr schnell wieder zurückgenommen werde. Die Experten würden dies, wenn auch nicht für ausgeschlossen, so doch für sehr unwahrscheinlich halten. Eine kleinere Verschnaufpause zurück auf 9.400 Punkte könne der Dow sich mühelos leisten- dort dürfte dann der Widerstand sehr groß sein.
Ohne Überhitzungserscheinungen (vor allem bei dem gegenwärtigen Zinsniveau in den USA) werde es wohl nicht abgehen. Dies bedeute immenses Rückschlagpotenzial mit hoher Volatilität bei gleichzeitig vollkommen intaktem Aufwärtstrend bis März, der in seiner finalen Phase zu gewaltigen Übertreibungen führen könnte. Für September allerdings stehe dies noch nicht ins Haus. Die Tatsache, dass der Dow Jones am Dienstag voriger Woche die Marke von 9.400 Punkten signifikant habe überschreiten können (Signifikanzgrenze bei 9.490), sei aber nichts weniger als ein deutliches Fanal für tendenziell weiter heftig steigende Kurse und für einen wahrlich heißen Herbst und Winter an den Börsen Amerikas und Europas.
Die 9.400er Marke sei in ihrer Dimension absolut mit der Schicksalsmarke von 7.500 Punkten, die in den extremen Schwächeperioden des Dow im Angesicht von Rezessionsgefahr und Irakkrieg permanent befragt worden sei und nur unter größten Anstrengungen gehalten habe, vergleichbar. Mit dem Durchbrechen der 9.400er Marke sei jetzt aber ein neuer Kanal beschritten, der von 9.400-11.500 Punkte im Dow Jones reiche. Der alte Kanal 7.500-9.400 sei damit verlassen worden. Dies sei ohne Zweifel ein Signal dafür, dass die Investorengemeinschaft nun auch für die marktbreiten Standardwerte gute Zukunftsaussichten wahrnehme und könne als Zeichen einer echten Trendwende interpretiert werden.
Die Experten hätten das zwar immer für falsch gehalten, weil man von einem substanziellen Aufschwung ausgehe, der eigentlich schon seit November vergangenen Jahres latent spürbar sei und nur durch den Irakkrieg verzögert worden. Doch gebe man zu, dass die jetzige Vehemenz der Rallye und die Tatsache, dass der Dow bereits heute zu einer neuen Kanalbeschreitung angetreten sei, die Experten schon überrascht habe. Wir haben das kurzfristige Korrekturpotenzial für größer gehalten, immerhin habe es ja eine kleine Korrektur Mitte August gegeben.
Zwar sei nicht ganz auszuschließen, worauf Pessimisten ja auch ritualisiert hinweisen würden, dass man zur Zeit eine spiegelverkehrte Entwicklung zum September/Oktober sehe, als der Dow kurz seinen Kanal nach unten verlassen habe und anschließend aber eine erhebliche Kaufpanik eingesetzt habe, die zu einer selten zu beobachtenden, aber mitunter eben stattfindenden sofortige Rückeroberung des alten Kanals geführt habe.
Bezogen auf die momentane Lage würde dies bedeuten, dass man gerade nur einen kurzen Ausbruch erlebe, der sehr schnell wieder zurückgenommen werde. Die Experten würden dies, wenn auch nicht für ausgeschlossen, so doch für sehr unwahrscheinlich halten. Eine kleinere Verschnaufpause zurück auf 9.400 Punkte könne der Dow sich mühelos leisten- dort dürfte dann der Widerstand sehr groß sein.
