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Sa, 25. April 2026, 12:50 Uhr

Dow Jones wird langsam kritisch


20.08.01 13:58
Lang & Schwarz

Wieder einmal ist der Dow Jones an dem Bereich bei 10.500,00 Punkten gescheitert und dementsprechend muss der kurzfristige Aufwärtstrend, der zum x-ten mal verletzt wurde, angepasst werden, so die Börsenexperten von "Lang & Schwarz".

Grundsätzlich befinde sich der Dow Jones noch immer in seiner breiten Handelsspanne, die nunmehr seit Frühjahr 1999 das Marktgeschehen bestimme, beruhigend könne das aber mittlerweile nicht mehr sein. Der Tageschart zeige, dass die aktuelle Kursbewegung zwischen der 50% und der 61,8% Fibonacci Linie aus der Bewegung vom All-time-high zu den tiefen Kursen im März 2001 verlaufe. Damit befinde sich der Markt in einer relativ breiten Spanne ohne an Aussagekraft zu gewinnen.

Betrachte man den Wochenchart, werde die Situation langsam aber sicher kritisch. Der Basistrend, der seine Ansatzpunkte im September 1994 und Juli 1996 habe, liege derzeit knapp über der 10.000,00 Punkte Marke. Der Trend sei zwar im März dieses Jahres unterschritten, in der Folgewoche aber erneut überwunden worden. Frei nach dem Motto: "Einmal ist Keinmal", sei diese kurzfristige Unterschreitung zwar zu verkraften gewesen aber es sei durchaus fraglich, ob ein zweiter Bruch auch reparabel wäre.

Ähnlich wie beim Dow Jones gestalte sich die Situation beim S & P 500. Der langfristige Aufwärtstrend verlaufe hier ähnlich. Im Gegensatz zum Dow Jones sei er im Frühjahr aber nur getestet, nicht durchbrochen worden. Sollte der Basistrend fallen, liege die nächste Unterstützung im Bereich um 1.100,00 Punkte. Danach sei bis zu den Tiefstkursen der Asienkriese alles frei.

Noch sei nichts verloren, aber langsam werde die Situation an den amerikanischen Märkten kritisch. Um so mehr, da der "Sell-Out" bisher fehle und der Dow Jones auf Sicht der letzten zwölf Monate gerade einmal 7,29% verloren habe. Die Börsenkenner würden davon ausgehen, dass die langfristigen Unterstützungen nicht kampflos aufgegeben würden, aber erhöhte Vorsicht scheine durchaus angebracht. Dabei sollte man auch intensiv zwischen den Zeilen lesen, wenn Herr Greenspan sich äußere. Die Handelsspanne der 34. Kalenderwoche sei an den Trendlinien abzulesen, dem jeweiligen aktuellen Abwärtstrend und dem langfristigen Unterstützungen.