FJH verkaufen
23.10.03 16:22
FIRST FOCUS-Indep. Research
Die Analysten von FIRST FOCUS-Independent Research stufen die Aktie von FJH (ISIN DE0005130108 / WKN 513010) kurzfristig mit dem Rating "verkaufen" und langfristig mit dem Rating "reduzieren" ein.
Obwohl oberflächlich betrachtet die FJH gut dastehe, sehe man massive Probleme bzw. großen Erklärungsbedarf in der derzeitigen Bilanzierungsstruktur und Politik. Der größte Kritikpunkt liege bei der Bilanz im Punkt "nicht fakturierte Forderungen". Diese Position sei seit dem Börsengang um sagenhafte 1.200 Prozent auf derzeit 68,8 Mio. Euro angestiegen. Mittlerweile würden die "nicht fakturierten Forderungen" über 50 Prozent der Aktiva darstellen. Die Größenordnung erinnere die Experten an mach ehemaliges "Neuer Markt" Unternehmen.
Im ersten Halbjahr 2003 stelle diese Position rund 24 Prozent des Umsatzes dar! Dies sei ein sehr bedenkliches Niveau, dass deutlichen Erklärungsbedarf nach sich ziehe. Des weiteren erachte man den Kaufpreis für die Heubeck AG für zu hoch. Die FJH AG habe 570.000 Aktien plus einen nichtgenannten Betrag bezahlt. Im Geschäftsjahr 2001/02 habe Heubeck jedoch nur 8,6 Mio. Euro Umsatz und einen Gewinn von 0,344 Mio. Euro erzielt. Daher würden die Analysten damit rechnen, dass diese Neuerwerbung zu einem größeren Abschreibungsbedarf führen werde.
Sehr problematisch sehe man auch die US-Tochter der FJH. Es sei bereits 2001 ein Forderungsverzicht von 1,2 Mo. Euro gewährt worden. 2002 sei noch eine Patronatserklärung für 3,5 Mio. Euro abgegeben worden. Diese gelte jedoch nur bis 2003. Was darüber hinaus geschehe, sei fragwürdig. Sehr zu denken gebe den Experten auch das allgemeine Branchenumfeld. Wenn man die Konkurrenz betrachte, falle den Analysten hier ein besonders krasser Unterschied auf. Alle Konkurrenten würden unter massivem Umsatzschund und dramatischen Gewinneinbrüchen bzw. erhöhten Verlusten leiden.
So habe der direkte Wettbewerber, die börsennotierte COR AG, im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 27 Prozent und einer Verdoppelung des Verlusts auf minus 3,4 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode melden müssen. COR habe in diesem Jahr auch noch keinen nennenswerten Großauftrag melden können. Scheinbar könne sich nur FJH diesem generellen Branchentrend entziehen. Würde man jedoch die "nicht fakturierten Forderungen" bei der FJH abziehen, so sehe man ein ähnliches Bild.
Da die Aktie seit Jahresbeginn gut gelaufen ist und die Risiken derzeit die Chancen deutlich übertreffen, empfehlen die Experten von FIRST FOCUS-Independent Research die Position in der FJH AG Aktie deutlich zu reduzieren bzw. zu verkaufen. Bereinige man die Bilanz um die problembehaftete Bilanzposition "nicht fakturierte Forderungen" ergebe sich ein Eigenkapital von nur ca. 4,50 Euro pro Aktie.
Obwohl oberflächlich betrachtet die FJH gut dastehe, sehe man massive Probleme bzw. großen Erklärungsbedarf in der derzeitigen Bilanzierungsstruktur und Politik. Der größte Kritikpunkt liege bei der Bilanz im Punkt "nicht fakturierte Forderungen". Diese Position sei seit dem Börsengang um sagenhafte 1.200 Prozent auf derzeit 68,8 Mio. Euro angestiegen. Mittlerweile würden die "nicht fakturierten Forderungen" über 50 Prozent der Aktiva darstellen. Die Größenordnung erinnere die Experten an mach ehemaliges "Neuer Markt" Unternehmen.
Sehr problematisch sehe man auch die US-Tochter der FJH. Es sei bereits 2001 ein Forderungsverzicht von 1,2 Mo. Euro gewährt worden. 2002 sei noch eine Patronatserklärung für 3,5 Mio. Euro abgegeben worden. Diese gelte jedoch nur bis 2003. Was darüber hinaus geschehe, sei fragwürdig. Sehr zu denken gebe den Experten auch das allgemeine Branchenumfeld. Wenn man die Konkurrenz betrachte, falle den Analysten hier ein besonders krasser Unterschied auf. Alle Konkurrenten würden unter massivem Umsatzschund und dramatischen Gewinneinbrüchen bzw. erhöhten Verlusten leiden.
So habe der direkte Wettbewerber, die börsennotierte COR AG, im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 27 Prozent und einer Verdoppelung des Verlusts auf minus 3,4 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode melden müssen. COR habe in diesem Jahr auch noch keinen nennenswerten Großauftrag melden können. Scheinbar könne sich nur FJH diesem generellen Branchentrend entziehen. Würde man jedoch die "nicht fakturierten Forderungen" bei der FJH abziehen, so sehe man ein ähnliches Bild.
Da die Aktie seit Jahresbeginn gut gelaufen ist und die Risiken derzeit die Chancen deutlich übertreffen, empfehlen die Experten von FIRST FOCUS-Independent Research die Position in der FJH AG Aktie deutlich zu reduzieren bzw. zu verkaufen. Bereinige man die Bilanz um die problembehaftete Bilanzposition "nicht fakturierte Forderungen" ergebe sich ein Eigenkapital von nur ca. 4,50 Euro pro Aktie.
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