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So, 26. April 2026, 9:05 Uhr

Forum Uranium corp

WKN: A0J3GH / ISIN: CA3498521036

Forum Uranium; Vorstandsinterview


26.09.07 08:01
Global SmallCap Report

Siegen (aktiencheck.de AG) - Forum Uranium Corp. (ISIN CA3498521036 / WKN A0J3GH) ist ein kanadisches Unternehmen mit Sitz in Vancouver, das sich auf Erwerb, Exploration und Entwicklung von Uranprojekten konzentriert. Die Aktie kann an der Frankfurter Wertpapierbörse mit dem Symbol "F3E" gehandelt werden.

Das folgende Interview hat Global SmallCap Report mit dem CEO des Unternehmens Forum Uranium Corp., Richard J. Mazur, geführt.

Global SmallCap Report: Herr Mazur, würden Sie uns bitte kurz die Geschichte von Forum Uranium skizzieren und uns einen Eindruck vom Geschäftsmodell Ihres Unternehmens vermitteln?

Richard J. Mazur: Forum wurde im Jahre 2002 neu strukturiert und spezialisiert sich seitdem auf Energieprojekte. Die Uranliegenschaften wurden zu Beginn des Uran-Zyklus im Jahr 2004 erworben. Da das Unternehmen zu den ersten gehörte, die sich dem Sektor gewidmet haben, konnten Projekte von hoher Qualität gekauft werden. Unser Geschäftsmodell war sehr spezifisch: Zunächst haben wir Liegenschaften im Athabasca Basin sowie dem Thelon Basin erworben. Diese gehören, geographisch gesehen, zu den besten Regionen der Welt und liegen in einem Land mit einem stabilen politischen Umfeld sowie einer langen Tradition in Sachen Bergbau. Wir haben außerdem darauf geachtet, dass die Infrastruktur (Straßen, Arbeitsgeräte, Strom) rund um diese Liegenschaften gut ausgebaut und Potenzial für Urandepots nahe der Erdoberfläche vorhanden ist. Der dritte wichtige Punkt war das Team. Wir haben das beste Explorationsteam zusammengestellt, das über die notwendige Erfahrung in Bezug auf die unregelmäßig auftretenden Rohstoff-Depots in dieser Gegend verfügt.

Global SmallCap Report: Warum haben Sie sich für die Exploration von Uran-Projekten entschieden?

Richard J. Mazur: Zu dem Zeitpunkt, als mir von den Mehrheitseignern des Unternehmens der Posten als President & CEO angeboten wurde, befand sich lediglich ein Kohlemethan-Projekt im Portfolio. Ich habe als junger Geologe im letzten Uran-Zyklus zwischen 1974 und 1984 Erfahrungen auf dem Gebiet der Uran-Exploration gesammelt und habe dem Vorstand vorgeschlagen, die Ausrichtung des Unternehmens zu ändern und Uranprojekte zu erwerben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass dem Uransektor ein langer Aufwärtstrend bevorsteht und der Zeitpunkt für einen Einstieg perfekt war.

Global SmallCap Report: Ihr Management-Team setzt sich aus erfahrenen Experten zusammen. Können Sie uns etwas zu den Mitgliedern des Teams und deren Aufgabengebieten erzählen?

Richard J. Mazur: Ich bin sehr stolz auf das Team, das ich anhand der zu ihren Gunsten nachgewiesenen Entdeckungen der weltweit größten und qualitativ besten Uran-Vorräte zusammengestellt habe. In den vergangenen drei Jahren habe ich ein Team von Geologen gebildet, die eine bedeutende Verbindung zu Deutschland haben, weil sie alle im Verlauf ihrer Karriere in der Uranexploration des Unternehmens Uranerzbergbau (Uranerz) ausgebildet wurden. Uranerzbergbau war in den Jahren 1969 bis 1998 ein höchst erfolgreiches Uran förderndes Unternehmen, das auf einem Joint Venture zwischen der Rheinbraun AG und der Deilmann AG beruhte.

Ken Wheatley, unser Vizepräsident Exploration, kann hinsichtlich der Exploration von Uran auf eine über 27 Jahre währende Karriere zurückblicken. Er war an der Entdeckung von insgesamt acht Urandepots beteiligt, vier davon haben das Produktionsstadium erreicht. Ken hat zu Beginn der 90er-Jahre für Uranerz gearbeitet und war später bei AREVA, einem großen französischen Uranunternehmen, tätig. In den letzten acht Jahren war er als Geologe für die Region Athabasca Basin in der Provinz Saskatchewan zuständig. Die Vorkommen auf dieser Liegenschaft werden auf 130 Millionen Pfund Uran geschätzt. Die letzte Entdeckung, die Ken für sich verbuchen durfte, ist die so genannte "Mae Zone", die die bereits entdeckten 40 Millionen Pfund Uran auf einer von AREVA/Denison gehaltenen Liegenschaft noch einmal kräftig steigern dürfte.

Unser Chefgeologe Dr. Boen Tan wurde an der Universität in Freiburg ausgebildet und hat anschließend im Jahr 1969 begonnen für Uranerz zu arbeiten. Seine Karriere bei Uranerz dauerte 30 Jahre, den größten Teil dieser Zeit hat er in Kanada verbracht. Dr. Tan war an der Entdeckung des Uranvorkommens "Key Lake" im Jahr 1976 beteiligt. Aus dem Depot wurden im Zeitraum von 1983 bis 1998 200 Millionen Pfund Uran gefördert. Dr. Tan hat außerdem an weiteren Projekten im Athabasca Basin mitgewirkt, darunter McArthur River, Eagle Point und Maurice Bay.

Unser Projektmanager Bruce Harmeson gehörte zu dem Team von Uranerz, die 1978 das Depot "Maurice Bay" im Athabasca Basin entdeckt haben. Bruce hat in den späten 70er- und den frühen 80er-Jahren über einen Zeitraum von 10 Jahren an der Uranexploration in Saskatchewan, Nunavut und Yukon sowie im Niger mitgewirkt. Darüber hinaus hat Bruce viele Jahre als Manager für international tätige Bohrunternehmen gearbeitet und dabei wertvolle Erfahrungen für seine derzeitige Tätigkeit als Logistikmanager und Verantwortlicher für die Zulassungsverfahren unserer Projekte gesammelt.

Phil Robertshaw, geophysikalischer Berater, verfügt bei der Anwendung verschiedenster geophysikalischer Explorationsmethoden über 35 Jahre Erfahrung. Er hat hauptsächlich im Athabasca Basin in Saskatchewan gearbeitet. Phil war 20 Jahre lang als Chefgeologe bei Uranerz tätig und arbeitet derzeit als Berater für verschiedene Unternehmen aus dem Uransektor. Forum zählt zu seinen wichtigsten Klienten.

Alle unsere Experten arbeiteten einst zusammen bei Uranerz und haben sich nun mit einem klaren Ziel wieder zusammengefunden: eine Uranmine für Forum zu entdecken.

Global SmallCap Report: Forum Uranium verfügt über ein umfangreiches Portfolio mit qualitativ hochwertigen Uran- und Kohlemethanprojekten. Würden Sie uns bitte etwas zu den Projekten an sich, deren Potenzial und den aktuellen Fortschritten erzählen?

Richard J. Mazur: Wir sind derzeit auf der Suche nach einem Partner für unser Kohlemethan-Projekt, weil wir uns auf Uranprojekte konzentrieren wollen. Seit dem Erwerb unserer Uranprojekte im Jahr 2004 haben wir für die letzten drei Jahre eine systematische, voll integrierte Explorationskampagne unter Zuhilfenahme von geologischen, geophysikalischen und geochemischen Mitteln erstellt. Unsere vier wichtigsten Projekte sind "Key Lake Road" (nahe der Uranmühle von Cameco/AREVA), "Henday" (nahe der Uranmühle von AREVA/Denison McClean Lake), "Maurice Point" (grenzt an das Depot "Maurice Bay" von Cameco an) und "North Thelon" (befindet sich neben dem 130 Millionen Pfund Uranoxid-Projekt "Kiggavik-Sissons" von AREVA). Die drei erstgenannten gehören uns zu 100%, "North Thelon" befindet sich zu 50% in unserem Besitz und wird als Joint Venture betrieben. Jedes dieser Projekte befindet sich derzeit im Stadium der Exploration durch Diamantbohrungen und hat das Potenzial, Vorkommen mit einem Umfang von 10 bis 100 Millionen Pfund Uranoxid zu beherbergen. Die Infrastruktur im Umfeld der Projekte ist mit Straßen, Verarbeitungseinrichtungen und Stromversorgung sehr gut.

Global SmallCap Report: Die Uranprojekte Ihres Unternehmens liegen allesamt in Saskatchewan oder Nunavut. Welche Vorzüge weisen diese Regionen auf und warum haben Sie sich entschieden, dort zu explorieren?

Richard J. Mazur: Diese Regionen sind für ihre ungleichmäßigen Vorkommen bekannt, die die größten und hochgradigsten Uranvorkommen beherbergen (zwischen 10 und 400 Millionen Pfund Uranoxid für jede einzelne Mine). Aus dem Athabasca Basin stammt knapp ein Drittel des weltweit geförderten Urans, seit mehr als 50 Jahren wird in dieser Region Uran gefördert. In Saskatchewan gibt es drei Weiterverarbeitungsstätten für Uran und ein gut funktionierendes Regulierungsumfeld. Das Thelon Basin hat ein mit dem Athabasca Basin vergleichbares Potenzial, wurde aber bislang noch nicht so stark exploriert. Dementsprechend groß ist das Potenzial dieser Region. Ihr Potenzial für Uranvorkommen von Weltklasse-Format hat die Region bereits unter Beweis gestellt. Dies zeigt die Entdeckung des "Kiggavik-Sissons"-Projekts, das von AREVA betrieben wird.

Global SmallCap Report: Welche Schritte planen Sie im Hinblick auf die weitere Entwicklung der Projekte in Ihrem Portfolio?

Richard J. Mazur: Wir beabsichtigen, noch in diesem Jahr auf den Liegenschaften "Key Lake Road" und "Henday" Bohrungen über eine Gesamtstrecke von 13.000 Metern durchzuführen. Im letzten Jahr haben wir bei "Key Lake Road" 7.000 Meter geschafft und dabei sehr gute Ergebnisse erhalten. Von Oktober 2007 bis April 2008 werden wir weitere 8.000 Meter bohren. Der bisherige Betreiber des Projekts hat auf der Liegenschaft "Henday" in der ersten Explorationsphase 32 Bohrlöcher ausgehoben und ebenfalls sehr ermutigende Resultate erhalten. Für dieses Projekt ist von Januar bis April 2008 ein ergänzendes Bohrprogramm über eine Länge von 5.000 Metern vorgesehen. Aufgrund der geographischen Beschaffenheit dieser Areale werden die Bohrlöcher nicht besonders tief ausfallen. Entsprechend planen wir, 50 bis 70 Löcher zu bohren. Das ist eine Menge Holz!

Das Projekt "Maurice Point" wurde von einem anderen Unternehmen mittels einer Optionsvereinbarung übernommen. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, im kommenden Jahr 2 Mio. USD in die Exploration zu investieren. Um einen 55%-Anteil an der Liegenschaft zu erwerben, muss das Unternehmen insgesamt 8 Mio. USD investieren. Das Explorationsprogramm auf unserem Joint Venture-Projekt "North Thelon" wurde kürzlich abgeschlossen, wir warten nun auf die Analyseergebnisse aus dem Labor. Für dieses Projekt ist im Sommer 2008 ein 3.000 Meter umfassendes Diamantbohrprogramm geplant.

Global SmallCap Report: Der Uranpreis hat sich in der ersten Hälfte des Jahres 2007 verdoppelt. In den letzten Monaten haben wir einen Rückgang von 140 USD auf 90 USD je Pfund Uran gesehen. Welche Entwicklung erwarten Sie in den kommenden Monaten?

Richard J. Mazur: Ich habe bei kurzfristigen Schwankungen beim Uranpreis keine Sorgen. Langfristig betrachtet sieht die fundamentale Lage hinsichtlich Angebot und Nachfrage sehr gut aus. Wir sehen derzeit eine Nachfrage nach 100 Millionen Pfund Uran neu geförderten Urans pro Jahr. Um diesen Bedarf zu decken, müsste die Uranproduktion verdoppelt werden. In diesem Szenario ist der zu erwartende Nachfrageschub durch neue Atomkraftwerke noch gar nicht berücksichtigt.

Global SmallCap Report: Allgemein betrachtet: Inwiefern beeinflusst die Entwicklung der Rohstoffpreise die Geschäftsentwicklung von Forum Uranium?

Richard J. Mazur: Die einzige spürbare Auswirkung auf ein Unternehmen wie Forum zeigt sich beim Thema Finanzierung der Explorationstätigkeiten. Der oben gegebene Ausblick für den Uranmarkt zeichnet ein Bild, wonach wir auch in der nahen Zukunft einen hohen Uranpreis sehen werden, der das Interesse der Investoren an diesem Rohstoff hoch halten dürfte. Das Sentiment für Uran dürfte demnach auch in Zukunft positiv ausfallen und unsere Möglichkeiten, zukünftige Explorationsmaßnahmen zu finanzieren, weiter steigern.

Global SmallCap Report: Gibt es konkrete Pläne zum Erwerb neuer Liegenschaften? Wird in Ihrem Unternehmen darüber diskutiert, auch Projekte außerhalb Kanadas zu erwerben?

Richard J. Mazur: Wir haben unser Portfolio vor kurzem mit einigen neuen Abbauflächen im Athabasca Basin ergänzt. Einige Areale werden in nächster Zeit frei, weil die Explorationsunternehmen nicht genug getan haben, um die Rechte an diesen Liegenschaften zu halten. Unsere Experten werden ein wachsames Auge auf die frei werdenden Liegenschaften im Athabasca Basin und dem Thelon Basin haben. Wir halten an unserem ursprünglichen Geschäftsmodell fest. Ein Investment außerhalb Kanadas müsste schon sehr viel versprechend sein, um uns dazu zu bewegen, unseren Schwerpunkt zu verlagern.

Global SmallCap Report: Was dürfen die Anleger im Hinblick auf die Entwicklung Ihres Unternehmens und der Aktie in den kommenden Jahren erwarten?

Richard J. Mazur: Unser Unternehmen ist derzeit 25 Mio. USD wert. Wir verfügen über gute Liegenschaften, ein außergewöhnlich gutes Management-Team und genug Kapital, um unseren Plan im kommenden Jahr umzusetzen. Sollte es uns gelingen, ein Uranvorkommen mit 50 Millionen Pfund Uran (mit einem derzeitigen Wert von 4,5 Mrd. USD) zu entdecken, würden wir unseren Aktionären eine Menge Geld bescheren.

Global SmallCap Report: Mit welcher Mission haben Sie Ihre Tätigkeit bei Forum Uranium aufgenommen? Inwieweit haben Sie Ihre Ziele erreicht und wo sehen Sie das Unternehmen, verglichen mit Ihren damaligen Vorstellungen, heute?

Richard J. Mazur: Als Geologe mit einem leidenschaftlichen Hang zur Rohstoffexploration im Allgemeinen und dem Uransektor im Speziellen hatte ich von Anfang an die Vision, eine wirtschaftlich zu betreibende Uranmine zu entdecken. Wir haben unsere Explorationstätigkeit stetig vorangebracht und ich denke, wir haben alle Voraussetzungen geschaffen, um diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen.

Global SmallCap Report: Herr Mazur, wir danken Ihnen für das Interview! (Ausgabe vom 26.09.07) (26.09.2007/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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