GEA Group verkaufen
12.07.07 11:55
M.M. Warburg & CO
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von M.M. Warburg & CO, Peter Metzger, rät unverändert zum Verkauf der GEA Group-Aktie.
Innerhalb des Industrieuniversums der Analysten bleibe die GEA Group-Aktie der Titel mit den höchsten Bewertungsmultiples. Das sei insofern erstaunlich, als Titel mit niedrigeren Bewertungskennzahlen teilweise bessere Renditekennzahlen aufweisen würden. Eine simple Relation verdeutliche diesen Sachverhalt: Bei einem Kurs von 26 Euro sei die GEA Group-Aktie mit dem 2,6-fachen des 2008e Buchwerts bewertet; die erwartete Eigenkapitalrendite 2008 würden die Analysten aber nur auf 15% veranschlagen. Bei Eigenkapitalkosten von geschätzten 9,5% würde der angemessene Buchwertmultiplikator bei 1,6 liegen. Nach der RoE/CoE (Eigenkapitalrendite/Eigenkapitalkosten)-Relation würde der faire Wert je Aktie rund 16 Euro betragen.
Die einzige Bewertungsmethode, die zu fairen Werten in der Größenordnung von ca. 20 Euro je Aktie führe, sei die Sum-ofthe-Parts-Methode. Auf Basis der Gewinnschätzungen der Analysten ergebe sich aus der SOP-Bewertung ein fairer Wert je Aktie von knapp 21 Euro. Dabei hätten sie für den Bereich Process Equipment (Prozesskomponenten wie Plattenwärmetauscher, mechanische Trenntechnik, Landtechnik) Bewertungskennzahlen des schwedischen Konkurrenten Alfa Laval angesetzt.
Die Analysten würden es nicht für gerechtfertigt halten, alle Kernsegmente des GEA Group-Konzerns mit den Alfa Laval Multiples zu bewerten, weil insbesondere die Produkte des Bereichs Customized Sytems (Luft- und Kältetechnik) praktisch nichts mit den Erzeugnissen des schwedischen Unternehmens zu tun hätten. Diesen Bereich würden die Analysten mit dem branchendurchschnittlichen EV/EBIT Faktor ihres Industrieuniversums bewerten. Da der dritte Kernbereich von GEA, Process Engineering, u.a. Kühltürme für Kraftwerke sowie Anlagen für die Getränkeindustrie liefere, würden die Analysten es für sinnvoll halten, ein Durchschnittsmultiple aus dem Anlagenbau und der Prozesstechnik (Alfa Laval) anzusetzen.
Aus Sicht der Analysten sei es aufgrund der sehr breiten und heterogenen Produktpalette der GEA Group angemessen, in der Bewertung einen Konglomeratsabschlag zu berücksichtigen. Diese Sichtweise sei auf der letzten Analystenveranstaltung durch die Aussage des Finanzvorstands untermauert worden, der klargestellt habe, dass zwischen den drei Segmenten kaum Synergien bestünden.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung für die GEA Group-Aktie und passen das Kursziel von 17 Euro auf 20 Euro an. (Analyse vom 12.07.2007) (12.07.2007/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Innerhalb des Industrieuniversums der Analysten bleibe die GEA Group-Aktie der Titel mit den höchsten Bewertungsmultiples. Das sei insofern erstaunlich, als Titel mit niedrigeren Bewertungskennzahlen teilweise bessere Renditekennzahlen aufweisen würden. Eine simple Relation verdeutliche diesen Sachverhalt: Bei einem Kurs von 26 Euro sei die GEA Group-Aktie mit dem 2,6-fachen des 2008e Buchwerts bewertet; die erwartete Eigenkapitalrendite 2008 würden die Analysten aber nur auf 15% veranschlagen. Bei Eigenkapitalkosten von geschätzten 9,5% würde der angemessene Buchwertmultiplikator bei 1,6 liegen. Nach der RoE/CoE (Eigenkapitalrendite/Eigenkapitalkosten)-Relation würde der faire Wert je Aktie rund 16 Euro betragen.
Die einzige Bewertungsmethode, die zu fairen Werten in der Größenordnung von ca. 20 Euro je Aktie führe, sei die Sum-ofthe-Parts-Methode. Auf Basis der Gewinnschätzungen der Analysten ergebe sich aus der SOP-Bewertung ein fairer Wert je Aktie von knapp 21 Euro. Dabei hätten sie für den Bereich Process Equipment (Prozesskomponenten wie Plattenwärmetauscher, mechanische Trenntechnik, Landtechnik) Bewertungskennzahlen des schwedischen Konkurrenten Alfa Laval angesetzt.
Aus Sicht der Analysten sei es aufgrund der sehr breiten und heterogenen Produktpalette der GEA Group angemessen, in der Bewertung einen Konglomeratsabschlag zu berücksichtigen. Diese Sichtweise sei auf der letzten Analystenveranstaltung durch die Aussage des Finanzvorstands untermauert worden, der klargestellt habe, dass zwischen den drei Segmenten kaum Synergien bestünden.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung für die GEA Group-Aktie und passen das Kursziel von 17 Euro auf 20 Euro an. (Analyse vom 12.07.2007) (12.07.2007/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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