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So, 19. April 2026, 17:28 Uhr

Gerresheimer AG

WKN: A0LD6E / ISIN: DE000A0LD6E6

Gerresheimer zeichnen


08.06.07 17:39
FOCUS-MONEY

München (aktiencheck.de AG) - Florian Junker, Wertpapierexperte von "FOCUS-MONEY", rät die Aktie von Gerresheimer zu zeichnen.

Als das Unternehmen vor vier Jahren von der Börse genommen worden sei, habe es noch Bierflaschen, Getränkekartons und Plastikverpackungen hergestellt. Heute werde das Geld mit Ampullen, Pipetten und Inhalatoren verdient. Am 11. Juni wolle der Private-Equity-Konzern Blackstone das umgekrempelte Unternehmen wieder aufs Frankfurter Börsenparkett bringen.

Gerresheimer habe den Radikalumbau zum Spezialglashersteller durch Zukäufe forciert. Mit Spuren in der Bilanz: 860 Mio. Euro Schulden und wenig Spielraum für neue Investitionen. Vor diesem Hintergrund wolle Hans-Jürgen Wiecha, Finanzvorstand von Gerresheimer, das frische Börsengeld nutzen, um den hohen Schuldenberg abzubauen. Er habe sich das Ziel gesetzt, die Verbindlichkeiten auf "knapp unter" 400 Mio. Euro zu reduzieren. Der größte Batzen an frischen Mitteln, fließe aber Blackstone zu.

Im Jahr 2004 solle Blackstone etwa 600 Mio. Euro an die Vorbesitzer J.P. Morgan und Investcorp bezahlt haben. Durch den Börsengang könnten nun bis zu 626 Mio. Euro in die Kasse gespült werden. Ferner würden nach wie vor 19,4 Prozent der Anteile an Gerresheimer gehalten.

Wie die Experten berichten würden, sollten 80,6 Prozent der Aktien als Streubesitz an die Börse gebracht werden. Dies wäre bei einem Emissionspreis am oberen Ende der Spanne und einer vollständigen Ausübung der Greenshoe-Option mit über 1,1 Mrd. Euro der bislang größte Börsengang in diesem Jahr. Die im Konsortium beteiligte Dresdner Kleinwort sehe den fairen Gesamtwert bei rund 1,5 Mrd. Euro über der Preisspanne.

Da auch die Graumarktkurse schon jetzt Ähnliches andeuten würden, dürfte im derzeit positiven Marktumfeld der Börsenstart erfolgreich über die Bühne gehen. Gerresheimer werde langfristig im Pharma-Geschäft vom Überalterungstrend profitieren und die Umsätze steigern können. Es gebe aber auch mittelfristig gute Perspektiven: Wiecha erwarte für 2007 eine "schwarze Null" und für 2008 "ein deutlich positives Nettoergebnis". Aber auch an der Börse könnte es aufwärts gehen. Das Unternehmen werde schon heute als heißer Kandidat für den MDAX gehandelt.

Die Experten von "FOCUS-MONEY" empfehlen die Gerresheimer-Aktie zu zeichnen. (Ausgabe 24) (08.06.2007/ac/a/n)




 
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