Halbleitermarkt wächst stark
06.09.00 00:00
Finance-Online
Die Semiconductor Industry Association, kurz SIA, sei, so die Experten von Finance-online, eine weltweite Dachorganisation, welche die Halbleiterindustrie nach außen hin vertrete.
Sie habe heute die Halbleiter-Umsatzzahlen für Juli veröffentlicht. Demnach seien die Umsätze um über 50% von $11,5 Mrd. in Juli 1999 auf $17,32 Mrd. im
selben Zeitraum diesen Jahres gestiegen. Nach Regionen aufgeteilt sei der Output im Asien-Pazifikraum um 57,3%, in Japan um 52% gegenüber dem Vorjahr gewachsen.
Taiwan und Südkorea gehörten zu den weltweit führenden Halbleiter-Fertigungs-Ländern. In Südkorea seien die beiden größten Speicherchiphersteller der Welt Samsung und Hyundai ansässig, in Taiwan gebe es die weltweit größten Foundrys. Dies seien Konzerne, die Chips für meist kleinere Unternehmen in ihren Fabriken fremdfertigen. In Europa und den USA seien die Umsätze über 46% gestiegen.
Für das gesamte Jahr rechne der Verband mit einer Steigerung von 31%, da diese Wachstumsquote durch einen besonders schlechten Juli im vergangenen Jahr zustande gekommen sei.
Seit Anfang der 50er Jahre existiere der Halbleitermarkt und sei seither um jährlich 17% gewachsen, wobei es charakteristische Vier-Jahre dauernde Zyklen gebe. Vier Jahre lang gehe es aufwärts, 4 Jahre lang stagniere die Branche. Diese Zyklen seien nur durch besonders einschneidende Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterbrochen worden.
Dies könnte zur Zeit jedoch der Fall sein, da durch den enormen Bedarf an Halbleitern für die globale Vernetzung im Rahmen von Internet und Telekommunikation noch gewaltiges Potential bestehe. Auch in Bereiche wie die KFZ-Technologie, wo bisher nur relativ wenige Halbleiter eingesetzt würden, drängten sie immer mehr vor.
Einzig der PC-Markt wachse zur Zeit nicht mehr so rasant wie noch vor Jahren, doch 15% bis 20% Wachstum pro Jahr seien auch nicht zu verachten. Was natürlich diese Umsätze besonders stark in die Höhe getrieben habe, seien die in den vergangenen 12 Monaten stark angezogenen Halbleiterpreise. So hätten sich die Preise für Flash-Memory Speicher aufgrund der enormen Nachfrage aus dem Handy-Sektor in dieser Zeit beinahe verdoppelt und auch andere Halbleiterpreise seien überproportional gestiegen.
Dagegen hätten die Preise für PC-Prozessoren in der Zwischenzeit nur unmerklich angezogen, da AMD den Weltmarktführer Intel zu schneller als gewöhnlich stattfindenden Preissenkungen gezwungen habe.
Insgesamt sei anzumerken, dass die Steigerung wahrscheinlich noch höher ausgefallen wäre, wenn nicht viele Unternehmen an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt wären. So sei beispielsweise Taiwan Semiconductor Manufactoring, die weltweit größte Foundry, zur Zeit zu 110% ausgelastet.
Das Gros der Brancheninsider erwarte, dass die weltweiten Umsätze mit Halbleitern noch zwei Jahre lang ansteigen würden und in 2003 dann stagnierten. Es solle aber zu keinen solchen Überkapazitäten kommen, wie Mitte der 90er Jahre, weil der Bedarf auch in Zukunft einfach immens und nicht mehr wie bisher sehr eng am PC-Bedarf gekoppelt sei. Bis 2005 solle der Telekommunikationsmarkt boomen und die weltweiten Glasfaser-Netze weiterhin ausgebaut werden.
Solange sollte diese historisch sehr zyklische Branche keinen Einbruch erleben. Was danach komme, sei dahingestellt.
Sie habe heute die Halbleiter-Umsatzzahlen für Juli veröffentlicht. Demnach seien die Umsätze um über 50% von $11,5 Mrd. in Juli 1999 auf $17,32 Mrd. im
selben Zeitraum diesen Jahres gestiegen. Nach Regionen aufgeteilt sei der Output im Asien-Pazifikraum um 57,3%, in Japan um 52% gegenüber dem Vorjahr gewachsen.
Taiwan und Südkorea gehörten zu den weltweit führenden Halbleiter-Fertigungs-Ländern. In Südkorea seien die beiden größten Speicherchiphersteller der Welt Samsung und Hyundai ansässig, in Taiwan gebe es die weltweit größten Foundrys. Dies seien Konzerne, die Chips für meist kleinere Unternehmen in ihren Fabriken fremdfertigen. In Europa und den USA seien die Umsätze über 46% gestiegen.
Für das gesamte Jahr rechne der Verband mit einer Steigerung von 31%, da diese Wachstumsquote durch einen besonders schlechten Juli im vergangenen Jahr zustande gekommen sei.
Seit Anfang der 50er Jahre existiere der Halbleitermarkt und sei seither um jährlich 17% gewachsen, wobei es charakteristische Vier-Jahre dauernde Zyklen gebe. Vier Jahre lang gehe es aufwärts, 4 Jahre lang stagniere die Branche. Diese Zyklen seien nur durch besonders einschneidende Änderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen unterbrochen worden.
Einzig der PC-Markt wachse zur Zeit nicht mehr so rasant wie noch vor Jahren, doch 15% bis 20% Wachstum pro Jahr seien auch nicht zu verachten. Was natürlich diese Umsätze besonders stark in die Höhe getrieben habe, seien die in den vergangenen 12 Monaten stark angezogenen Halbleiterpreise. So hätten sich die Preise für Flash-Memory Speicher aufgrund der enormen Nachfrage aus dem Handy-Sektor in dieser Zeit beinahe verdoppelt und auch andere Halbleiterpreise seien überproportional gestiegen.
Dagegen hätten die Preise für PC-Prozessoren in der Zwischenzeit nur unmerklich angezogen, da AMD den Weltmarktführer Intel zu schneller als gewöhnlich stattfindenden Preissenkungen gezwungen habe.
Insgesamt sei anzumerken, dass die Steigerung wahrscheinlich noch höher ausgefallen wäre, wenn nicht viele Unternehmen an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt wären. So sei beispielsweise Taiwan Semiconductor Manufactoring, die weltweit größte Foundry, zur Zeit zu 110% ausgelastet.
Das Gros der Brancheninsider erwarte, dass die weltweiten Umsätze mit Halbleitern noch zwei Jahre lang ansteigen würden und in 2003 dann stagnierten. Es solle aber zu keinen solchen Überkapazitäten kommen, wie Mitte der 90er Jahre, weil der Bedarf auch in Zukunft einfach immens und nicht mehr wie bisher sehr eng am PC-Bedarf gekoppelt sei. Bis 2005 solle der Telekommunikationsmarkt boomen und die weltweiten Glasfaser-Netze weiterhin ausgebaut werden.
Solange sollte diese historisch sehr zyklische Branche keinen Einbruch erleben. Was danach komme, sei dahingestellt.
