Hannover Rück halten
04.02.10 15:25
M.M. Warburg & CO
Hamburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von M.M. Warburg & CO, Ralf Dibbern, rät unverändert zum Halten der Hannover Rück-Aktie (ISIN DE0008402215 / WKN 840221).
Das Management der Hannover Rück habe die strategischen Margenziele reduziert. Ursächlich hierfür sei aus Sicht der Analysten das anhaltend niedrige Zinsniveau. Die Hannover Rück erwarte für das laufende Jahr auf der Basis des risikoarmen Investmentportfolios eine Rendite von nur noch 3,0-3,5% (bisher: 3,5%). Die Analysten seien hier bisher von 3,0% ausgegangen. Da für das laufende Jahr auch hinsichtlich der Schadenbelastung von einer Verschlechterung um 100bp ausgegangen werde, rechne das Management im Bereich der Schaden/Unfallversicherung mit einer EBIT Rendite von 10% (bisher: 12,5%). Die Schätzung der Analysten für 2010 und 2011 habe hier bei 11% gelegen, womit sich für sie ein leichter Revisionsbedarf ergebe.
Im Bereich der Personenversicherung sehe die Hannover Rück mittelfristig eine EBIT-Rendite von 6-7% (bisher: 6,5-7,5%) als realistisch an. Die Analysten seien hier für das laufende Jahr von einem Wert von 6,4% ausgegangen und befänden sich damit innerhalb der genannten Bandbreite. Die Eigenkapitalrendite auf Konzernebene sollte dennoch 15% erreichen. Allerdings erfordere dies ihres Erachtens nach eine CR von rund 95-96%.
Ebenso wie die Wettbewerber habe die Hannover Rück über eine weitgehend stabile Erneuerungssaison berichtet. Nach Aussagen des Managements sei das Angebot an erstklassigem Rückversicherungsschutz (S&P AA Kapazität) nach wie vor knapp, so dass die Preise für entsprechende Deckungen trotz relativ niedriger Schadenlasten stabil hätten gehalten werden können. Über eine anhaltend positive Tendenz habe die Hannover Rück im Bereich der proportionalen Verträge berichtet, wo per Saldo Prämienerhöhungen hätten durchgesetzt werden können. Im Bereich der nicht-proportionalen Deckungen sei die Situation stabil gewesen. In der Summe rechne das Management nach den Januar Renewals und unter Berücksichtigung der weiteren Erneuerungstermine in 2010 mit einem Prämienzuwachs (ohne fakultative und strukturierte Deckungen) von 4% (MMWe: 5%).
Die Hannover Rück habe bisher noch keine Indikation hinsichtlich der Ergebnisse des Jahres 2009 gegeben. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das Nettoergebnis 2009 nahe 700 Mio. EUR liegen werde. Enthalten sei hier ein Einmalertrag in Höhe von 80 Mio. EUR, der im Zusammenhang mit der Akquisition eines Lebensversicherungsportfolios verbucht worden sei.
Für das laufende Jahr würden die Analysten unter den gegebenen Bedingungen einen Nettogewinn von rund 520 Mio. EUR für realistisch halten, wobei sie hier von einem ROI von 3,1% und einer Combined Ratio von 98% ausgehen würden. Damit wäre ein ROE von 13% erreichbar. Die Hannover Rück bleibe ein gut geführtes und hoch profitables Unternehmen, dennoch sähen die Analysten aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der derzeit eingeschränkten Wachstumsmöglichkeiten kein signifikantes Kurspotenzial.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO empfehlen weiterhin, die Aktien der Hannover Rück zu halten. (Analyse vom 04.02.2010) (04.02.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Das Management der Hannover Rück habe die strategischen Margenziele reduziert. Ursächlich hierfür sei aus Sicht der Analysten das anhaltend niedrige Zinsniveau. Die Hannover Rück erwarte für das laufende Jahr auf der Basis des risikoarmen Investmentportfolios eine Rendite von nur noch 3,0-3,5% (bisher: 3,5%). Die Analysten seien hier bisher von 3,0% ausgegangen. Da für das laufende Jahr auch hinsichtlich der Schadenbelastung von einer Verschlechterung um 100bp ausgegangen werde, rechne das Management im Bereich der Schaden/Unfallversicherung mit einer EBIT Rendite von 10% (bisher: 12,5%). Die Schätzung der Analysten für 2010 und 2011 habe hier bei 11% gelegen, womit sich für sie ein leichter Revisionsbedarf ergebe.
Im Bereich der Personenversicherung sehe die Hannover Rück mittelfristig eine EBIT-Rendite von 6-7% (bisher: 6,5-7,5%) als realistisch an. Die Analysten seien hier für das laufende Jahr von einem Wert von 6,4% ausgegangen und befänden sich damit innerhalb der genannten Bandbreite. Die Eigenkapitalrendite auf Konzernebene sollte dennoch 15% erreichen. Allerdings erfordere dies ihres Erachtens nach eine CR von rund 95-96%.
Die Hannover Rück habe bisher noch keine Indikation hinsichtlich der Ergebnisse des Jahres 2009 gegeben. Die Analysten würden davon ausgehen, dass das Nettoergebnis 2009 nahe 700 Mio. EUR liegen werde. Enthalten sei hier ein Einmalertrag in Höhe von 80 Mio. EUR, der im Zusammenhang mit der Akquisition eines Lebensversicherungsportfolios verbucht worden sei.
Für das laufende Jahr würden die Analysten unter den gegebenen Bedingungen einen Nettogewinn von rund 520 Mio. EUR für realistisch halten, wobei sie hier von einem ROI von 3,1% und einer Combined Ratio von 98% ausgehen würden. Damit wäre ein ROE von 13% erreichbar. Die Hannover Rück bleibe ein gut geführtes und hoch profitables Unternehmen, dennoch sähen die Analysten aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus und der derzeit eingeschränkten Wachstumsmöglichkeiten kein signifikantes Kurspotenzial.
Die Analysten von M.M. Warburg & CO empfehlen weiterhin, die Aktien der Hannover Rück zu halten. (Analyse vom 04.02.2010) (04.02.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
15:31
, JPMORGAN
JPMorgan belässt Hannover Rück auf 'Neutral' - Zi [...]NEW YORK (dpa-AFX Analyser) - Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Hannover Rück vor Quartalszahlen ...
21.04.26
, aktiencheck.de
DAX Analyse: Scout24, RWE und Allianz retten S [...]Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - DAX Analyse: Scout24, RWE und Allianz retten die Stimmung – warum Öl, ...
20.04.26
, aktiencheck.de
DAX Analyse: Öl-Schock. RWE, Commerzbank, De [...]Bad Marienberg (www.aktiencheck.de) - DAX Analyse: Öl-Schock. RWE, Commerzbank und Deutsche Börse trotzen ...
