Hegener & Glaser Mantelspek.
23.10.00 00:00
Share-Infos
Wie aus einem Schachcomputerhersteller der führende Musical-Wachstumswert werden soll, berichten die Analysten vom Börsenbrief Share Infos.
Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) habe sich im Februar diesen Jahres für rund 40 Mio. DM die aussichtsreichen Teile der Unternehmensaktivitäten der ehemaligen Stella Musical AG gesichert, heißt es in dem Bericht. Das Phantom der Oper, Cats, Die Schöne und das Biest, Starlight Express, Der Glöckner von Notre Dame sowie Tanz der Vampire würden zukünftig von der neu gegründeten DEAG-Tochter Stella Entertainment AG betrieben.
Um die neue Unternehmenstochter möglichst noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen, soll die Stella Entertainment AG in den börsennotierten Aktienmantel der Hegener & Glaser AG (WKN 604070 ) eingebracht werden. Zu diesem Zweck habe die DEAG - wie am 20.10. in einer Pressemitteilung bekannt gegeben worden sei - 75,4% der Hegener & Glaser AG erworben. Nach dem Verkauf des Schachcomputergeschäfts verfüge Hegener & Glaser lediglich über die Liquidität aus der letzten Kapitalerhöhung, ansonsten würden derzeit keine weiteren Aktivitäten verfolgt. Das Unternehmen sei zur Zeit also noch ein Mantel im reinsten Sinne.
Über die Einbringung der Stella Entertainment soll nach Angaben der Experten bereits Anfang Dezember eine außerordentliche Hauptversammlung der Hegener & Glaser AG entscheiden. Der Großaktionär werde 100% der Anteile der Stella Entertainment AG einbringen, die freien Aktionäre wiederum sollen durch eine begleitende Barkapitalerhöhung die Möglichkeit erhalten, junge Aktien zu zeichnen. Bei einer reibungslosen Einbringung werde die Aktie schon ab Januar unter dem neuen Namen im Kurszettel zu finden sein. Zwischen dem im Juni bekannt gegebenen Verkauf des Schachcomputergeschäfts und der Einbringung eines neuen Geschäftszwecks bei Hegener & Glaser wären dann lediglich 7 Monate vergangen.
Nach Meinung der Analysten der Share Infos sei hier bisher ausgesprochen schnell, sauber und professionell gearbeitet worden. Mit dem Barbezugsrecht für freie Aktionäre werde gleichzeitig signalisiert, dass man den Streubesitz pflegen möchte und keinen Wert auf eine gerichtliche Auseinandersetzung lege. Das neue entstehende Unternehmen werde in der Lage sein, in der ersten Liga der Unterhaltungsunternehmen mitzuspielen. Es beschäftige 1.700 Mitarbeiter und erwirtschafte in der jetzigen Struktur mindestens 300 Mio. DM Jahresumsatz. Dabei solle schon ab dem Jahr 2000 ein positiver Cashflow, ab dem Jahr 2001 dann auch ein Gewinn ausgewiesen werden. Die alte Stella Musical AG habe nicht etwa ein Problem mit ihren Produkten oder dem Kartenverkauf gehabt, sondern sei vor allem Opfer von Eigeninteressen und Inkompetenz des Management geworden.
Die DEAG habe das Unternehmen drastisch verschlankt, heißt es in dem Bericht weiter. So sei der Personalapparat von 5000 auf aktuell 1700 Mitarbeiter reduziert worden und durch das Insolvenzrecht sei es möglich gewesen sehr günstige Mietbedingungen für die Musical Gebäude auszuhandeln. Der Kartenverkauf werde zukünftig zu großen Teilen über die DEAG abgewickelt, da diese bekanntlich als Kartenverkäuferin für zahllose Großevents fungiere. Die neue Stella Entertainment profitiere auch von den diversen Joint-Ventures der Muttergesellschaft, z. B. der Zusammenarbeit der DEAG mit Lufthansa und dem Axel Springer Verlag, durch die eine verbesserte Werbewirkung in Zeitschriften und zusätzliche Kundenkontakte erreicht werden könne.
Auch durch den gemeinsamen Einkauf mit der DEAG könnten für die Spielstätten erhebliche Einsparungen erzielt werden, heißt es Seitens de Analysten weiter. Zusätzlich wolle die DEAG die hauseigenen Verbindungen zu Konzertveranstaltern und Musikgruppen nutzen, um die Musical-Gebäude während der spielfreien Zeit mit alternativen Pop- und Rockevents auszunutzen. Damit zeichne sich denn auch schon ab, dass die neue Musical-Gesellschaft weit mehr zu bieten habe, als eine Fortführung der bekannten Kassenschlager, heißt es in dem Bericht weiter. Schon heute sei abzusehen, dass die Stella Entertainment zum Wachstumsunternehmen ausgebaut werden solle.
Bei 640.000 ausstehenden Aktien weise Hegener derzeit eine Marktkapitalisierung von 32 Mio. DM auf. Ein Vergleich mit den bislang bekannten Kennziffern der Stella Entertainment (300 Mio. DM Mindestumsatz, 15 Mio. DM mittelfristiger Plangewinn) mache schnell klar, dass die heutigen Hegener-Aktionäre an einem Unternehmen beteiligt würden, das mittelfristig um ein Vielfaches größer sein werde, als es Hegener in der alten Struktur je war. Der Kurs der Hegener-Aktie könne deshalb im Falle einer günstigen Einbringung um ein Mehrfaches steigen.
Würde die DEAG die neue Tochter mit einer Bewertung von 40 Mio. DM in die Hegener und Glaser AG einfließen lassen, so wäre ein Kursexplosion der Hegener-Aktie praktisch vorprogrammiert. Eine Bewertung von 40 Mio. DM entspräche nur dem 2,6fachen des mittelfristig angepeilten Vorsteuergewinns. Ob die DEAG dem immerhin 24,6% großen Streubesitz der Hegener & Glaser AG diesen Gefallen tun werde, muß nach Ansicht des Analysten abgewartet werden. Eine recht günstige Einbringung sei allerdings sicher. Eine horrende Bewertung mache keinen Sinn, würde dadurch doch die Börsenstory der neuen Stella schon im Ansatz erstickt. Zudem ließe sich eine hohe Bewertung angesichts des gerade erst in der Realisierung befindlichen Turnarounds auch rechtlich kaum durchsetzen, wenn ein freier Aktionär dagegen klagen würde. In diesem Zusammenhang ließe sich auch trefflich darüber spekulieren, inwiefern der Streubesitz geringer sei als die offiziellen 24,6%, so die Analysten weiter.
Die Hegener-Aktie habe in Mantelkreisen schon seit Jahren als aussichtsreiches Spekulationsobjekt gegolten. Es sei kein Geheimnis, dass ein bekannter Kölner Kaufmann, dessen Name u.a. im Zusammenhang mit den Allerthal Werken (u.a. Großaktionär von Rheiner Moden) falle, in früheren Jahren mit Paketen im Prozentbereich auf Hauptversammlungen von Hegener und Glaser aufgetaucht sei. Auch der aus mehreren Presseberichten bekannte Dirk Schellenberger, der heute im Vorstand der Deutschen Balton Holding (DBBH) sitze, habe in seinen Veröffentlichungen frühzeitig auf die Hegener-Aktie aufmerksam gemacht.
Da die DEAG bislang nicht mit Mantelkäufen aufgefallen sei, die ganze Abwicklung des Hegener-Deals aber mit einer beachtlichen Professionalität durchgeführt worden sei, könnten zumindest Mutmaßungen angestellt werden. Insofern wäre es zumindest nach Ansicht des Analysten nicht überraschend, wenn ein bedeutender Teil des vermeintlichen Streubesitzes in festen Händen läge, die vielleicht sogar hinter den Kulissen am Hegener-Deal mitgewirkt hätten.
Für Diejenigen, die in das Papier und damit frühzeitig in den zukünftigen Wachstumstitel Stella Entertainment investieren möchten, sei es schwer eine Einstiegsstrategie aufzuzeigen. Da das sehr marktenge Papier in nächster Zeit wild fluktuieren werde, sei ein Engagement nur Anlegern zu empfehlen, die mit derart volatilen Titeln umzugehen wüssten. Zudem sei zu beachten, dass im Zuge der anstehenden Barkapitalerhöhung möglicherweise ein Mehrfaches des heutigen Wertes der Hegener Aktie nachgeschossen werden müsse. Gehandelt werde Hegener in München (nur Kassakurs) und Hamburg (variabel).
Die Deutsche Entertainment AG (DEAG) habe sich im Februar diesen Jahres für rund 40 Mio. DM die aussichtsreichen Teile der Unternehmensaktivitäten der ehemaligen Stella Musical AG gesichert, heißt es in dem Bericht. Das Phantom der Oper, Cats, Die Schöne und das Biest, Starlight Express, Der Glöckner von Notre Dame sowie Tanz der Vampire würden zukünftig von der neu gegründeten DEAG-Tochter Stella Entertainment AG betrieben.
Um die neue Unternehmenstochter möglichst noch in diesem Jahr an die Börse zu bringen, soll die Stella Entertainment AG in den börsennotierten Aktienmantel der Hegener & Glaser AG (WKN 604070 ) eingebracht werden. Zu diesem Zweck habe die DEAG - wie am 20.10. in einer Pressemitteilung bekannt gegeben worden sei - 75,4% der Hegener & Glaser AG erworben. Nach dem Verkauf des Schachcomputergeschäfts verfüge Hegener & Glaser lediglich über die Liquidität aus der letzten Kapitalerhöhung, ansonsten würden derzeit keine weiteren Aktivitäten verfolgt. Das Unternehmen sei zur Zeit also noch ein Mantel im reinsten Sinne.
Über die Einbringung der Stella Entertainment soll nach Angaben der Experten bereits Anfang Dezember eine außerordentliche Hauptversammlung der Hegener & Glaser AG entscheiden. Der Großaktionär werde 100% der Anteile der Stella Entertainment AG einbringen, die freien Aktionäre wiederum sollen durch eine begleitende Barkapitalerhöhung die Möglichkeit erhalten, junge Aktien zu zeichnen. Bei einer reibungslosen Einbringung werde die Aktie schon ab Januar unter dem neuen Namen im Kurszettel zu finden sein. Zwischen dem im Juni bekannt gegebenen Verkauf des Schachcomputergeschäfts und der Einbringung eines neuen Geschäftszwecks bei Hegener & Glaser wären dann lediglich 7 Monate vergangen.
Nach Meinung der Analysten der Share Infos sei hier bisher ausgesprochen schnell, sauber und professionell gearbeitet worden. Mit dem Barbezugsrecht für freie Aktionäre werde gleichzeitig signalisiert, dass man den Streubesitz pflegen möchte und keinen Wert auf eine gerichtliche Auseinandersetzung lege. Das neue entstehende Unternehmen werde in der Lage sein, in der ersten Liga der Unterhaltungsunternehmen mitzuspielen. Es beschäftige 1.700 Mitarbeiter und erwirtschafte in der jetzigen Struktur mindestens 300 Mio. DM Jahresumsatz. Dabei solle schon ab dem Jahr 2000 ein positiver Cashflow, ab dem Jahr 2001 dann auch ein Gewinn ausgewiesen werden. Die alte Stella Musical AG habe nicht etwa ein Problem mit ihren Produkten oder dem Kartenverkauf gehabt, sondern sei vor allem Opfer von Eigeninteressen und Inkompetenz des Management geworden.
Auch durch den gemeinsamen Einkauf mit der DEAG könnten für die Spielstätten erhebliche Einsparungen erzielt werden, heißt es Seitens de Analysten weiter. Zusätzlich wolle die DEAG die hauseigenen Verbindungen zu Konzertveranstaltern und Musikgruppen nutzen, um die Musical-Gebäude während der spielfreien Zeit mit alternativen Pop- und Rockevents auszunutzen. Damit zeichne sich denn auch schon ab, dass die neue Musical-Gesellschaft weit mehr zu bieten habe, als eine Fortführung der bekannten Kassenschlager, heißt es in dem Bericht weiter. Schon heute sei abzusehen, dass die Stella Entertainment zum Wachstumsunternehmen ausgebaut werden solle.
Bei 640.000 ausstehenden Aktien weise Hegener derzeit eine Marktkapitalisierung von 32 Mio. DM auf. Ein Vergleich mit den bislang bekannten Kennziffern der Stella Entertainment (300 Mio. DM Mindestumsatz, 15 Mio. DM mittelfristiger Plangewinn) mache schnell klar, dass die heutigen Hegener-Aktionäre an einem Unternehmen beteiligt würden, das mittelfristig um ein Vielfaches größer sein werde, als es Hegener in der alten Struktur je war. Der Kurs der Hegener-Aktie könne deshalb im Falle einer günstigen Einbringung um ein Mehrfaches steigen.
Würde die DEAG die neue Tochter mit einer Bewertung von 40 Mio. DM in die Hegener und Glaser AG einfließen lassen, so wäre ein Kursexplosion der Hegener-Aktie praktisch vorprogrammiert. Eine Bewertung von 40 Mio. DM entspräche nur dem 2,6fachen des mittelfristig angepeilten Vorsteuergewinns. Ob die DEAG dem immerhin 24,6% großen Streubesitz der Hegener & Glaser AG diesen Gefallen tun werde, muß nach Ansicht des Analysten abgewartet werden. Eine recht günstige Einbringung sei allerdings sicher. Eine horrende Bewertung mache keinen Sinn, würde dadurch doch die Börsenstory der neuen Stella schon im Ansatz erstickt. Zudem ließe sich eine hohe Bewertung angesichts des gerade erst in der Realisierung befindlichen Turnarounds auch rechtlich kaum durchsetzen, wenn ein freier Aktionär dagegen klagen würde. In diesem Zusammenhang ließe sich auch trefflich darüber spekulieren, inwiefern der Streubesitz geringer sei als die offiziellen 24,6%, so die Analysten weiter.
Die Hegener-Aktie habe in Mantelkreisen schon seit Jahren als aussichtsreiches Spekulationsobjekt gegolten. Es sei kein Geheimnis, dass ein bekannter Kölner Kaufmann, dessen Name u.a. im Zusammenhang mit den Allerthal Werken (u.a. Großaktionär von Rheiner Moden) falle, in früheren Jahren mit Paketen im Prozentbereich auf Hauptversammlungen von Hegener und Glaser aufgetaucht sei. Auch der aus mehreren Presseberichten bekannte Dirk Schellenberger, der heute im Vorstand der Deutschen Balton Holding (DBBH) sitze, habe in seinen Veröffentlichungen frühzeitig auf die Hegener-Aktie aufmerksam gemacht.
Da die DEAG bislang nicht mit Mantelkäufen aufgefallen sei, die ganze Abwicklung des Hegener-Deals aber mit einer beachtlichen Professionalität durchgeführt worden sei, könnten zumindest Mutmaßungen angestellt werden. Insofern wäre es zumindest nach Ansicht des Analysten nicht überraschend, wenn ein bedeutender Teil des vermeintlichen Streubesitzes in festen Händen läge, die vielleicht sogar hinter den Kulissen am Hegener-Deal mitgewirkt hätten.
Für Diejenigen, die in das Papier und damit frühzeitig in den zukünftigen Wachstumstitel Stella Entertainment investieren möchten, sei es schwer eine Einstiegsstrategie aufzuzeigen. Da das sehr marktenge Papier in nächster Zeit wild fluktuieren werde, sei ein Engagement nur Anlegern zu empfehlen, die mit derart volatilen Titeln umzugehen wüssten. Zudem sei zu beachten, dass im Zuge der anstehenden Barkapitalerhöhung möglicherweise ein Mehrfaches des heutigen Wertes der Hegener Aktie nachgeschossen werden müsse. Gehandelt werde Hegener in München (nur Kassakurs) und Hamburg (variabel).
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