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WKN: 605310 / ISIN: DE0006053101

Herlitz kaufen


02.07.03 16:44
Der Börsendienst

Die Experten von "Der Börsendienst" stufen die Aktie von Herlitz (ISIN DE0006053101 / WKN 605310) mit "kaufen" ein.

Den Grundstock habe Carl Herlitz mit Gründung einer Großhandlung für Papier- und Schreibwaren am 21. September 1904 in Berlin gelegt. Herlitz gehöre heute als eines der bekanntesten deutschen Traditionsunternehmen zu den führenden Herstellern von Papier-, Büro- und Schreibwaren (PBS) in Europa. In Osteuropa sei Herlitz bereits heute Marktführer. Nachdem das Traditionsunternehmen Herlitz Mitte der Neunziger Jahre mit 5.400 Mitarbeitern noch rund 700 Mio. Euro umgesetzt habe, hätten schwere Managementfehler die Gesellschaft in eine Krise geführt.

Herlitz habe am 5. Juni 2002 nach gescheiterten Gesprächen über Kreditverlängerungen das Insolvenzverfahren eröffnen müssen. Bereits am 16.09.02, also keine 4 Monate später, sei das Insolvenzverfahren wieder aufgehoben worden. Unter der Führung des neuen Vorstandsvorsitzenden Dr. Christian Supthut (seit 01.03.02 im Amt) sei es dem Management zusammen mit dem Insolvenzverwalter gelungen ein Konzept zur Fortführung der Gesellschaft zu entwickeln.

Gleichzeitig sei auch das operative Geschäft stabilisiert worden: So habe das Betriebsergebnis von -41 Mio. Euro (Geschäftsjahr 2001) auf beachtliche 15 Mio. Euro in 2002 gesteigert werden können. Dies obwohl der Umsatz um ca. 62 Mio. Euro oder 14% konjunkturbedingt zurück gegangen sei. Trotz der Insolvenzphase in 2002 seien keine wesentlichen Kunden- oder Lieferantenausfälle zu verzeichnen. Der Jahresüberschuss in 2002 habe sogar 99 Mio. Euro betragen, nach einem Minus von 134 Mio. Euro im Jahr zuvor. Hierin seien jedoch positive Sondereffekte in Höhe von 96 Mio. Euro enthalten, die aus dem Verkauf von Immobilien und dem Verzicht von Gläubigern, Pensionsverpflichtungen sowie dem Insolvenzgeld resultiert hätten. Die Eigenkapitalquote sei wieder über 22 Prozent. Dass der Turnaround wohl geschafft sei, zeige die planmäßige Entwicklung im ersten Quartal 2003: Der Umsatz liege bei 82 Mio. Euro, ca. 10 Mio. Euro unter dem Vorjahresumsatz.

Davon würden etwa 3 Mio. Euro von strukturellen Veränderungen des Konsolidierungskreises rühren, die schwache Konjunktur mache ihr übriges. Bemerkenswert sei die Verbesserung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um ca. 4. Mio. Euro auf minus 4,8 Mio. Euro. Aufgrund der hohen Abhängigkeit vom Schulanfangs- und Weihnachtsgeschäft sei Herlitz traditionell im 1. Halbjahr defizitär.

Der schwedische Esselte-Konzern mit 6.500 Mitarbeitern sei weltweit führender Anbieter von klassischem Bürobedarf und wolle seinen Umsatz von derzeit mehr als 1,2 Mrd. Dollar in knapp vier Jahren verdoppeln. Ohne Übernahmen sei dieses Ziel nicht zu erreichen. Bereits Ende 1998 sei der deutsche Marktführer für Bürobedarf Leitz von Esselte geschluckt worden. Im Juli 2002 seien die Schweden von der amerikanische Investmentgesellschaft J.W. Childs, die die Spitzenposition der Schweden im weltweiten Büroartikelmarkt ausbauen wollten, übernommen worden.

Childs verfüge über ein Investitionsvolumen von über drei Milliarden Dollar. Esselte gelte auch als vorteilhafter Partner für Herlitz, weil die Unternehmen etwa ihre jeweiligen Produkte über die Vertriebsschienen des anderen vermarkten könnten. Aufgrund des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz müsste ein Käufer des Bankenpaketes allen freien Aktionären das selbe Angebot wie den Banken unterbreiten. Es sei mehr als unwahrscheinlich, dass die Banken ihr 67%-Paket unter 4,26 Euro abgeben würden. Zu diesem Kurs sei die letzte Barkapitalerhöhung erfolgt. Auch wollten die Banken ihren Kreditverzicht abgegolten bekommen. Der Wert des Markennamens und die Marktstellung von Herlitz würden höhere Kurse rechtfertigen. Das Eigenkapital betrage ca. 4 Euro je Aktie.

Die Experten von "Der Börsendienst" empfehlen die Aktie von Herlitz zu kaufen. Das Kursziel auf Sicht von 12 Wochen werde bei mehr als 5 Euro gesehen.





 
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