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Sa, 25. April 2026, 5:44 Uhr

Microsoft Corp

WKN: 870747 / ISIN: US5949181045

Microsoft Gewinnmitnahme


28.05.10 12:27
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, rät bei der Aktie von Microsoft zur Gewinnmitnahme.

Der US-Softwarekonzern Microsoft habe im laufenden Geschäftsjahr bislang überzeugende Zahlen vorgelegt. In den ersten drei Quartalen des am 30.06.2010 endenden Geschäftsjahres habe der Softwareriese 46,44 Mrd. USD erlöst. Das seien 1,1 Mrd. mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn sei um 23,6% auf 14,24 Mrd. USD gestiegen. Die operative Marge habe sich auf 39,1% erhöht. Für das Gesamtjahr werde mit einem Umsatz von 61,8 Mrd. USD gerechnet.

Microsoft gebe selbst keinen Ausblick zu Erlösen und Gewinn, prognostiziere jedoch operative Kosten zwischen 26,1 und 26,3 Mrd. USD. Demnach ergäbe sich ein operatives Ergebnis von 35,5 Mrd. USD. Entsprechend günstig entwickle sich das Nettofinanzguthaben des Unternehmens weiter. Zum Geschäftsjahresende würden es wohl knapp 43 Mrd. USD sein. Refinanzierungsdruck komme da nicht auf. Auch die Eigenkapitalausstattung sei über alle Zweifel erhaben.

Mit einer Eigenkapitalquote von 54% seien die Amerikaner bestens ausgestattet. Die stetige Verbesserung dieser Kennzahl sei auch auf die geizige Dividendenpolitik zurückzuführen. Für das Jahr 2010 würden gerade einmal 0,54 USD je Aktie ausgekehrt. Das neue Betriebssystem "Windows 7" habe Microsoft wieder in die Erfolgsspur zurückgeführt, sei doch der Vorgänger "Windows Vista" eher ein Ladenhüter gewesen. Die Margen bei den Windows Produkten seien immer noch königlich. Im abgelaufenen dritten Quartal habe Microsoft bei diesen Produkten eine operative Marge von 70,5% erzielt.

Microsoft sei und bleibe der klare Branchenprimus bei Computer-Betriebssystemen und erreiche damit einen Marktanteil von über 90%. Auch die Margen würden diesen Unternehmensbereich zur unangefochtenen Cash-Cow des Konzerns machen. Aufgrund der sehr hohen Marktdurchdringung sei weiteres Wachstum aber nur durch eine weltweite höhere PC-Nachfrage zu erzielen. Den Verdrängungswettbewerb habe Microsoft schon lange gewonnen. Somit müsse man sich auf weiteren Geschäftsfeldern betätigen, um neue Zuwächse zu generieren.

Und genau an dieser Stelle hake es im Unternehmen. Weder die Spielekonsole Xbox, noch der Musikplayer Zune, oder das Online-Geschäft würden die gewünschten Erfolge bringen. Im Gegenteil würden diese Segmente sogar für Verluste sorgen. Daneben treffe Microsoft hier auf schwergewichtige Mitbewerber, wie Apple, Google und IBM, die allesamt im Geld schwimmen würden. Auch deren Marktkapitalisierung sei so groß, dass Microsoft diese Rivalen nicht übernehmen könne. Somit bleibe abzuwarten, inwieweit Microsoft sich durch innovative Produkte gegen die Wettbewerber behaupten könne.

Vor diesem Hintergrund und der hohen Währungsgewinne, die auf der Microsoft-Aktie liegen, raten die Analysten der Oldenburgischen Landesbank derzeit zu Gewinnmitnahmen. (Analyse vom 28.05.2010) (28.05.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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