Netflix Gewinne realisieren
26.01.04 09:01
iWatch
Die Experten von "iWatch" empfehlen einen Teil der Gewinne in Aktien von Netflix mitzunehmen.
"So tonight I'm gonna party like it's 1999" - "So werde ich heute Nacht feiern, als wäre es 1999" habe der Rockmusiker Prince in einem seiner besten Songs gesungen. So komme es den Experten derzeit an der Börse vor!
Es scheine die Anleger nicht zu interessieren, dass der S&P 500 bereits wieder ein durchschnittliches KGV von 28 habe. Ein KGV von 15 werde als vernünftig angesehen, 10 gelte als günstig und 20 als teuer. Beim Nasdaq stehe das KGV gar bei 126!
Das KGV 04e von Netflix liege bei 70. Immerhin wachse das Unternehmen mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der Umsatz habe im abgelaufenen Jahr verdoppelt werden können. Mit einer praktisch schuldenfreien Bilanz und einem neuen Geschäft ohne ernst zu nehmende Wettbewerber könnte sich Netflix tatsächlich zu einem neuen Blue Chip entwickeln.
Aber der Kurssprung von 18% als Reaktion auf die Veröffentlichung des Quartalsergebnisses sei eine etwas übertriebene Reaktion. Vielmehr würden für einen solchen Kurssprung immer mehrere Dinge zusammenspielen:
Das Unternehmen sei zuvor schon extrem hoch bewertet gewesen. Eine große Anzahl an Aktien sei geshortet worden. Das Shortratio betrage 5,4, d.h. bei dem aktuellen Handelsvolumen würden 5,4 Tage benötigt, um die offenen Shortpositionen einzudecken.
Im Vorfeld des Quartalsergebnisses dieses Unternehmens hätten sich offensichtlich einige Spekulanten short positioniert. Die hohen Erwartungen hätten kaum getroffen werden können und auch wenn das Unternehmen die Erwartungen erfüllt hätte, so habe man anschließend mit ein paar Gewinnmitnahmen gerechnet, die den Kurs drücken würden.
Stattdessen habe jedoch Netflix ein solch lupenreines und positives Ergebnis abgeliefert, dass von Gewinnmitnahmen keine Spur gewesen sei. Der Kurssprung von 12% über Nacht sei von Shortsellern noch weiter genutzt worden, um weitere Leerverkäufe zu tätigen. Um die Mittagszeit jedoch sei plötzlich bekannt geworden, dass inzwischen mehr Aktien geshortet worden seien als in Marginaccounts zum Shorten verfügbar gewesen seien. Also hätten die eröffneten Shortpositionen bis zum Handelsschluss wieder eingedeckt werden müssen.
Daraus sei ein weiterer Kursschub gefolgt, der Anlegern bis zum Handelsschluss ein Kursplus von 18% beschert habe. Wer der Kaufempfehlung der Experten Ende letzten Jahres gefolgt gewesen sei, könne sich nun über einen Buchgewinn von 64,5% freuen.
Nur realisierte Gewinne machen Freude, daher sollten Anleger einen Teil ihrer Netflix-Position vom Tisch nehmen, so die Experten von "iWatch". Vielleicht könne man die Aktien in den nächsten Wochen zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen.
"So tonight I'm gonna party like it's 1999" - "So werde ich heute Nacht feiern, als wäre es 1999" habe der Rockmusiker Prince in einem seiner besten Songs gesungen. So komme es den Experten derzeit an der Börse vor!
Es scheine die Anleger nicht zu interessieren, dass der S&P 500 bereits wieder ein durchschnittliches KGV von 28 habe. Ein KGV von 15 werde als vernünftig angesehen, 10 gelte als günstig und 20 als teuer. Beim Nasdaq stehe das KGV gar bei 126!
Das KGV 04e von Netflix liege bei 70. Immerhin wachse das Unternehmen mit atemberaubender Geschwindigkeit. Der Umsatz habe im abgelaufenen Jahr verdoppelt werden können. Mit einer praktisch schuldenfreien Bilanz und einem neuen Geschäft ohne ernst zu nehmende Wettbewerber könnte sich Netflix tatsächlich zu einem neuen Blue Chip entwickeln.
Das Unternehmen sei zuvor schon extrem hoch bewertet gewesen. Eine große Anzahl an Aktien sei geshortet worden. Das Shortratio betrage 5,4, d.h. bei dem aktuellen Handelsvolumen würden 5,4 Tage benötigt, um die offenen Shortpositionen einzudecken.
Im Vorfeld des Quartalsergebnisses dieses Unternehmens hätten sich offensichtlich einige Spekulanten short positioniert. Die hohen Erwartungen hätten kaum getroffen werden können und auch wenn das Unternehmen die Erwartungen erfüllt hätte, so habe man anschließend mit ein paar Gewinnmitnahmen gerechnet, die den Kurs drücken würden.
Stattdessen habe jedoch Netflix ein solch lupenreines und positives Ergebnis abgeliefert, dass von Gewinnmitnahmen keine Spur gewesen sei. Der Kurssprung von 12% über Nacht sei von Shortsellern noch weiter genutzt worden, um weitere Leerverkäufe zu tätigen. Um die Mittagszeit jedoch sei plötzlich bekannt geworden, dass inzwischen mehr Aktien geshortet worden seien als in Marginaccounts zum Shorten verfügbar gewesen seien. Also hätten die eröffneten Shortpositionen bis zum Handelsschluss wieder eingedeckt werden müssen.
Daraus sei ein weiterer Kursschub gefolgt, der Anlegern bis zum Handelsschluss ein Kursplus von 18% beschert habe. Wer der Kaufempfehlung der Experten Ende letzten Jahres gefolgt gewesen sei, könne sich nun über einen Buchgewinn von 64,5% freuen.
Nur realisierte Gewinne machen Freude, daher sollten Anleger einen Teil ihrer Netflix-Position vom Tisch nehmen, so die Experten von "iWatch". Vielleicht könne man die Aktien in den nächsten Wochen zu einem günstigeren Kurs zurückkaufen.
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