Netflix strategische Fehler
02.11.11 10:29
Smart Investor
Wolfratshausen (aktiencheck.de AG) - Für die Experten vom "Smart Investor" ist die Aktie von Netflix in ihrer aktuellen Ausgabe ein "Goodbuye".
Wer die Macht seiner Kunden unterschätze, könne eine starke Marke binnen kürzester Zeit schwer ramponieren. So sei es beim weltweit führenden Online-DVD- und Streaming-Verleiher Netflix geschehen. Seit das Unternehmen aus Los Gatos/Kalifornien im Juli völlig unerwartet eine Preiserhöhung um bis zu 60% angekündigt habe, habe sich die Aktie im gleichen Ausmaß verbilligt. Verstärkt worden sei der Abwärtstrend durch ein weiteres PR-Debakel: Pläne, das DVD- vom Streaming-Geschäft zu trennen und die DVD-per-Mail-Aktivitäten unter der neuen Marke Qwikster zu bündeln, seien nach massiven Kundenprotesten sogleich wieder aufgegeben worden.
Damit sei eine mögliche Übernahme des Streaming-Geschäfts durch Amazon.com (ISIN US0231351067 / WKN 906866) wohl erst einmal vom Tisch. Die Folgen könnten für Netflix gravierend sein. Denn der Online-Verleiher müsse künftig mehr Geld für Streaming-Inhalte ausgeben, gleichzeitig aber auch durch weitere Content-Deals und zusätzliche TV- und Filminhalte die hohen Preise rechtfertigen. Rasch könnte er wegen steigender Kosten und sinkender Kundenzahlen in einen Abwärtssog geraten.
Schon bald drohe dem unglücklich agierenden CEO Reed Hastings neues Ungemach. Attraktive Blockbuster und TV-Serien des US-Bezahlsenders Starz würden vermutlich ab März 2012 aus der Bibliothek von Netflix verschwinden. Eine Verlängerung des Abkommens, das die Zahl weltweit registrierter Mitglieder auf rund 25 Millionen habe anwachsen lassen, sei bisher an den Preisvorstellungen des Senders gescheitert. Der DVD- und Streaming-Verleiher müsse sich zudem direkter Konkurrenz von Online-Portalen wie You-Tube und Hulu.com erwehren, seit er zunehmend Filme auf Handys, webbasierte Fernseher und Konsolen streame. Netflix habe durch strategische Fehler nicht nur Kunden, sondern auch mögliche Investoren verschreckt. Nachdem die Aktie innerhalb weniger Wochen zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt habe, sei nun jederzeit mit einer scharfen Gegenbewegung nach oben zu rechnen.
Nach Ansicht der Experten vom "Smart Investor" sollten Investoren aber eine solche Gegenbewegung zum Verkauf nutzen und der Aktie von Netflix "Goodbye" sagen. (Ausgabe 11) (02.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Wer die Macht seiner Kunden unterschätze, könne eine starke Marke binnen kürzester Zeit schwer ramponieren. So sei es beim weltweit führenden Online-DVD- und Streaming-Verleiher Netflix geschehen. Seit das Unternehmen aus Los Gatos/Kalifornien im Juli völlig unerwartet eine Preiserhöhung um bis zu 60% angekündigt habe, habe sich die Aktie im gleichen Ausmaß verbilligt. Verstärkt worden sei der Abwärtstrend durch ein weiteres PR-Debakel: Pläne, das DVD- vom Streaming-Geschäft zu trennen und die DVD-per-Mail-Aktivitäten unter der neuen Marke Qwikster zu bündeln, seien nach massiven Kundenprotesten sogleich wieder aufgegeben worden.
Schon bald drohe dem unglücklich agierenden CEO Reed Hastings neues Ungemach. Attraktive Blockbuster und TV-Serien des US-Bezahlsenders Starz würden vermutlich ab März 2012 aus der Bibliothek von Netflix verschwinden. Eine Verlängerung des Abkommens, das die Zahl weltweit registrierter Mitglieder auf rund 25 Millionen habe anwachsen lassen, sei bisher an den Preisvorstellungen des Senders gescheitert. Der DVD- und Streaming-Verleiher müsse sich zudem direkter Konkurrenz von Online-Portalen wie You-Tube und Hulu.com erwehren, seit er zunehmend Filme auf Handys, webbasierte Fernseher und Konsolen streame. Netflix habe durch strategische Fehler nicht nur Kunden, sondern auch mögliche Investoren verschreckt. Nachdem die Aktie innerhalb weniger Wochen zwei Drittel ihres Wertes eingebüßt habe, sei nun jederzeit mit einer scharfen Gegenbewegung nach oben zu rechnen.
Nach Ansicht der Experten vom "Smart Investor" sollten Investoren aber eine solche Gegenbewegung zum Verkauf nutzen und der Aktie von Netflix "Goodbye" sagen. (Ausgabe 11) (02.11.2011/ac/a/a)
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