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Nokia Oyj

WKN: 870737 / ISIN: FI0009000681

Nokia schwaches Smartphone-Geschäft belastet


10.01.11 09:36
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke Analyst der Oldenburgischen Landesbank stuft die Aktie von Nokia weiterhin mit "halten" ein.

Der einstige Branchenprimus Nokia müsse 2011 an allen Fronten kämpfen: Auf dem wachsenden Smartphone-Markt würden ihm Konkurrenten wie Apple und der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (ISIN CA7609751028 / WKN 909607) die Kunden abjagen. Bei Handy-Betriebssystemen mache ihm das Google (ISIN US38259P5089 / WKN A0B7FY)-Produkt Android das Leben schwer, und selbst im Brot-und-Butter-Geschäft, dem Massenmarkt für Handys, würden die Finnen Marktanteile verlieren.

Weltweit komme immer noch jedes dritte Handy von Nokia. Die hohen Stückzahlen würden dafür sorgen, dass Nokia in Schwellen- und Entwicklungsländern eine angemessene Marge erziele. Doch selbst in diesem sicher geglaubten Markt hole die Konkurrenz auf. Dem Marktführer hätten im abgelaufenen Jahr Bauteile wie Kameras oder Displays gefehlt, so dass er die hohe Nachfrage nach seinen Günstig-Handys schlicht nicht habe bedienen können. Diese Angebotslücke sei von anderen Herstellern gestopft worden. Ebenso habe es sehr lange gedauert, bis Nokia mit einem eigenen Smartphone auf den Markt gekommen sei, welches in Konkurrenz zu Apples iPhone stehe.

Bis heute habe Nokia es aber nicht geschafft, den Technologievorsprung der Amerikaner aufzuholen. Statt flexibel auf die Bedürfnisse von Kunden zu reagieren, habe am Firmensitz in Espoo lange die Ansicht vorgeherrscht, der Markt werde früher oder später schon die Angebote des dominierenden Spielers akzeptieren. Nokia werde zwar auch 2011 die Nummer eins auf dem weltweiten Handy-Markt bleiben. Der Chef Stephen Elop müsse aber den Wandel vom reinen Gerätehersteller zum Anbieter von einfacher Handy-Software und attraktiven Diensten (Apps) hinkriegen. Das Vorkrisenniveau habe Nokia aber noch nicht wieder erreicht.

Für das laufende Jahr würden Umsätze von 45,1 Mrd. Euro erwartet, bei einem operativen Gewinn von 3,4 Mrd. Euro. In 2007 seien noch knapp 8 Mrd. Euro verdient worden. Schwerer wiege aber die kräftig gesunkene operative Umsatzrendite. Nach 15,6% in 2007 sei die Marge rasant gefallen auf zuletzt 5,8%. Für das laufende werde eine Verbesserung auf 7,5% erwartet.

Die Nokia-Aktie handle deutlich unter den historischen Bewertungen und habe mit einer Dividendenrendite von rund 5% eine überdurchschnittliche Rendite für ein Unternehmen der Technologiebranche. Die Analysten würden das neue N8 als potenziellen Eintritt ins Smartphone-Segment sehen. Es werde aber dauern, bis man den Konkurrenten aus Amerika und Südkorea Paroli bieten könne. Der Image- und Technologievorsprung von Apple sei so groß, dass es ein Aufschließen zum iPhone langwierig und schwierig werde. Hier hätten die Finnen einen Megatrend verschlafen. Vor dem Hintergrund der bisherigen Kursentwicklung würden die Analysten nicht mit weiteren Kursrückgängen rechnen, würden aber auch nur ein begrenztes Aufholpotenzial sehen, da die grundlegenden operativen Probleme noch nicht gelöst worden seien.

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank bewerten die Nokia-Aktie unverändert mit dem Rating "halten". (Analyse vom 10.01.2011) (10.01.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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