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So, 26. April 2026, 8:33 Uhr

OPEC reduziert Fördermenge


16.02.04 09:55
iWatch

Am Wochenende tagte die G8, berichten die Experten von "iWatch".

Die acht führenden Wirtschaftsnationen hätten an diesem Wochenende festgestellt, dass der volatile US-Dollar dem Welthandel schade, aber Gegenmaßnahmen seien nicht diskutiert worden. Ottmar Issing, der Chefökonom der EZB, habe anschließend verlauten lassen, dass derzeit keine Interventionen seitens der EZB zur Stützung des schwachen US-Dollars geplant seien.

Dies habe umgehend zu einem weiteren Kursrutsch des US-Dollars auf 1,28 geführt. Gleichzeitig habe der Preis für die Feinunze Gold auf 411 US-Dollar angezogen.

Zum Wochenbeginn habe die OPEC verkündet, dass die Fördermenge von Öl um eine Million Fässer pro Tag vermindert werde. Der Ölpreis sei in Folge dessen wieder an die 30 US-Dollar-Marke geschossen. Überall seien Artikel zu lesen, wie überraschend dieser Schritt nun gekommen sei.

Nach Erachten der Experten sei die Überraschung etwas überzogen, denn die OPEC habe schon seit Monaten angekündigt, zum Frühjahr hin die Fördermenge zu vermindern. Wenn die Heizsaison sich dem Ende nähere und wärmere Frühlingstemperaturen den Ölverbrauch sinken lassen würden, dann brauche auch nicht soviel Öl gefördert zu werden. Weiterhin habe die OPEC verlauten lassen, dass man mit dem derzeitigen Ölpreisniveau zufrieden sei.

Aber dennoch sei die Ölindustrie in Aufruhr. Royal Dutch, ExxonMobile, BP, Total Fina Elf und wie sie alle heißen würden, seien hektisch dabei, nach neuen Ölquellen zu suchen. Seit Dezember, seit die OPEC also die Ankündigung gemacht habe, zum Ende des Winters die Förderquoten zu senken und damit die Abhängigkeit des Energiemarktes von der OPEC verdeutlicht habe, seien unzählige neue Ölsuchprojekte gestartet. Die Aktien von Unternehmen, die die Dienstleistungen um solche Bohrungen herum erbringen könnten, seien um 25% gestiegen. Allein in dieser Woche seien es nochmals 5% gewesen.