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Fr, 24. April 2026, 13:06 Uhr

Koninklijke Philips NV

WKN: 940602 / ISIN: NL0000009538

Philips halten


16.10.01 17:00
Kreissparkasse Pinneberg

Die Analysten der Kreissparkasse Pinneberg bewerten die Philips-Aktie (WKN 940602) mit "halten".

Das vierte Quartal sollte zwar wie von uns erwartet besser verlaufen, werde aber die schlechteren Zahlen des dritten Quartals nicht kompensieren können. Inklusive der Verluste nichtkonsolidierter Gesellschaften und weiteren Sonderaufwendungen werde das Quartal einen Verlust von etwa 600 Mio. Euro bringen. Damit zeichne sich für das Gesamtjahr ein Nettoverlust von etwa 2 Mrd. Euro ab (minus 1,60 Euro pro Aktie). Darin enthalten seien allerdings akquisitionsbedingte Einmalaufwendungen in Höhe von 350 Mio. Euro für die Übernahme der Medizinsparte von Marconi und 75 Mio. Euro für die Übernahme der Agilent HSG. Unverändert seien die Gründe für das schwache Abschneiden: Neben der anhaltenden Marktschwäche, vor allem bei den Joint Ventures in den Bereichen Display und DVD´s belasteten nach wie vor die stark gesunkene Nachfrage nach Telekommunikationprodukten und PC-Komponenten. Besonders tief in den roten Bereich sei die Halbleitersparte gerutscht (von 373 Millionen Euro auf -291 Millionen Euro). Die Kapazitätsauslastung habe nur noch bei 36% gelegen (2. Quartal: 45%; Break Even: 60%).

Bereits vor dem heutigen Conference Call (15:00 Uhr) seien erste weitere Schritte bekannt geworden. Philips werde sein Restrukturierungsprogramm beschleunigen und sich auf eine "aggressive Kostensenkung" konzentrieren. So sollten die Overhead-Kosten um 25 Prozent gesenkt und Lagerbestände weiter abgebaut werden (2. Quartal: 16,0%, 3. Quartal: 14,9%). Obwohl die nun vorgelegten Zahlen die Erwartungen verfehlt hätten, ändere man nicht die Einschätzung zu diesem Titel. Maßgebend hierfür sei die Überzeugung, dass mit dem abgelaufenen Quartal das Schlimmste überstanden sei und im Jahresverlauf 2002 mindestens zyklische Erholungen für die größten Problemfelder zu erwarten seien. Gleichwohl eine genaue Gewinnschätzung für das nächste Jahr derzeit nicht abgegeben werden könne, sollte mindesten 1,00 Euro erreicht werden. Damit läge das KGV in jedem Fall deutlich unter 30.

Auch andere Kennziffern wiesen auf eine moderate Bewertung hin, signalisierten aber ebenfalls, dass die Aktie derzeit nicht so günstig sei, dass sich angesichts der hohen Unsicherheit ein Kauf aufdrängen würde. Die Experten der KSK Pinneberg bestätigen daher ihre neutrale Einstufung – "halten".



 
Werte im Artikel
23,20 minus
-1,69%
23,28 minus
-2,14%
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