Rückfall in die Rezession droht nur einzelnen Staaten in Europa
19.08.10 14:50
Bankhaus Ellwanger & Geiger
Stuttgart (aktiencheck.de AG) - "Die jüngsten Konjunkturdaten deuten darauf hin, dass die Eurozone auch nach dem zu erwartenden Abflauen des Deutschland-Aufschwungs nicht als Ganzes in die Rezession zurückfallen wird", bewertet Helmut Kurz vom Bankhaus Ellwanger & Geiger die Entwicklungen.
Für die Sorgenkinder Europas gelte allerdings etwas anderes: Die Länder der Peripherie würden durch die erforderlichen Haushaltskonsolidierungen, ihre Exportschwäche und ihre geringe internationale Wettbewerbsfähigkeit eine Phase der Schrumpfung beziehungsweise Stagnation erleiden müssen. Erst danach könnten erfolgreiche Haushaltskonsolidierungen sowie eine durch Lohndeflation und Euroabwertung verbesserte relative Wettbewerbsfähigkeit dort zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Belebung führen.
Die Kehrseite deflationärer Tendenzen sei aber der Anstieg der realen Schuldenlast. "Das dürfte besonders Banken in Spanien und Irland belasten, die aufgrund der geplatzten Wohnimmobilienblasen ohnehin unter zunehmenden Kreditausfällen leiden", so Patrick Nass vom Bankhaus Ellwanger & Geiger.
"Insgesamt sind wir für Spanien, Italien, Portugal und Irland deutlich optimistischer als für Griechenland", prognostiziere Helmut Kurz. Letztendlich sei die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung davon abhängig, ob es gelinge, die staatlichen Haushalte wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig Wachstum fördernde Rahmenbedingungen zu erhalten beziehungsweise zu schaffen. Das sei für Griechenland besonders schwierig. Der Staat leide unter massivem Vertrauensverlust und einer besonders hohen Verschuldung.
Für die anderen Staaten ziehe Helmut Kurz eine positivere Bilanz: "Durch den Rettungsschirm wird dort wohl die erforderliche Zeit gewonnen, um die notwendigen Reformen umzusetzen." Gelinge dies einzelnen Staaten nicht, so werde ein mögliches zukünftiges Schulden-Moratorium nach Einschätzung von Patrick Nass wahrscheinlich einen wesentlich geringeren Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa nehmen - vorausgesetzt die Banken würden die kommenden Jahre für eine ausreichende Rekapitalisierung nutzen. (19.08.2010/ac/a/m)
Für die Sorgenkinder Europas gelte allerdings etwas anderes: Die Länder der Peripherie würden durch die erforderlichen Haushaltskonsolidierungen, ihre Exportschwäche und ihre geringe internationale Wettbewerbsfähigkeit eine Phase der Schrumpfung beziehungsweise Stagnation erleiden müssen. Erst danach könnten erfolgreiche Haushaltskonsolidierungen sowie eine durch Lohndeflation und Euroabwertung verbesserte relative Wettbewerbsfähigkeit dort zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Belebung führen.
"Insgesamt sind wir für Spanien, Italien, Portugal und Irland deutlich optimistischer als für Griechenland", prognostiziere Helmut Kurz. Letztendlich sei die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung davon abhängig, ob es gelinge, die staatlichen Haushalte wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und gleichzeitig Wachstum fördernde Rahmenbedingungen zu erhalten beziehungsweise zu schaffen. Das sei für Griechenland besonders schwierig. Der Staat leide unter massivem Vertrauensverlust und einer besonders hohen Verschuldung.
Für die anderen Staaten ziehe Helmut Kurz eine positivere Bilanz: "Durch den Rettungsschirm wird dort wohl die erforderliche Zeit gewonnen, um die notwendigen Reformen umzusetzen." Gelinge dies einzelnen Staaten nicht, so werde ein mögliches zukünftiges Schulden-Moratorium nach Einschätzung von Patrick Nass wahrscheinlich einen wesentlich geringeren Einfluss auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Europa nehmen - vorausgesetzt die Banken würden die kommenden Jahre für eine ausreichende Rekapitalisierung nutzen. (19.08.2010/ac/a/m)
