Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 17. April 2026, 19:48 Uhr

STOXX Europe 600 Price Index (EUR)

WKN: 965820 / ISIN: EU0009658202

STOXX 600 auf Wochensicht 1,3% im Minus


29.07.11 11:53
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Risikoaversion an den Aktienmärkten ist zurück, so die Analysten der Erste Bank.

Nach der kurzen Erleichterung an den Märkten aufgrund der "Lösung" der Staatsverschuldungskrise sei der STOXX 600 diese Woche um 1,3% gesunken. Damit habe man sich aber besser entwickelt als die USA (S&P 500: -3,2%).

Besonders schwach hätten sich diese Woche wieder Bankaktien entwickelt. Mit Minus 3,9% habe der Sektor seinen zweijährigen Abwärtstrend fortgesetzt. Währenddessen hätten die Investoren weiter in defensive Sektoren wie Telekoms und nicht-zyklische Konsumwerte (+1%), sowie Pharmaaktien (+0,8%) geschichtet, die alle einen leichten Aufwärtstrend gezeigt hätten. Versorger hätten nicht einmal in einem von Risikoaversion geprägten Umfeld positiv performen können (-1,4%). Diese Entwicklung unterstreiche die langfristige Schwäche des Sektors.

Die schlechten Ergebnisse der Frühindikatoren würden anhalten. Das Geschäftsklima in der Eurozone habe sich im Juli eingetrübt. So habe sich der entsprechende Indexstand auf 0,45 Punkte verringert, nach revidiert 0,95 (vorläufig 0,92) Punkten im Vormonat und 0,59 Punkten im Juli 2010.

Im Blickfeld der Märkte seien in dieser Woche die Quartalsergebnisse gewesen. Diese seien zum ersten Mal seit Ende des Bärenmarkts 2009 insgesamt wieder unter den Konsenserwartungen und das Wachstum der Gewinne pro Aktie sei auf 7,8% (J/J) gesunken. In vier der zehn Sektoren seien die Gewinne gesunken. Besonders schwach entwickle sich der zyklische Konsum - 74% der Unternehmen seien unter den Erwartungen geblieben. Die Quartalsergebnisse der Unternehmen in Europa seien bisher enttäuschend. Das Wachstum der Gewinne pro Aktie sei auf 7,8% (J/J) gesunken.

Die von den Analysten empfohlene BASF habe Zahlen gelegt. Der Chemieriese habe in Q2 seinen Wachstumskurs fortgesetzt, aber etwas an Dynamik verloren. Der Umsatz sei um 13,9% auf EUR 18,5 Mrd. gestiegen. Das EBIT sei nur noch um 1,4% gewachsen. Belastet worden sei das Geschäft durch die Einstellung der Ölproduktion in Libyen und den starken Dollar. Ohne Berücksichtigung des Libyengeschäfts sei der Vorsteuergewinn aber um 16% gestiegen. Das langfristige Wachstumspotenzial sei nach Ansicht der Analysten intakt und sie würden ihre "kaufen"-Empfehlung beibehalten.

Für schlechte Stimmung hätten die Zahlen von BP gesorgt. Auf bereinigter Basis sei der Gewinn mit USD 5,6 Mrd. hinter der Konsensschätzung von USD 5,9 Mrd. zurückgeblieben. Konkurrent Shell (ISIN GB00B03MLX29 / WKN A0D94M) habe im zweiten Quartal hingegen die Erwartungen erfüllt. (29.07.2011/ac/a/m)





 
Werte im Artikel
624,87 plus
+1,47%
7.131 plus
+1,28%
52,87 minus
-0,62%
6,30 minus
-6,18%
Wochenausblick: "Gescheiterte Iran-Gespräche belast [...]
Der Krieg im Iran bleibt bestimmendes Thema, und da stehen die Zeichen wieder auf Eskalation. Längerfristige ...
Wochenausblick: "Gute Vorgaben verpuffen"
Nach der deutlichen Erholung in der Vorwoche sorgen neue Drohungen von Donald Trump im Iran-Krieg heute Morgen für ...
Wochenausblick: "Volatile Seitwärtsphase bis zur Ja [...]
Der Ölpreis bleibt hoch und die Äußerungen rund um den Iran-Krieg sind widersprüchlich. Damit ...