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Fr, 17. April 2026, 19:35 Uhr

STOXX Europe 600 Price Index (EUR)

WKN: 965820 / ISIN: EU0009658202

STOXX 600 verliert 0,64%


20.05.11 09:47
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der STOXX 600 verliert diese Woche 0,64% und notiert jetzt bei 280 Punkten, berichten die Analysten der Erste Bank.

Der von den Analysten erwartete Seitwärtstrend gehe somit weiter. Die Gewinnschätzungen würden sich derzeit stabilisieren. Gleichzeitig würden die Investoren weiterhin sehr defensiv agieren. Auch diese Woche hätten Pharma- und Lebensmittelaktien (+0%) outperformt, während Zykliker wie Banken (-1,6%) und Automobilhersteller (-1,7%) abermals relative Schwäche gezeigt hätten. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausbruchs nach oben sei nach Meinung der Analysten jedoch weiterhin höher als eine Korrektur auf die Unterstützungsmarke von 260 Punkten.

Das größte Risiko stelle weiterhin die Verschuldungskrise der Peripheriestaaten der Eurozone dar. Die größer werdenden Straßenproteste in Spanien, die die BBC schon mit dem Tahir-Platz in Kairo verglichen habe, seien ein weiteres Indiz dafür, dass das Problem noch lange nicht gelöst sein werde. Die Analysten würden weiterhin empfehlen, Aktien in den GIPS-Ländern zu meiden.

Die entscheidenden Impulse für weiteres Gewinnwachstum würden, wie schon im Aufschwung des Zyklus, aus den Emerging Markets in Asien und Südamerika kommen. Sollte die Inflation in diesen Regionen durch die schon erfolgten, massiven Zinserhöhungen unter Kontrolle gebracht werden, wäre dies ein sehr bullisches Zeichen für die Gewinne der Firmen der entwickelten Welt. Das würde dem Aktienmarkt weiteren Auftrieb verschaffen. Ein anderer Grund für einen Anstieg der Aktienkurse wäre ein weiteres Ankaufprogramm der US-FED für US-Staatsanleihen. Die schwachen Konjunkturdaten der USA in den letzten Wochen hätten die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass ein weiteres Programm angekündigt werden könnte. Derzeit könne aber nicht davon ausgegangen werden.

Das BIP im Euroraum und in der EU27 sei in Q1 im Vergleich zu Q4 um 0,8% gestiegen. Im Vergleich zum Q1 2010 sei das BIP um +2,5% in beiden Gebieten gewachsen. Auch die Inflation habe zugelegt. Die jährliche Inflationsrate im Euroraum sei im April auf 2,8% gestiegen. Die Produktion im Baugewerbe im Euroraum sei hingegen um 0,3% gefallen. Dem stehe ein Anstieg um 1,9% in der EU27 gegenüber. Auf Jahresssicht sei die Produktion im Baugewerbe in sechs Mitgliedstaaten gestiegen und in sieben gefallen. Die höchsten Zuwächse hätten Polen (+23,5%), Deutschland (+16,2%) und Schweden (+6,2%) verzeichnet. Die stärksten Rückgänge seien in Spanien (-38,0%), Slowenien (-30,8%) und Bulgarien (-19,1%) verzeichnet worden. (20.05.2011/ac/a/m)





 
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