Sämtliche Trends wieder negiert
08.03.04 09:35
iWatch
Die abgelaufene Börsenwoche können Anleger mehr oder weniger aus ihrem Gedächtnis streichen, so die Experten von "iWatch" in ihrem Rückblick.
Sämtliche neuen Tendenzen und Trends seien am jeweils folgenden Tag bereits negiert worden. Habe es am Montag so ausgesehen, als würden die Aktienbörsen aus ihrer Seitwärtsbewegung des Monats Februar nach oben ausbrechen, so sei am Dienstag stehenden Fußes wieder ein schwacher Handelstag gefolgt.
Als Gründe seien dann Meldungen wie "Gestiegene Produktionstätigkeit in den USA führen zu Kursrallye" und anschließend "fester Dollar und Inflationsängste führen zu fallenden Aktienkursen" angegeben worden. Schwere Terroranschläge im Irak und Mittleren Osten hätten auf die weiterhin instabile politische Situation aufmerksam gemacht.
Der Gegner von George W. Bush für die Präsidentschaftswahlen im November stehe fest: John Kerry habe alle Wettbewerber aus dem Rennen geschlagen. Vorherrschendes Wahlkampfziel sei: "Geoge W. Bush muss abgelöst werden". Eigene Ziele und Überzeugungen habe Kerry hinter diesem Slogan zurückgelassen.
Ein Wahlsieg von Kerry, den die Experten für sehr unwahrscheinlich halten würden, würde die Aktienbörse belasten. Kerry möchte das ausgeuferte Haushaltsdefizit durch Steuererhöhungen bei den "Reichen" eindämmen. Das sei natürlich schlecht für die Börse.
Ein Wahlsieg von Bush würde von der Börse positiv aufgenommen werden: Mehr Steuererleichterungen, mehr Spendierfreudigkeit des Staates und eine unternehmerfreundliche Regierung.
Anleger dürften also in den nächsten Monaten damit rechnen, dass zu Zeiten, in denen Bush bei Umfragen vorne liege, die Börse steige und vice versa. So einfach sei die Welt in den USA: Schwarz - Weiß. Wen wundere es, dass die US-Außenpolitik ihre Partner ebenso in diese Schwarz-Weiß-Kategorien einordnen möchte.
Bislang hätten die Kandidatenwahlen noch keinen wesentlichen Einfluss auf die Börsen gehabt. So richtige Chancen würden Kerry gegen Bush nicht eingeräumt. Sollte Bush irgendwann in den nächsten Monaten noch Bin Laden ergreifen, und Gerüchten zufolge habe man bereits eine heiße Spur, warte damit jedoch noch auf einen wahlkampfpolitisch günstigen Zeitpunkt, dann werde Bush die USA in ein Licht stellen, in dem sich viele Amerikaner gerne sonnen würden. Weiterhin könnten weder Charisma noch Wahlkampfmäuse von Kerry Bush das Wasser reichen.
Doch, je weiter die Woche vorangeschritten sei, desto offensichtlicher sei es geworden, dass eigentlich alle Augen und Ohren nur noch auf ein Ereignis warten würden: Die Arbeitsmarktdaten vom Freitag.
Hinter diesen Daten würden die anderen Unternehmens- und Konjunkturmeldungen nur Nebensache bleiben. Denn die Konjunkturentwicklung der USA stehe derzeit auf des Messers Schneide: Seit Monaten sehne sich die Börse nach einer Bestätigung des Konjunkturaufschwungs durch den Arbeitsmarkt. "Aufschwung ohne Arbeit" sei die Konjunkturerholung in den letzten Monaten mehrfach genannt worden. Doch ohne neue Arbeitsplätze sei ein Aufschwung nicht nachhaltig, daher sollte nun endlich einmal auch auf dem Arbeitsmarkt eine Erleichterung ersichtlich sein.
Auf der anderen Seite habe die Fed angekündigt, dass man geduldig abwarten werde, wie sich die Konjunktur entwickele. Solange der Arbeitsmarkt nicht mitziehe, seien keine inflationären Tendenzen zu erkennen und daher sei auch kein Zinsschritt notwendig. Im Umkehrschluss heiße das allerdings, dass die Zinsen angehoben würden, sobald der Arbeitsmarkt sich erhole.
Wenn am Freitag die Arbeitsmarktdaten jedoch die optimistischen Erwartungen nicht erfüllen könnten, so werde wieder an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs gezweifelt.
Alles in allem: Die Arbeitsmarktdaten dürften für einen überaus interessanten Handelstag sorgen. Egal, wie die Daten ausfallen, die Experten hätten eine Handelsstrategie ausgearbeitet, mit der Anleger von der zu erwartenden Volatilität profitieren könnten.
Sämtliche neuen Tendenzen und Trends seien am jeweils folgenden Tag bereits negiert worden. Habe es am Montag so ausgesehen, als würden die Aktienbörsen aus ihrer Seitwärtsbewegung des Monats Februar nach oben ausbrechen, so sei am Dienstag stehenden Fußes wieder ein schwacher Handelstag gefolgt.
Als Gründe seien dann Meldungen wie "Gestiegene Produktionstätigkeit in den USA führen zu Kursrallye" und anschließend "fester Dollar und Inflationsängste führen zu fallenden Aktienkursen" angegeben worden. Schwere Terroranschläge im Irak und Mittleren Osten hätten auf die weiterhin instabile politische Situation aufmerksam gemacht.
Der Gegner von George W. Bush für die Präsidentschaftswahlen im November stehe fest: John Kerry habe alle Wettbewerber aus dem Rennen geschlagen. Vorherrschendes Wahlkampfziel sei: "Geoge W. Bush muss abgelöst werden". Eigene Ziele und Überzeugungen habe Kerry hinter diesem Slogan zurückgelassen.
Ein Wahlsieg von Kerry, den die Experten für sehr unwahrscheinlich halten würden, würde die Aktienbörse belasten. Kerry möchte das ausgeuferte Haushaltsdefizit durch Steuererhöhungen bei den "Reichen" eindämmen. Das sei natürlich schlecht für die Börse.
Ein Wahlsieg von Bush würde von der Börse positiv aufgenommen werden: Mehr Steuererleichterungen, mehr Spendierfreudigkeit des Staates und eine unternehmerfreundliche Regierung.
Bislang hätten die Kandidatenwahlen noch keinen wesentlichen Einfluss auf die Börsen gehabt. So richtige Chancen würden Kerry gegen Bush nicht eingeräumt. Sollte Bush irgendwann in den nächsten Monaten noch Bin Laden ergreifen, und Gerüchten zufolge habe man bereits eine heiße Spur, warte damit jedoch noch auf einen wahlkampfpolitisch günstigen Zeitpunkt, dann werde Bush die USA in ein Licht stellen, in dem sich viele Amerikaner gerne sonnen würden. Weiterhin könnten weder Charisma noch Wahlkampfmäuse von Kerry Bush das Wasser reichen.
Doch, je weiter die Woche vorangeschritten sei, desto offensichtlicher sei es geworden, dass eigentlich alle Augen und Ohren nur noch auf ein Ereignis warten würden: Die Arbeitsmarktdaten vom Freitag.
Hinter diesen Daten würden die anderen Unternehmens- und Konjunkturmeldungen nur Nebensache bleiben. Denn die Konjunkturentwicklung der USA stehe derzeit auf des Messers Schneide: Seit Monaten sehne sich die Börse nach einer Bestätigung des Konjunkturaufschwungs durch den Arbeitsmarkt. "Aufschwung ohne Arbeit" sei die Konjunkturerholung in den letzten Monaten mehrfach genannt worden. Doch ohne neue Arbeitsplätze sei ein Aufschwung nicht nachhaltig, daher sollte nun endlich einmal auch auf dem Arbeitsmarkt eine Erleichterung ersichtlich sein.
Auf der anderen Seite habe die Fed angekündigt, dass man geduldig abwarten werde, wie sich die Konjunktur entwickele. Solange der Arbeitsmarkt nicht mitziehe, seien keine inflationären Tendenzen zu erkennen und daher sei auch kein Zinsschritt notwendig. Im Umkehrschluss heiße das allerdings, dass die Zinsen angehoben würden, sobald der Arbeitsmarkt sich erhole.
Wenn am Freitag die Arbeitsmarktdaten jedoch die optimistischen Erwartungen nicht erfüllen könnten, so werde wieder an der Nachhaltigkeit des Aufschwungs gezweifelt.
Alles in allem: Die Arbeitsmarktdaten dürften für einen überaus interessanten Handelstag sorgen. Egal, wie die Daten ausfallen, die Experten hätten eine Handelsstrategie ausgearbeitet, mit der Anleger von der zu erwartenden Volatilität profitieren könnten.
