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Do, 23. April 2026, 18:51 Uhr

Sensex Abwärtstrend belastet


03.10.11 16:56
Santander Bank

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Obwohl Indien einer der führenden Volkswirtschaften bei der globalen konjunkturellen Erholung ist (Wachstum bei 8,6%), enttäuscht eher die Wertentwicklung des indischen Aktienmarktes, so die Analysten der Santander Bank in ihrem aktuellen "MarketFlash".

Seit Anfang des Jahres komme der Sensex (ISIN XC0009698199 / WKN 969819) nämlich nicht aus dem Abwärtsstrudel raus.

Mit dem Rückgang der weltweiten Aktienmärkte in den vergangenen Wochen habe sich die Abwärtsbewegung beschleunigt, womit der Index zeitweise so tief wie seit Februar 2010 nicht mehr notiert habe. Dabei sei sogar die wichtige Unterstützung bei 17.296 Punkten signifikant durchbrochen worden, die gemäß dem Phänomen der Trendumkehr nun als starker Widerstand fungiere. Diese Marke begrenze derzeit auch jegliche Ambitionen nach oben. Auf der Unterseite stütze aber zugleich die untere Abwärtstrendlinie (aktuell bei 15.566 Punkten, wöchentlich fallend) den Sensex derzeit vor weiteren Kursverlusten.

Die aktuellen Stabilisierungsversuche dürften jedoch nicht von langer Dauer sein, denn die langfristigen Trendindikatoren, als auch die fallenden gleitenden Durchschnittslinien, würden mittel- bis langfristig weiter fallende Notierungen erwarten lassen. Hinzu komme der intakte Abwärtstrend (obere Begrenzungslinie aktuell bei 18.713 Punkten, wöchentlich fallend), der auf dem Markt zusätzlich laste. Ein Rückgang bis zur leichten Unterstützungs-Haltemarke bei 14.724 Punkten dürfte daher das vorrangige Ziel in den kommenden Monaten darstellen. Im ungünstigsten Fall komme es sogar zu einem größeren Rücksetzer bis zur Unterstützung bei 12.316 Punkten.

Diese große Diskrepanz sei darauf begründet, dass es schlichtweg an weiteren Unterstützungen mangle. Entspannen würde sich die Situation, zumindest für eine gewisse Zeit, bei einem nachhaltigen Anstieg über die gewichtete 13-Wochen-Linie (aktuell bei 16.844 Punkten). Dies wäre jedoch noch keine Trendwende, denn der Abwärtstrend bliebe dabei intakt.

Kurzfristig dürfte die seit Anfang August vorherrschende volatile Seitwärtstendenz zwischen der unteren Abwärtstrendlinie und dem Widerstand bei 17.296 Punkten beibehalten werden. Dafür spreche das uneinheitliche Bild der markttechnischen Indikatoren. Während das Momentum und die Stochastiks nach unten abdrehen würden, seien der MACD und der RSI weiter aufwärts gerichtet.

Zusammengefasst bedeute dies, dass nach einer Fortsetzung der aktuellen Stabilisierungsphase die Bären wieder die Oberhand gewinnen und den Sensex wieder gen Süden drücken dürften. Anleger, die ein günstiges Einstiegsniveau wittern würden, sollten sich daher von diesem Markt fernhalten. (Ausgabe vom 30.09.2011) (03.10.2011/ac/a/m)