Sunburst Interview
12.10.99 00:00
Finance-Online
Das Interview Herrn Alting, Vorstand der Sunburst Merchandising AG (WKN 721150), Osnabrück, wurde von unserem Kooperationspartner Finance-Online geführt.
Finance-Online: Herr Alting, die Sunburst Merchandising AG wird als erster reinrassiger Merchandiser auf dem deutschen Markt bezeichnet. Was unterscheidet Sie von Unternehmen, wie zum Beispiel der EM.TV AG?
Herr Alting: EM.TV AG ist der klassische Lizenzgeber. Wir sind Lizenznehmer. Ein praktisches Beispiel: Die Lizenz "Tabaluga und Lilly" wird von EM.TV vermarktet. Man sucht sich nun Lizenznehmer, die für bestimmte Produkte und Vertriebswege die Rechte von EM.TV erwerben. Hier beginnt die Arbeit von Sunburst, angefangen mit der Produktentwicklung bis zu dem Moment, in dem der Fan seinen Fanartikel in der Hand hält. Sunburst unterscheidet sich von allen anderen Lizenznehmern dadurch, daß wir alle Vertriebswege und alle Lizenzbereiche (Musik, TV, Kino, und Sport) bearbeiten und darüber hinaus auch noch in allen Produktbereichen, außer Plüsch und Spielzeug, tätig sind.
Finance-Online: Sie haben den Schritt in das Geschäftsfeld des Sport und Sponsoring gewagt. Welche Perspektiven sehen Sie in diesem Bereich für Ihr Unternehmen und wie wird sich das Engagement in diesem Bereich auf den Umsatz auswirken?
Herr Alting: Es geht in der Vermarktung von Lizenzprodukten immer um Emotionen. Dabei steht der Sport ganz vorne. Wir werden mit der Vermarktung unserer Lizenzrechte zur EM 2000 neue Standards setzen. Der Umsatz in diesem Bereich wird im Jahr 2000 über 30 Millionen DM ausmachen. Wir können uns darüber hinaus aber natürlich in Bereichen wie Formel 1 oder auch einer Olympiade einiges vorstellen.
Finance-Online: Im Personalbereich ist eine Aufstockung auf 26 Mitarbeiter geplant. Wie sehen Sie die Personalstruktur in den kommenden Jahren?
Herr Alting: Wir sind schon Heute ein Team von über 50 Mitarbeitern. Gestern erst haben wir 2 neue Auszubildende eingestellt. Die Entwicklung von 1998 (26 Mitarbeiter) zu 1999 war der entscheidende Schritt, um die unglaubliche Expansion die vor uns liegt, zu bewältigen.
Finance-Online: Ihr Plan, Verkaufsshops in den großen deutschen Kinos zu etablieren, könnte am nachlassenden Interesse der Deutschen am Kino an Attraktivität verlieren. Ist dieses Projekt weiterhin lukrativ genug?
Herr Alting: Ein klares ja. Mit dem Werbepartner Philip Morris konnten wir einen großen Teil der Investitionskosten abdecken. Wir werden bis zum Jahresende 2000 über 50 Shops realisiert haben. Diese stehen in den Multiplex-Kinos. Auch wenn die Zuschauerzahlen zurückgehen sollten, werden wir noch genug umsetzen können. Wir haben bei den Shops extrem konservativ gerechnet.
Finance-Online: Ihr bestes Pferd im Stall ist der Besitz von Lizenzrechten für die kommende Fußballeuropameisterschaft im Jahr 2000. Um welche Rechte handelt es sich und wie werden Sie diese vermarkten?
Herr Alting: Wir haben die Rechte für die Vermarktung des EM 2000 Logos und des Maskottchens im Textilien Bereich. Von der Socke bis zum Kindertrikot – und dieses für ganz Europa. Uns wurde gesagt, daß es die umfassensde Lizenz ist, die je von der UEFA vergeben worden ist. Für uns ist es DER Einstig in die europäische Dimension. Es ist ein Riesendeal und wir sind sehr stolz drauf.
Finance-Online: Die Sunburst AG ist im Vorfeld der Emission in die Kritik geraten. Bestehen Verflechtungen zwischen ehemaligen Geschäftspartnern der Hero Colors Textildruck GmbH und der Sunburst AG?
Herr Alting: Hero Colors Textildruck war eine reine Druckerei. Sie hat nie ein Lizenzgeschäft betrieben. Ich war damals Gesellschafter/Geschäftsführer. Diese 50.000,- DM - GmbH ist 93/94 in Konkurs gegangen. Ich war sehr überrascht, das dieses solch einen Wirbel ausgelöst hat. Zumal allen Beteiligten dieser Vorgang bekannt war. Wir sind vor dem Börsengang im Auftrag der Commerzbank von "Arthur Andersen" wochenlang durchleuchtet worden. Das Streuen dieser "Nachricht" wurde offensichtlich von denen initiiert, die begriffen haben, das wir, in der Börsianer Sprache ausgedrückt, als "Catogary Killer" nun den Merchandising Markt in Europa neu bestimmen.
Finance-Online: Wieviel Kapital ist nach dem Börsengang in die Kassen des Unternehmens geflossen und wie planen Sie diese Mittel einzusetzen?
Herr Alting: Nach ausüben des "Greenshoes" runde 46 Millionen DM. Diese Mittel werden zur Expansion des Kerngeschäftes verwendet. Neue, größere Lizenzen, Ausbau des Vertriebes in Europa, EM 2000 und natürlich Auqisitionen.
Finance-Online: Welche Wachstumsstrategien verfolgen Sie? Und sind schon andere Megaprojekte, wie zum Beispiel Titanic oder EM 2000, in Vorbereitung?
Herr Alting: Wie schon gesagt, wir werden die Erfolgsstory von Sunburst im deutschsprachigen Raum auf Europa ausdehnen. Wir verhandeln selbstverständlich über weitere Großprojekte. Aber es ist Heute noch etwas zu früh, darüber zu reden.
Finance-Online: Wie sehen die Anteile der verschiedenen Geschäftsfelder am Gesamtumsatz von Sunburst aus und wie werden sich diese weiterentwickeln?
Herr Alting: Uns war es immer sehr wichtig, den Umsatz der einzelnen Geschäftsfelder einigermaßen gleich zu verteilen. Selbstverständlich ist so ein Ereignis wie Star Wars in diesem Jahr herausragend. Aber wir haben dafür gesorgt, daß wir nicht von einer einzelnen Lizenz oder einem einzelnen Geschäftsfeld abhängig sind.
Finance-Online: Wird es in nächster Zeit kursbewegende Ereignisse geben, d.h. sind Road-Shows, Analystenstudien oder ähnliches geplant?
Herr Alting: Wir haben einiges in der Planung, können aber im Moment wirklich nichts konkretes sagen. Gespräche mit Investoren und Analysten finden natürlich regelmäßig statt. Zum Beispiel auf der IPOC im Dezember.
Finance-Online: Wo sehen Sie die Sunburst AG in 3 Jahren?
Herr Alting: Wir werden in 3 Jahren der führende Merchandiser in Europa sein. Das ist das Ziel. Der Markt ist "jungfräulich". Wir haben die Partner und das Geld, um diese, von außen betrachtet unglaubliche, Story zu schreiben.
Finance-Online: Herr Alting, die Sunburst Merchandising AG wird als erster reinrassiger Merchandiser auf dem deutschen Markt bezeichnet. Was unterscheidet Sie von Unternehmen, wie zum Beispiel der EM.TV AG?
Herr Alting: EM.TV AG ist der klassische Lizenzgeber. Wir sind Lizenznehmer. Ein praktisches Beispiel: Die Lizenz "Tabaluga und Lilly" wird von EM.TV vermarktet. Man sucht sich nun Lizenznehmer, die für bestimmte Produkte und Vertriebswege die Rechte von EM.TV erwerben. Hier beginnt die Arbeit von Sunburst, angefangen mit der Produktentwicklung bis zu dem Moment, in dem der Fan seinen Fanartikel in der Hand hält. Sunburst unterscheidet sich von allen anderen Lizenznehmern dadurch, daß wir alle Vertriebswege und alle Lizenzbereiche (Musik, TV, Kino, und Sport) bearbeiten und darüber hinaus auch noch in allen Produktbereichen, außer Plüsch und Spielzeug, tätig sind.
Finance-Online: Sie haben den Schritt in das Geschäftsfeld des Sport und Sponsoring gewagt. Welche Perspektiven sehen Sie in diesem Bereich für Ihr Unternehmen und wie wird sich das Engagement in diesem Bereich auf den Umsatz auswirken?
Herr Alting: Es geht in der Vermarktung von Lizenzprodukten immer um Emotionen. Dabei steht der Sport ganz vorne. Wir werden mit der Vermarktung unserer Lizenzrechte zur EM 2000 neue Standards setzen. Der Umsatz in diesem Bereich wird im Jahr 2000 über 30 Millionen DM ausmachen. Wir können uns darüber hinaus aber natürlich in Bereichen wie Formel 1 oder auch einer Olympiade einiges vorstellen.
Finance-Online: Im Personalbereich ist eine Aufstockung auf 26 Mitarbeiter geplant. Wie sehen Sie die Personalstruktur in den kommenden Jahren?
Herr Alting: Wir sind schon Heute ein Team von über 50 Mitarbeitern. Gestern erst haben wir 2 neue Auszubildende eingestellt. Die Entwicklung von 1998 (26 Mitarbeiter) zu 1999 war der entscheidende Schritt, um die unglaubliche Expansion die vor uns liegt, zu bewältigen.
Finance-Online: Ihr Plan, Verkaufsshops in den großen deutschen Kinos zu etablieren, könnte am nachlassenden Interesse der Deutschen am Kino an Attraktivität verlieren. Ist dieses Projekt weiterhin lukrativ genug?
Herr Alting: Ein klares ja. Mit dem Werbepartner Philip Morris konnten wir einen großen Teil der Investitionskosten abdecken. Wir werden bis zum Jahresende 2000 über 50 Shops realisiert haben. Diese stehen in den Multiplex-Kinos. Auch wenn die Zuschauerzahlen zurückgehen sollten, werden wir noch genug umsetzen können. Wir haben bei den Shops extrem konservativ gerechnet.
Finance-Online: Ihr bestes Pferd im Stall ist der Besitz von Lizenzrechten für die kommende Fußballeuropameisterschaft im Jahr 2000. Um welche Rechte handelt es sich und wie werden Sie diese vermarkten?
Herr Alting: Wir haben die Rechte für die Vermarktung des EM 2000 Logos und des Maskottchens im Textilien Bereich. Von der Socke bis zum Kindertrikot – und dieses für ganz Europa. Uns wurde gesagt, daß es die umfassensde Lizenz ist, die je von der UEFA vergeben worden ist. Für uns ist es DER Einstig in die europäische Dimension. Es ist ein Riesendeal und wir sind sehr stolz drauf.
Herr Alting: Hero Colors Textildruck war eine reine Druckerei. Sie hat nie ein Lizenzgeschäft betrieben. Ich war damals Gesellschafter/Geschäftsführer. Diese 50.000,- DM - GmbH ist 93/94 in Konkurs gegangen. Ich war sehr überrascht, das dieses solch einen Wirbel ausgelöst hat. Zumal allen Beteiligten dieser Vorgang bekannt war. Wir sind vor dem Börsengang im Auftrag der Commerzbank von "Arthur Andersen" wochenlang durchleuchtet worden. Das Streuen dieser "Nachricht" wurde offensichtlich von denen initiiert, die begriffen haben, das wir, in der Börsianer Sprache ausgedrückt, als "Catogary Killer" nun den Merchandising Markt in Europa neu bestimmen.
Finance-Online: Wieviel Kapital ist nach dem Börsengang in die Kassen des Unternehmens geflossen und wie planen Sie diese Mittel einzusetzen?
Herr Alting: Nach ausüben des "Greenshoes" runde 46 Millionen DM. Diese Mittel werden zur Expansion des Kerngeschäftes verwendet. Neue, größere Lizenzen, Ausbau des Vertriebes in Europa, EM 2000 und natürlich Auqisitionen.
Finance-Online: Welche Wachstumsstrategien verfolgen Sie? Und sind schon andere Megaprojekte, wie zum Beispiel Titanic oder EM 2000, in Vorbereitung?
Herr Alting: Wie schon gesagt, wir werden die Erfolgsstory von Sunburst im deutschsprachigen Raum auf Europa ausdehnen. Wir verhandeln selbstverständlich über weitere Großprojekte. Aber es ist Heute noch etwas zu früh, darüber zu reden.
Finance-Online: Wie sehen die Anteile der verschiedenen Geschäftsfelder am Gesamtumsatz von Sunburst aus und wie werden sich diese weiterentwickeln?
Herr Alting: Uns war es immer sehr wichtig, den Umsatz der einzelnen Geschäftsfelder einigermaßen gleich zu verteilen. Selbstverständlich ist so ein Ereignis wie Star Wars in diesem Jahr herausragend. Aber wir haben dafür gesorgt, daß wir nicht von einer einzelnen Lizenz oder einem einzelnen Geschäftsfeld abhängig sind.
Finance-Online: Wird es in nächster Zeit kursbewegende Ereignisse geben, d.h. sind Road-Shows, Analystenstudien oder ähnliches geplant?
Herr Alting: Wir haben einiges in der Planung, können aber im Moment wirklich nichts konkretes sagen. Gespräche mit Investoren und Analysten finden natürlich regelmäßig statt. Zum Beispiel auf der IPOC im Dezember.
Finance-Online: Wo sehen Sie die Sunburst AG in 3 Jahren?
Herr Alting: Wir werden in 3 Jahren der führende Merchandiser in Europa sein. Das ist das Ziel. Der Markt ist "jungfräulich". Wir haben die Partner und das Geld, um diese, von außen betrachtet unglaubliche, Story zu schreiben.
