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So, 26. April 2026, 5:26 Uhr

TotalEnergies SE

WKN: 850727 / ISIN: FR0000120271

Total aufstocken


21.05.10 12:56
Oldenburgische Landesbank

Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Aktie von Total (ISIN FR0000120271 / WKN 850727) mit "aufstocken" ein.

Total könne wieder in alte Gewinnzonen zurückkehren. Im Zuge der vermehrten weltwirtschaftlichen Aktivität hätten sich die Preise für Öl- und Gasprodukte wieder merklich verteuert. Im Gleichschritt mit den steigenden Energiepreisen hätten sich auch die Zahlen von Total weiter verbessert. So liege der Umsatz im ersten Quartal 2010 um knapp 8 Mrd. Euro oder 30% über dem des Vorjahresquartals. Der Gewinn habe um 14% auf 2,6 Mrd. Euro angezogen, der höchste Quartalsgewinn seit 18 Monaten. Für das Geschäftsjahr 2010 werde ein Umsatz von 143 Mrd. Euro erwartet, bei einem Gewinn vor Steuern (EBT) von 20,9 Mrd. Euro. Mit diesen Zahlen nähere sich TOTAL wieder den alten Rekorden.

Bilanziell stehe der Konzern auf breiten Füßen. Die liquiden Mittel würden einen Wert von 12,95 Mrd. Euro ausweisen, die Eigenkapitalquote betrage 43% und die Nettoverschuldung solle in diesem Jahr nur leicht auf 14,1 Mrd. Euro steigen. Die Investitionen sollten einen Wert von 22,5 Mrd. Euro annehmen, etwa 1,25 Mrd. mehr als im Vorjahr. 80% der Investitionen würden in den Upstream-Sektor (Exploration und Produktion) fließen, 20% in den Downstream-Bereich (Raffinierung und Vertrieb). Das Ungleichgewicht rühre von den bestehenden Überkapazitäten her, die unter anderem auf den sinkenden Benzinverbrauch in Westeuropa zurückzuführen seien. Hauptumsatztreiber werde aber auch künftig das Downstream-Geschäft bleiben, erwirtschafte Total hier doch 73% seiner Erlöse.

Natürlich hänge die weitere Entwicklung der Total-Aktie im Wesentlichen vom Öl- und Erdgaspreis ab. Der Rohölpreis habe sich seit dem Tiefpunkt in etwa verdoppelt und schwanke derzeit um die Marke von 70 USD. Die aktuelle Euroschwäche gegenüber der amerikanischen Währung werde die Erlösseite von Total positiv beeinflussen. Der Erdgaspreis sei allerdings seit zwei Jahren im Sinkflug. Auch der strenge Winter habe den Preisverfall nur kurzfristig mildern können. Derzeit notiere der Gaspreis 60% unter den ehemaligen Höchstständen. Als Folge würden die Margen im Gasgeschäft weiter unter Druck bleiben. Total wolle dennoch an seiner Ausschüttungspolitik festhalten und die Dividende stabil halten.

Aufgrund des Kursrückgangs in den letzten Wochen ergebe sich somit eine erwartete Dividendenrendite von über 6%. Auch die Bewertung der Aktie sei im Branchenvergleich günstig. Positiv zu sehen sei ebenfalls der weitere Abbau der Sanofi-Aventis Beteiligung, das so freigesetzte Kapital könne entweder an die Aktionäre ausgeschüttet werden oder in höher rentierliche Projekte investiert werden.

Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank raten dazu, den Kursrücksetzer in den vergangenen Tagen zum Aufstocken neuer Bestände in der Aktie von Total zu nutzen. (Analyse vom 21.05.2010) (21.05.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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