US-Arbeitsmarkt weiter auf dem Weg der Heilung
05.11.12 13:01
ETX Capital
London (www.aktiencheck.de) - Ein solider US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Oktober ließ den US-Dollar Ende letzter Woche gegenüber Euro und Yen aufwerten, so Oliver Bossmann, Marktanalyst von ETX Capital.
Der Kurs des EUR/USD sei deutlich unter die Marke von 1,29 USD gefallen und der Kurs des USD/JPY habe nach den Zahlen die Marke von 80,60 JPY erreichen können. Der Grund für den starken US-Dollar sei vor allem in der Anzahl an neu geschaffenen Stellen ex Landwirtschaft zu suchen gewesen, die mit 171.000 die Schätzungen der Analysten signifikant übertroffen hätten. Die Konsensschätzungen hätten hier bei 125.000 neu geschaffenen Stellen gelegen. Im August und September seien außerdem zusammen 84.000 mehr Arbeitsplätze entstanden als bislang angenommen.
Überzeugen können habe die Analysten auch, dass in allen wichtigen Sektoren der US-Wirtschaft Arbeitsplätze geschaffen worden seien. Sowohl die Dienstleister als auch die Einzelhändler, die Industrie und die Baubranche hätten zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Dies könne auf eine robuste US-Konjunktur schließen lassen, die besser gewappnet sei für ein schwaches weltwirtschaftliches Konjunkturumfeld und Schocks. Die Arbeitslosenrate sei jedoch wie erwartet leicht angestiegen, von 7,8 Prozent in September auf 7,9 Prozent im Oktober.
Mit den positiven Arbeitsmarktberichten der letzten Monate sei auch das Konsumentenvertrauen in den USA gestärkt worden. Das wichtigste Barometer für die Verbraucherstimmung, der Index zum Konsumentenvertrauen der Universität Michigan, sei letzten Monat mit einem Indexstand von 82,6 auf Niveaus gestiegen, die seit der Finanzkrise vor fünf Jahren nicht mehr erreicht worden seien. Gleiches gelte für den Index für Konsumentenvertrauen des Conference Board, der im September mit 72,2 gemeldet worden sei.
Der Optimismus bei den Verbrauchern scheine langsam zurückzukommen, jedoch werde die Stimmung momentan noch durch das so genannte "Fiscal Cliff" belastet, das wie ein Damoklesschwert über der US-Konjunktur hänge. Sollten sich Präsident, Senat und Repräsentantenhaus nicht einigen können, wovon momentan nicht auszugehen sei, dann würden aufgrund der gesetzlich festgelegten Schuldenobergrenze Kürzungen des Staatsbudget und Steuererhöhungen von über 600 Milliarden US-Dollar auf die USA zukommen. Dies könnte die US-Volkswirtschaft in eine erneute Rezession katapultieren.
Für diese Woche stehe bei den Marktteilnehmern natürlich die US-Präsidentschaftswahl am Dienstag im Fokus des Interesses. Experten zufolge wäre den Finanzmärkten ein Sieg von Amtsinhaber Barack Obama lieber, als der seines republikanischen Herausforderers Mitt Romney. Die Kritik Romneys an dem Chef der US-Notenbank FED Ben Bernanke könnte bei einem Machtwechsel am Markt zu Unsicherheit führen. Es werde befürchtet, dass er die Hilfsmaßnahmen der FED vorschnell abbrechen könnte. Nach der Wahl dürfte dann aber wieder das große Thema US-Haushalt auf der Agenda stehen. (05.11.2012/ac/a/m)
Der Kurs des EUR/USD sei deutlich unter die Marke von 1,29 USD gefallen und der Kurs des USD/JPY habe nach den Zahlen die Marke von 80,60 JPY erreichen können. Der Grund für den starken US-Dollar sei vor allem in der Anzahl an neu geschaffenen Stellen ex Landwirtschaft zu suchen gewesen, die mit 171.000 die Schätzungen der Analysten signifikant übertroffen hätten. Die Konsensschätzungen hätten hier bei 125.000 neu geschaffenen Stellen gelegen. Im August und September seien außerdem zusammen 84.000 mehr Arbeitsplätze entstanden als bislang angenommen.
Mit den positiven Arbeitsmarktberichten der letzten Monate sei auch das Konsumentenvertrauen in den USA gestärkt worden. Das wichtigste Barometer für die Verbraucherstimmung, der Index zum Konsumentenvertrauen der Universität Michigan, sei letzten Monat mit einem Indexstand von 82,6 auf Niveaus gestiegen, die seit der Finanzkrise vor fünf Jahren nicht mehr erreicht worden seien. Gleiches gelte für den Index für Konsumentenvertrauen des Conference Board, der im September mit 72,2 gemeldet worden sei.
Der Optimismus bei den Verbrauchern scheine langsam zurückzukommen, jedoch werde die Stimmung momentan noch durch das so genannte "Fiscal Cliff" belastet, das wie ein Damoklesschwert über der US-Konjunktur hänge. Sollten sich Präsident, Senat und Repräsentantenhaus nicht einigen können, wovon momentan nicht auszugehen sei, dann würden aufgrund der gesetzlich festgelegten Schuldenobergrenze Kürzungen des Staatsbudget und Steuererhöhungen von über 600 Milliarden US-Dollar auf die USA zukommen. Dies könnte die US-Volkswirtschaft in eine erneute Rezession katapultieren.
Für diese Woche stehe bei den Marktteilnehmern natürlich die US-Präsidentschaftswahl am Dienstag im Fokus des Interesses. Experten zufolge wäre den Finanzmärkten ein Sieg von Amtsinhaber Barack Obama lieber, als der seines republikanischen Herausforderers Mitt Romney. Die Kritik Romneys an dem Chef der US-Notenbank FED Ben Bernanke könnte bei einem Machtwechsel am Markt zu Unsicherheit führen. Es werde befürchtet, dass er die Hilfsmaßnahmen der FED vorschnell abbrechen könnte. Nach der Wahl dürfte dann aber wieder das große Thema US-Haushalt auf der Agenda stehen. (05.11.2012/ac/a/m)
