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So, 26. April 2026, 19:26 Uhr

US-Börsen angespannte Situation


10.05.04 08:49
iWatch

Nach der schrecklichen Vorwoche, in der Nortel und JDS Uniphase unter die Räder gerieten, folgte diese Woche eine leichte Erholung, berichten die Experten von "iWatch".

Nortel, die vorübergehend bis auf 3,33 US-Dollar gefallen seien, hätten nach dem ersten Schrecken wieder die 4 US-Dollar erklimmen können. JDS Uniphase sei noch immer am Verarbeiten des Schocks und werde immer wieder nahe 3 US-Dollar gedrückt.

Insgesamt sei die Situation sehr angespannt. Leichte Kurserholungen würden sofort zu Verkäufen genutzt. Bis zur Fed-Sitzung am Dienstag Nachmittag hätten die Aktien seitwärts tendiert.

Alan Greenspan habe erwartungsgemäß den US-Leitzins auf dem 46- Jahrestief bei 1% belassen. Jedoch habe er angekündigt, dass die FED bei einer Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den USA gegebenenfalls aktiv werden könne. Aktiv heiße in diesem Zusammenhang: Zinserhöhung.

Auf der einen Seite sei dies positiv, denn endlich bestätige nun auch die Fed, dass sich die US-Wirtschaft erhole. Auf der anderen Seite sei dies negativ, denn Zinssteigerungen würden eine Verteuerung der Refinanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen bedeuten und damit werde das Wirtschaftswachstum gebremst. Doch vom Niveau von 1% aus müssten schon einige Zinsschritte erfolgen, um eine Wirkung zu erzielen.

Insgesamt sei die Nasdaq im Wochenvergleich leicht abgesackt, S&P 500 und Dow Jones seien nahezu unverändert geblieben. Dies Verhalten zeigt, dass die Entscheidung der Fed, die mit Spannung erwartet wurde, keine Überraschung war, sondern weitgehend erwartet wurde, so die Experten von "iWatch". Dennoch habe dem Markt ein Impuls gefehlt, um Kurssteigerungen zu initiieren.

Ebenfalls schwer habe die Ölpreisentwicklung auf den Aktien gelastet: Das Fass Crude Oil habe allein in der abgelaufenen Woche um 6,25% zugelegt und notiere damit wieder nahe an den Jahreshöchstständen.

Ein hoher Ölpreis führe, wie auch höhere Zinsen, zu höheren Kosten für die energiehungrige US-Wirtschaft. Dies sei also alles andere als eine positive Rahmenbedingung.

Nach den Jahreshöchstständen der vergangenen Wochen habe der US-Dollar nun wieder einige Punkte abgegeben. Trotz fallendem US-Dollar-Kurs habe sich der Goldpreis kaum erholen können, vielmehr notiere die Feinunze nahe am Jahrestiefstkurs.

In den vergangenen Monaten hätten sich Gold und US-Dollar immer stärker gegenläufig entwickelt. Nach Einschätzung der Experten sollte die Goldschwäche daher lediglich vorübergehend sein.

Bleibt der Anleihenmarkt: Die Rendite des T-Bond, also der 10-jährigen Staatsanleihen, sei weiter angestiegen. Dies spiegele die Erwartung des Marktes auf eine Zinserhöhung der Fed in nicht allzu ferner Zukunft wider. Vielleicht schon bei der nächsten Sitzung im Juni.

Die Frage, die nun auf der Börse laste, sei: Wie viele Zinsschritte die Fed über welchen Zeitraum vollziehen werde und wo der US-Leitzins zum Jahresende stehen werde.





 
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