US-Markt Aktienrallye strauchelt
15.03.04 09:26
iWatch
Über 4% haben Dow Jones und S&P 500 in der abgelaufenen Woche abgegeben. Der Nasdaq gar über 5%, berichten die Experten von "iWatch".
Dabei hätten die Experten am vergangenen Freitag bereits das Ende der Korrekturphase erwartet. Im Wesentlichen seien zwei Faktoren falsch eingestuft worden: Zum einen die Präsidentschaftswahlen und zum anderen technische Faktoren.
Zu den Präsidentschaftswahlen: Offensichtlich habe John Kerry bessere Chancen, als man ihm letzten Freitag noch habe zugestehen wollen. Aktuelle Umfragen würden ihn sogar knapp vor Bush zeigen. Wie in der letzten Woche ausgeführt, würde ein Wahlsieg von Kerry von der Börse negativ aufgenommen werden, da Kerry bereits angekündigt habe, Steuererhöhungen sowohl insbesondere für die "Reichen" durchzuführen als auch die Spendierfreude der Regierung einzuschränken. Somit verdaue die Börse derzeit die Umfrageergebnisse, in denen Kerry knapp vor Bush liege.
Weiterhin kämen technische Faktoren zu der Korrektur hinzu. Diese Woche habe man gleich zwei Geburtstage: zum einen habe genau vor einem Jahr die Rallye begonnen, die bis heute ohne nennenswerte Korrekturen sämtliche Börsenindizes mit sich gezogen habe. Zum anderen habe der Nasdaq vor genau vier Jahren sein All-Time-High bei 5.132,52 Punkten erreicht.
Während der drei Jahre Baisse hätten Börsianer zu Shorten gelernt (Leerverkaufen). Auf fallende Aktienkurse zu spekulieren sei in dieser Zeit für viele professionelle Anleger zu einer lukrativen Einnahmequelle geworden.
Während der Rallye im vergangenen Jahr jedoch hätten sie auch gelernt, wie schmerzhaft Leerverkäufe sein könnten, wenn die Kurse ansteigen würden. Und während erfolglose Leerverkäufe immer wieder zu schmerzhaften Verlusten geführt hätten, hätten Anleger mit exorbitanten Gewinnen in Long-Geschäften (Long = normale Aktienkäufe) frohlockt. Somit hätten im Laufe des letzten Jahres immer mehr Anleger ihre Short-Spekulationen eingestellt. Die Shortquote (Anzahl der eingegangenen Leerverkäufe) bezogen auf den Gesamtmarkt sei daher heute sehr gering.
Wenngleich Leerverkäufer auf fallende Kurse spekulieren und allein dadurch manchmal Kursstürze hervorrufen oder verstärken würden, so hätten sie aber auch eine gegenteilige Wirkung in Korrekturphasen: Sei der Pessimismus so groß, dass niemand mehr kaufen möge, so würden die Kurse immer weiter fallen. Leerverkäufer seien in solchen Phasen meist die ersten, die durch ihre Deckungskäufe eine Bodenbildung herbeiführen würden.
In der abgelaufenen Woche sei der Pessimismus an den Börsen so groß gewesen, dass niemand habe kaufen wollen. Die Kurse seien immer weiter gefallen, obwohl einzelne Aktien bereits wieder attraktive Bewertungsniveaus erreicht hätten. Aber dennoch würden sich potentielle Käufer zurück halten. Da die Shortquote derzeit gering sei, seien auch Deckungskäufe von zufriedenen Leerverkäufern, die ihre Gewinne hätten sichern wollen, ausgeblieben. Es habe kaum offene Leerpositionen gegeben, die es einzudecken gegolten habe.
So würden sich die Experten von "iWatch" den starken Kursverlust in der abgelaufenen Woche erklären. Natürlich habe es jeden Tag Meldungen gegeben, die in dieser Marktverfassung verheerende Auswirkungen auf die Börsenkurse gehabt hätten.
Hier eine Liste der Dinge, die in der abgelaufenen Woche aus Börsensicht schief gegangen seien: Schlechte Arbeitsmarktdaten, schwacher Intel-Geschäftsausblick, gute Umfrageergebnisse von John Kerry gegenüber Bush, GE-Aktienplatzierung i.H.v. 3,8 Mrd. US-Dollar, Niedriges Zinsniveau (durch Asiaten) schüre Konjunkturängste, Rekord-Haushaltsdefizit der USA, dennoch starker US-Dollar und schließlich, gerade als all diese Negativfaktoren verarbeitet gewesen seien, hätten die schrecklichen Attentate in Spanien die Welt erschüttert und würden anschließend mit Al Quaida in Verbindung gebracht.
Nun sei die Aktienrallye seit einigen Wochen ins Straucheln gekommen. Es stelle sich nun die Frage, ob dies der Anfang vom Ende sei. Ob die Aktienbörse nach einer einmaligen Rallye nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurück komme und die Kurse weiter fallen würden.
Dabei hätten die Experten am vergangenen Freitag bereits das Ende der Korrekturphase erwartet. Im Wesentlichen seien zwei Faktoren falsch eingestuft worden: Zum einen die Präsidentschaftswahlen und zum anderen technische Faktoren.
Zu den Präsidentschaftswahlen: Offensichtlich habe John Kerry bessere Chancen, als man ihm letzten Freitag noch habe zugestehen wollen. Aktuelle Umfragen würden ihn sogar knapp vor Bush zeigen. Wie in der letzten Woche ausgeführt, würde ein Wahlsieg von Kerry von der Börse negativ aufgenommen werden, da Kerry bereits angekündigt habe, Steuererhöhungen sowohl insbesondere für die "Reichen" durchzuführen als auch die Spendierfreude der Regierung einzuschränken. Somit verdaue die Börse derzeit die Umfrageergebnisse, in denen Kerry knapp vor Bush liege.
Weiterhin kämen technische Faktoren zu der Korrektur hinzu. Diese Woche habe man gleich zwei Geburtstage: zum einen habe genau vor einem Jahr die Rallye begonnen, die bis heute ohne nennenswerte Korrekturen sämtliche Börsenindizes mit sich gezogen habe. Zum anderen habe der Nasdaq vor genau vier Jahren sein All-Time-High bei 5.132,52 Punkten erreicht.
Während der drei Jahre Baisse hätten Börsianer zu Shorten gelernt (Leerverkaufen). Auf fallende Aktienkurse zu spekulieren sei in dieser Zeit für viele professionelle Anleger zu einer lukrativen Einnahmequelle geworden.
Wenngleich Leerverkäufer auf fallende Kurse spekulieren und allein dadurch manchmal Kursstürze hervorrufen oder verstärken würden, so hätten sie aber auch eine gegenteilige Wirkung in Korrekturphasen: Sei der Pessimismus so groß, dass niemand mehr kaufen möge, so würden die Kurse immer weiter fallen. Leerverkäufer seien in solchen Phasen meist die ersten, die durch ihre Deckungskäufe eine Bodenbildung herbeiführen würden.
In der abgelaufenen Woche sei der Pessimismus an den Börsen so groß gewesen, dass niemand habe kaufen wollen. Die Kurse seien immer weiter gefallen, obwohl einzelne Aktien bereits wieder attraktive Bewertungsniveaus erreicht hätten. Aber dennoch würden sich potentielle Käufer zurück halten. Da die Shortquote derzeit gering sei, seien auch Deckungskäufe von zufriedenen Leerverkäufern, die ihre Gewinne hätten sichern wollen, ausgeblieben. Es habe kaum offene Leerpositionen gegeben, die es einzudecken gegolten habe.
So würden sich die Experten von "iWatch" den starken Kursverlust in der abgelaufenen Woche erklären. Natürlich habe es jeden Tag Meldungen gegeben, die in dieser Marktverfassung verheerende Auswirkungen auf die Börsenkurse gehabt hätten.
Hier eine Liste der Dinge, die in der abgelaufenen Woche aus Börsensicht schief gegangen seien: Schlechte Arbeitsmarktdaten, schwacher Intel-Geschäftsausblick, gute Umfrageergebnisse von John Kerry gegenüber Bush, GE-Aktienplatzierung i.H.v. 3,8 Mrd. US-Dollar, Niedriges Zinsniveau (durch Asiaten) schüre Konjunkturängste, Rekord-Haushaltsdefizit der USA, dennoch starker US-Dollar und schließlich, gerade als all diese Negativfaktoren verarbeitet gewesen seien, hätten die schrecklichen Attentate in Spanien die Welt erschüttert und würden anschließend mit Al Quaida in Verbindung gebracht.
Nun sei die Aktienrallye seit einigen Wochen ins Straucheln gekommen. Es stelle sich nun die Frage, ob dies der Anfang vom Ende sei. Ob die Aktienbörse nach einer einmaligen Rallye nun wieder auf den Boden der Tatsachen zurück komme und die Kurse weiter fallen würden.
