Verbesserung der US-Wirtschaft wird zur Euro-Abschwächung führen
16.02.12 11:31
Banque SYZ & CO
Genf (aktiencheck.de AG) - Seit 2008 nutzen die größten Zentralbanken der entwickelten Welt zunehmend die Größe ihrer Bilanzen als Geldpolitik-Werkzeug, um Kreditzinsen zu senken, so die Experten der Banque SYZ & CO.
Sowohl die FED als auch die Bank of England (BoE) hätten bereits zwei Programme quantitativer Lockerung durchgeführt, wobei die BoE gerade eine weitere Runde für dieses Frühjahr angekündigt habe.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hingegen habe sich diesem Werkzeug der Geldpolitik gegenüber lange Zeit verhalten gezeigt, bis auch sie es sich kürzlich zu Eigen gemacht habe. Es seien größere Schuldenaufkäufe während des Sommers sowie eine umfassende Zunahme diverser Refinanzierungs-Maßnahmen gefolgt, die Ende Dezember 2011 in einem dreijährigen LTRO-Geschäft gegipfelt hätten.
Nach dieser Aktivität Ende 2011 habe die EZB zuletzt pausiert. Zur gleichen Zeit habe sich die amerikanische FED Ende Januar um weitere Kreditgewährungen bemüht, indem sie den Zeitraum einer möglichen Zinsanhebung auf Mitte 2013 bis Ende 2014 verschoben und sich die Tür für eine dritte Runde quantitativer Lockerung offen gehalten habe. Diese Lockerungsvorhaben, die sich unlängst mehr in der Haltung der FED als der EZB geäußert hätten, könnten nach Ansicht der Experten den kürzlichen Aufschwung des Euro gegenüber dem USD erklären.
Dennoch, so würden die Schweizer Spezialisten befürchten, dürfte sich der Trend in den kommenden Wochen und Monaten wieder umkehren und den Euro schwächer stellen. Die Verbesserung der US-amerikanischen Wirtschaftsdaten vermindere die Dringlichkeit für die FED, eine dritte Runde quantitativer Lockerung durchzusetzen - jedenfalls in naher Zukunft. Die EZB hingegen dürfte auch weiterhin für Liquiditätsspritzen sorgen - mindestens mithilfe des für Ende Februar angesetzten dreijährigen Refinanzierungsgeschäftes. Sobald dies eintrete, dürfte sich der Euro wieder im Abwärtstrend gegenüber dem USD befinden, würden die Experten schätzen. (16.02.2012/ac/a/m)
Sowohl die FED als auch die Bank of England (BoE) hätten bereits zwei Programme quantitativer Lockerung durchgeführt, wobei die BoE gerade eine weitere Runde für dieses Frühjahr angekündigt habe.
Nach dieser Aktivität Ende 2011 habe die EZB zuletzt pausiert. Zur gleichen Zeit habe sich die amerikanische FED Ende Januar um weitere Kreditgewährungen bemüht, indem sie den Zeitraum einer möglichen Zinsanhebung auf Mitte 2013 bis Ende 2014 verschoben und sich die Tür für eine dritte Runde quantitativer Lockerung offen gehalten habe. Diese Lockerungsvorhaben, die sich unlängst mehr in der Haltung der FED als der EZB geäußert hätten, könnten nach Ansicht der Experten den kürzlichen Aufschwung des Euro gegenüber dem USD erklären.
Dennoch, so würden die Schweizer Spezialisten befürchten, dürfte sich der Trend in den kommenden Wochen und Monaten wieder umkehren und den Euro schwächer stellen. Die Verbesserung der US-amerikanischen Wirtschaftsdaten vermindere die Dringlichkeit für die FED, eine dritte Runde quantitativer Lockerung durchzusetzen - jedenfalls in naher Zukunft. Die EZB hingegen dürfte auch weiterhin für Liquiditätsspritzen sorgen - mindestens mithilfe des für Ende Februar angesetzten dreijährigen Refinanzierungsgeschäftes. Sobald dies eintrete, dürfte sich der Euro wieder im Abwärtstrend gegenüber dem USD befinden, würden die Experten schätzen. (16.02.2012/ac/a/m)
