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Mo, 27. April 2026, 5:17 Uhr

Warten auf EZB und US-Arbeitsmarktbericht


03.12.12 09:32
ETX Capital

London (www.aktiencheck.de) - Nachdem der Kurs des EUR/USD letzte Woche mehrfach die Kursmarke bei 1,30 USD getestet hatte, konnte das Devisenpaar dann schließlich zu Beginn der neuen Handelswoche diese Hürde überwinden, so Oliver Bossmann, Analyst bei ETX Capital.

Momentan tendiere der EUR/USD bei Kursen um die Marke von 1,3030 USD. Die Marke von 1,30 USD könnte unter Umständen vor allem für kurzfristig orientierte Devisentrader zu einer technischen und psychologischen Unterstützung für den Devisenkurs werden, jedoch relativiere sich die Bedeutung dieser Marke beim Blick auf den mittelfristigen EUR/USD-Chart, denn der Kurs des Währungspaares befinde sich inmitten einer breiten Seitwärtsrange. Die obere Begrenzung der breit angelegten Seitwärtsbewegung verlaufe bei 1,3175 USD und die untere Begrenzung bei 1,28 USD.

Aus charttechnischer Sicht sei der Ausbruch des Kurses nach unten aus dieser Seitwärtsrange Anfang November als sehr negativ zu bewerten gewesen. Mit der schnellen Rückkehr des Devisenkurses in die etablierte Seitwärtsrange habe das mittelfristige Chartbild des EUR/USD jedoch wieder ins Positive drehen können. Erst ein erneuter Bruch der charttechnischen Unterstützungslinie bei 1,28 USD könnte das momentan positive Chartbild neutralisieren. Von fundamentaler Seite könnten die Devisenhändler vor allem auf die Zinssatzentscheidung der EZB und die offiziellen US-Arbeitsmarktdaten blicken.

Die EZB tage am Donnerstag und werde dann auf der anschließenden Pressekonferenz ihre Zinssatzentscheidung verkünden. Analysten würden hier erwarten, dass die EZB die Zinsen unverändert bei 0,75 Prozent belasse. Jedoch würden sich die Marktteilnehmer von Draghi weitere Aussagen zu dem aufgelegten OMT-Programm und der Rolle der europäischen Zentralbank in der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise erhoffen.

Am Freitag würden die Finanzmarktteilnehmer dann den US-Arbeitsmarktbericht für den Monat November erwarten. Die Schätzungen zu den neu geschaffenen Stellen ex Landwirtschaft lägen hier bei 90.000 und die US-Arbeitslosenrate werde auf 7,9 Prozent geschätzt. Von beiden Events könnten eventuell nachhaltige Impulse für den Kurs des EUR/USD ausgehen. (03.12.2012/ac/a/m)