Weltuntergang Life Science Sektor
12.06.02 15:13
Hornblower Fischer
Weltuntergangsstimmung im Life Science Sektor, so die Einschätzung der Analysten von Hornblower Fischer.
Der AMEX Biotechnology Index sei um 8,13% auf 336,93 Zähler eingebrochen, der S&P Healthcare Index um für den Pharmasektor heftige 3,52% auf 328,10 Punkte. Im Wochenvergleich habe das Biotechbarometer sogar 11,7% verloren, während der Nasdaq Composite Index "nur" 5,1% abgeben musste. Schlechte Nachrichten ohne Ende hätten die Investoren zuletzt kapitulieren und die Papiere unlimitiert abstoßen lassen. Im Biotechsektor habe Biogen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für Q2 und einer erneuten Reduzierung der Ganzjahresprognosen aufgrund schwacher Verkaufszahlen des MS-Mittels Avonex enttäuscht. Dazu sei Genentech gekommen, das laut Gerichtsbeschluss 300 Mio. USD an Schadensersatz an ein Forschungsinstitut zahlen muss. IDEC Pharma. habe alle Phase II-Testreihen mit seinem Wirkstoffkandidaten IDEC-131 gestoppt und sei daraufhin eingebrochen.
Idevus Pharma. und Dusa crashten, nachdem die Pharmapartner Pfizer bzw. Schering die Kooperationen für Pagoclone bzw. Levulan aufgaben und alle Rechte an die beiden Biotechunternehmen zurückführten. Den Pharmasektor habe erneut die irische Elan nach Gerüchten um einen bevorstehenden Liquiditätsengpass belastet. Noch mehr habe gestern Abbott Labs nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für Q2 und das gesamte Geschäftsjahr 2002 geschockt. Zu allem Überfluss müsse sich der Markt auch noch gegen Gerüchte stemmen, wonach der Biotechgigant Amgen ebenfalls kurz vor einer Umsatz- und Gewinnwarnung für das zweite Quartal stehe. Mit den gestrigen Verlusten hätten u.a. IDEC Pharma. (-15%), Millennium Pharma. (-12%), Human Genome Scien-ces (-8%), Alkermes (-14%) und MedImmune (-9,5%) neue 52-Wochen-Tiefs markiert.
Die Analysten von Hornblower Fischer rechnen daher mit insgesamt weiteren Abgaben im Biotechsektor, wobei immer wieder technische Reaktionen nach oben möglich sind. Nachdem der Kampf um die 380er-Marke im BTK mittlerweile klar verloren wurde, bekräftigen die Analysten des Hornblower Fischer Researchteams ihre kurz- und mittelfristige Zielzone für den Index bei 305 bis 290 Punkten. Dies entspreche einem weiteren Korrekturpotenzial von 10% bis 14%. Zwischenerholungen würden auf Widerstände bei 350 Zählern und der wohl härtesten Nuss bei 375-380 Punkten treffen.
Der AMEX Biotechnology Index sei um 8,13% auf 336,93 Zähler eingebrochen, der S&P Healthcare Index um für den Pharmasektor heftige 3,52% auf 328,10 Punkte. Im Wochenvergleich habe das Biotechbarometer sogar 11,7% verloren, während der Nasdaq Composite Index "nur" 5,1% abgeben musste. Schlechte Nachrichten ohne Ende hätten die Investoren zuletzt kapitulieren und die Papiere unlimitiert abstoßen lassen. Im Biotechsektor habe Biogen nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für Q2 und einer erneuten Reduzierung der Ganzjahresprognosen aufgrund schwacher Verkaufszahlen des MS-Mittels Avonex enttäuscht. Dazu sei Genentech gekommen, das laut Gerichtsbeschluss 300 Mio. USD an Schadensersatz an ein Forschungsinstitut zahlen muss. IDEC Pharma. habe alle Phase II-Testreihen mit seinem Wirkstoffkandidaten IDEC-131 gestoppt und sei daraufhin eingebrochen.
Idevus Pharma. und Dusa crashten, nachdem die Pharmapartner Pfizer bzw. Schering die Kooperationen für Pagoclone bzw. Levulan aufgaben und alle Rechte an die beiden Biotechunternehmen zurückführten. Den Pharmasektor habe erneut die irische Elan nach Gerüchten um einen bevorstehenden Liquiditätsengpass belastet. Noch mehr habe gestern Abbott Labs nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für Q2 und das gesamte Geschäftsjahr 2002 geschockt. Zu allem Überfluss müsse sich der Markt auch noch gegen Gerüchte stemmen, wonach der Biotechgigant Amgen ebenfalls kurz vor einer Umsatz- und Gewinnwarnung für das zweite Quartal stehe. Mit den gestrigen Verlusten hätten u.a. IDEC Pharma. (-15%), Millennium Pharma. (-12%), Human Genome Scien-ces (-8%), Alkermes (-14%) und MedImmune (-9,5%) neue 52-Wochen-Tiefs markiert.
Die Analysten von Hornblower Fischer rechnen daher mit insgesamt weiteren Abgaben im Biotechsektor, wobei immer wieder technische Reaktionen nach oben möglich sind. Nachdem der Kampf um die 380er-Marke im BTK mittlerweile klar verloren wurde, bekräftigen die Analysten des Hornblower Fischer Researchteams ihre kurz- und mittelfristige Zielzone für den Index bei 305 bis 290 Punkten. Dies entspreche einem weiteren Korrekturpotenzial von 10% bis 14%. Zwischenerholungen würden auf Widerstände bei 350 Zählern und der wohl härtesten Nuss bei 375-380 Punkten treffen.
