APONTIS PHARMA Aktie: Neue Vertriebsstrategie greift langsamer als erwartet
13.11.24 18:09
Montega AG
Hamburg (www.aktiencheck.de) - APONTIS PHARMA-Aktienanalyse von der Montega AG:
Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der APONTIS PHARMA AG (ISIN: DE000A3CMGM5, WKN: A3CMGM, Ticker-Symbol: APPH) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Die APONTIS PHARMA AG habe am vergangenen Donnerstag die Zahlen für das dritte Quartal 2024 veröffentlicht, die insgesamt hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben seien. Hauptursache hierfür sei die schwächere Entwicklung im Bereich Single Pill gewesen, die den Vorstand veranlasst habe, die Umsatzprognose um 2 Mio. EUR auf 48,7 Mio. EUR (zuvor: 50,7 Mio. EUR) zu senken.
Treiber für das Umsatzwachstum von 83% yoy auf 13,2 Mio. EUR im vergangenen Quartal sei das Kooperationsgeschäft gewesen, das dank der neuen Vertriebsvereinbarung mit Novartis für Enerzair und Atectura einen deutlichen Umsatzsprung verzeichnet habe (+121,1% yoy). Auch das Single-Pill-Geschäft habe mit einem Zuwachs von 65,2% yoy auf 8,3 Mio. EUR eine deutliche Umsatzsteigerung verbuchen können, sei jedoch hinter den Vorquartalen und der Analystenerwartung zurückgeblieben (9,5 Mio. EUR).
Kruse habe berücksichtigt, dass APONTIS in H1 vorübergehend von Lieferengpässen eines Wettbewerbers bei Tonotec profitiert habe, sei jedoch von einer stärkeren Entwicklung im übrigen Portfolio ausgegangen. Bereinigt um die Effekte von Tonotec und Atorimib habe das übrige Single-Pill Portfolio eine stagnierende Umsatzentwicklung verzeichnet, was im Hinblick auf die neue Vertriebsstrategie enttäuschend sei. Entsprechend habe das Unternehmen die Erwartungen für diesen Geschäftsbereich gesenkt, jedoch im Conference Call betont, dass die Anlaufkurve einer neuen Strategie schwer vorhersehbar sei und daher lediglich von einer verzögerten Umsatzentwicklung ausgegangen werde.
Das EBITDA habe im dritten Quartal mit 0,5 Mio. EUR erwartungsgemäß unter den Vorquartalen gelegen (Q1/24: 1,0 Mio. EUR, Q2/24: 1,1 Mio. EUR), da wie angekündigt verstärkt in das Marketing zur Unterstützung der neuen Vertriebsstrategie investiert worden sei. Der geringer als erwartete Umsatz habe jedoch das Erreichen der EBITDA-Prognose des Analysten (0,7 Mio. EUR) verhindert und dürfte laut Guidance auch im vierten Quartal auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Die hierin implizierte Steigerung der Profitabilität in Q4 halte der Analyst aufgrund der reduzierten Marketingaktivitäten für erreichbar. Allerdings werde das von ihm ursprünglich geplante deutliche Übertreffen der Ergebnisprognose eine Herausforderung darstellen. Der Analyst habe seine Schätzungen für das laufende Jahr entsprechend gesenkt und das Single-Pill-Wachstum aus gegebenem Anlass für 2025 ff. konservativer modelliert, um den flacher als erwarteten Verlauf des übrigen Single Pill-Portfolios zu berücksichtigen.
Die verzögerte Umsatzentwicklung der neuen Vertriebsstrategie sei nachvollziehbar, bleibe jedoch eine gewisse Enttäuschung, da der Beweis der Wirksamkeit weiterhin ausstehe. Entsprechend habe sich aus Sicht des Analysten das Risikoprofil des Investment Case leicht verschlechtert, was er neben den reduzierten Prognosen auch durch eine Erhöhung des Betas von 1,4 auf 1,6 berücksichtige. Zwar bestehe zum neuen DCF-Wert von 11,86 EUR weiterhin ein Upside, jedoch halte der Analyst es angesichts der voraussichtlich deutlich eingeschränkten Fungibilität der Aktie für unwahrscheinlich, dass dieses Niveau in naher Zukunft erreicht werde.
Tim Kruse, CFA, Analyst der Montega AG, reduziert sein Kursziel entsprechend von 16,50 EUR auf 10,00 EUR und empfiehlt institutionellen Anlegern, die erhebliche Einschränkungen in der Liquidität und Handelbarkeit nicht tolerieren können, die Aktien anzudienen. Dies gelte auch im Hinblick auf die stark eingeschränkten juristischen Möglichkeiten für Aktionäre von im Freiverkehr notierten Unternehmen im Zusammenhang mit einem möglichen Delisting. (Analyse vom 13.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (13.11.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der APONTIS PHARMA AG (ISIN: DE000A3CMGM5, WKN: A3CMGM, Ticker-Symbol: APPH) von "halten" auf "verkaufen" herab.
Die APONTIS PHARMA AG habe am vergangenen Donnerstag die Zahlen für das dritte Quartal 2024 veröffentlicht, die insgesamt hinter den Analystenerwartungen zurückgeblieben seien. Hauptursache hierfür sei die schwächere Entwicklung im Bereich Single Pill gewesen, die den Vorstand veranlasst habe, die Umsatzprognose um 2 Mio. EUR auf 48,7 Mio. EUR (zuvor: 50,7 Mio. EUR) zu senken.
Treiber für das Umsatzwachstum von 83% yoy auf 13,2 Mio. EUR im vergangenen Quartal sei das Kooperationsgeschäft gewesen, das dank der neuen Vertriebsvereinbarung mit Novartis für Enerzair und Atectura einen deutlichen Umsatzsprung verzeichnet habe (+121,1% yoy). Auch das Single-Pill-Geschäft habe mit einem Zuwachs von 65,2% yoy auf 8,3 Mio. EUR eine deutliche Umsatzsteigerung verbuchen können, sei jedoch hinter den Vorquartalen und der Analystenerwartung zurückgeblieben (9,5 Mio. EUR).
Das EBITDA habe im dritten Quartal mit 0,5 Mio. EUR erwartungsgemäß unter den Vorquartalen gelegen (Q1/24: 1,0 Mio. EUR, Q2/24: 1,1 Mio. EUR), da wie angekündigt verstärkt in das Marketing zur Unterstützung der neuen Vertriebsstrategie investiert worden sei. Der geringer als erwartete Umsatz habe jedoch das Erreichen der EBITDA-Prognose des Analysten (0,7 Mio. EUR) verhindert und dürfte laut Guidance auch im vierten Quartal auf einem ähnlichen Niveau bleiben. Die hierin implizierte Steigerung der Profitabilität in Q4 halte der Analyst aufgrund der reduzierten Marketingaktivitäten für erreichbar. Allerdings werde das von ihm ursprünglich geplante deutliche Übertreffen der Ergebnisprognose eine Herausforderung darstellen. Der Analyst habe seine Schätzungen für das laufende Jahr entsprechend gesenkt und das Single-Pill-Wachstum aus gegebenem Anlass für 2025 ff. konservativer modelliert, um den flacher als erwarteten Verlauf des übrigen Single Pill-Portfolios zu berücksichtigen.
Die verzögerte Umsatzentwicklung der neuen Vertriebsstrategie sei nachvollziehbar, bleibe jedoch eine gewisse Enttäuschung, da der Beweis der Wirksamkeit weiterhin ausstehe. Entsprechend habe sich aus Sicht des Analysten das Risikoprofil des Investment Case leicht verschlechtert, was er neben den reduzierten Prognosen auch durch eine Erhöhung des Betas von 1,4 auf 1,6 berücksichtige. Zwar bestehe zum neuen DCF-Wert von 11,86 EUR weiterhin ein Upside, jedoch halte der Analyst es angesichts der voraussichtlich deutlich eingeschränkten Fungibilität der Aktie für unwahrscheinlich, dass dieses Niveau in naher Zukunft erreicht werde.
Tim Kruse, CFA, Analyst der Montega AG, reduziert sein Kursziel entsprechend von 16,50 EUR auf 10,00 EUR und empfiehlt institutionellen Anlegern, die erhebliche Einschränkungen in der Liquidität und Handelbarkeit nicht tolerieren können, die Aktien anzudienen. Dies gelte auch im Hinblick auf die stark eingeschränkten juristischen Möglichkeiten für Aktionäre von im Freiverkehr notierten Unternehmen im Zusammenhang mit einem möglichen Delisting. (Analyse vom 13.11.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (13.11.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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