APONTIS PHARMA Aktie: Zentiva kündigt freiwilliges öffentliches Erwerbsangebot für APONTIS PHARMA zu 10 EUR an
18.10.24 11:26
Montega AG
Hamburg (www.aktiencheck.de) - APONTIS PHARMA-Aktienanalyse von der Montega AG:
Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der APONTIS PHARMA AG (ISIN: DE000A3CMGM5, WKN: A3CMGM, Ticker-Symbol: APPH) von "kaufen" auf "halten" herab.
APONTIS PHARMA habe am 16.10. die Unterzeichnung einer Investitionsvereinbarung mit der Zentiva AG (Teil der Zentiva-Gruppe) bekannt gegeben. Diese Vereinbarung sehe ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 10,00 EUR je ausstehender APONTIS PHARMA-Aktie in bar vor. Der Angebotspreis entspreche einer Prämie von 52,9% auf den Schlusskurs des Vortages und von 38,3% auf den gewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate. Die Angebotsunterlagen würden voraussichtlich bis zum 27. Oktober 2024 unter www.zentiva-offer.com veröffentlicht. Die Annahmefrist beginne mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage und laufe vier Wochen. Die Durchführung des Angebots unterliege den üblichen Bedingungen, einschließlich einer Mindestannahmeschwelle von 65%. Zentiva habe bereits mit dem Mehrheitsaktionär Paragon eine Verkaufsvereinbarung über den Erwerb der gehaltenen Anteile (37,5%) zu einem Preis von 9,00 EUR je Aktie abgeschlossen. Zudem beabsichtigten Vorstand und Aufsichtsrat, die von ihnen gehaltenen Anteile anzudienen (MONe ca. 3-4%).
Gemäß der Investitionsvereinbarung werde APONTIS PHARMA - vorbehaltlich des Erreichens der Mindestannahmeschwelle sowie der Einhaltung aller Sorgfalts- und Treuepflichten des Vorstands - den Widerruf der Einbeziehung der Aktien in den Freiverkehr beantragen. Da APONTIS PHARMA nicht im regulierten Markt notiert sei, unterliege das Angebot nicht dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG), weshalb kein gesondertes Delisting-Angebot erforderlich sei.
Zentiva sei mit rund 100 Millionen verkauften Produkten einer der größten Generikaanbieter in Deutschland und Europa. Das tschechische Unternehmen sei ab 2009 Teil der Sanofi-Gruppe gewesen und sei 2018 vom Finanzinvestor Advent übernommen worden. Als voll integriertes Pharmaunternehmen verfüge Zentiva neben Vertriebsaktivitäten über zwei eigene Forschungs- und vier Produktionsstandorte. Zentiva erscheine daher als strategisch passender Eigentümer, zumal bereits Geschäftsbeziehungen zu APONTIS PHARMA bestünden. Zentiva plane, die Anzahl der Produkteinführungen zu erhöhen und eine Zusammenarbeit bei der internationalen Expansion zu vertiefen. Kruse teile daher die Auffassung des Vorstandes, dass durch den Zusammenschluss mehr Patienten schneller von einer verbesserten Therapie profitieren könnten.
Aus finanzieller Sicht sei das Angebot für die Aktionäre jedoch nicht sonderlich attraktiv. Das Unternehmen befinde sich nach der Restrukturierung in 2023 auf einem guten Weg. Die klinische Evidenz habe sich durch die START- und SECURE-Studien signifikant verbessert, was auch durch die zunehmenden Aktivitäten der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich "Single Pill" verdeutlicht werde. Auch wenn noch Klumpenrisiken bei Atorimib, Caramlo und Tonotec bestünden, würde das Produktportfolio deutlich ausgeweitet werden, und die neue Vertriebsstrategie würde bei gleichzeitig reduzierten Kosten bereits erste Erfolge zeigen. Hinzu komme die aus Sicht des Analysten sehr vorteilhafte Kooperation mit Novartis.
Sowohl der Zeitpunkt als auch die Höhe des Angebots habe Kruse überrascht. Obwohl Kruse Zentiva als strategisch passenden Eigentümer betrachte, halten er das vorgelegte Angebot angesichts seines Fair Values von 16,50 EUR für nicht besonders attraktiv. Gleichzeitig dürfte das geplante Delisting bei Erreichen der 65%-Schwelle die Handelbarkeit und somit den Wert der Aktie erheblich beeinträchtigen.
Daher stuft Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, die Aktie trotz des Upsides zum Kursziel auf "halten" zurück. (Analyse vom 18.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (18.10.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der APONTIS PHARMA AG (ISIN: DE000A3CMGM5, WKN: A3CMGM, Ticker-Symbol: APPH) von "kaufen" auf "halten" herab.
APONTIS PHARMA habe am 16.10. die Unterzeichnung einer Investitionsvereinbarung mit der Zentiva AG (Teil der Zentiva-Gruppe) bekannt gegeben. Diese Vereinbarung sehe ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von 10,00 EUR je ausstehender APONTIS PHARMA-Aktie in bar vor. Der Angebotspreis entspreche einer Prämie von 52,9% auf den Schlusskurs des Vortages und von 38,3% auf den gewichteten Durchschnittskurs der letzten drei Monate. Die Angebotsunterlagen würden voraussichtlich bis zum 27. Oktober 2024 unter www.zentiva-offer.com veröffentlicht. Die Annahmefrist beginne mit der Veröffentlichung der Angebotsunterlage und laufe vier Wochen. Die Durchführung des Angebots unterliege den üblichen Bedingungen, einschließlich einer Mindestannahmeschwelle von 65%. Zentiva habe bereits mit dem Mehrheitsaktionär Paragon eine Verkaufsvereinbarung über den Erwerb der gehaltenen Anteile (37,5%) zu einem Preis von 9,00 EUR je Aktie abgeschlossen. Zudem beabsichtigten Vorstand und Aufsichtsrat, die von ihnen gehaltenen Anteile anzudienen (MONe ca. 3-4%).
Gemäß der Investitionsvereinbarung werde APONTIS PHARMA - vorbehaltlich des Erreichens der Mindestannahmeschwelle sowie der Einhaltung aller Sorgfalts- und Treuepflichten des Vorstands - den Widerruf der Einbeziehung der Aktien in den Freiverkehr beantragen. Da APONTIS PHARMA nicht im regulierten Markt notiert sei, unterliege das Angebot nicht dem Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetz (WpÜG), weshalb kein gesondertes Delisting-Angebot erforderlich sei.
Aus finanzieller Sicht sei das Angebot für die Aktionäre jedoch nicht sonderlich attraktiv. Das Unternehmen befinde sich nach der Restrukturierung in 2023 auf einem guten Weg. Die klinische Evidenz habe sich durch die START- und SECURE-Studien signifikant verbessert, was auch durch die zunehmenden Aktivitäten der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich "Single Pill" verdeutlicht werde. Auch wenn noch Klumpenrisiken bei Atorimib, Caramlo und Tonotec bestünden, würde das Produktportfolio deutlich ausgeweitet werden, und die neue Vertriebsstrategie würde bei gleichzeitig reduzierten Kosten bereits erste Erfolge zeigen. Hinzu komme die aus Sicht des Analysten sehr vorteilhafte Kooperation mit Novartis.
Sowohl der Zeitpunkt als auch die Höhe des Angebots habe Kruse überrascht. Obwohl Kruse Zentiva als strategisch passenden Eigentümer betrachte, halten er das vorgelegte Angebot angesichts seines Fair Values von 16,50 EUR für nicht besonders attraktiv. Gleichzeitig dürfte das geplante Delisting bei Erreichen der 65%-Schwelle die Handelbarkeit und somit den Wert der Aktie erheblich beeinträchtigen.
Daher stuft Tim Kruse, CFA, Aktienanalyst der Montega AG, die Aktie trotz des Upsides zum Kursziel auf "halten" zurück. (Analyse vom 18.10.2024)
Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link. (18.10.2024/ac/a/nw)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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