Aktien: Überwiegend leicht im Minus
15.05.23 10:32
Union Investment
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Nachdem die Berichtssaison der amerikanischen Großunternehmen größtenteils vorbei ist, entwickelten sich die internationalen Aktienmärkte vergangene Woche moderat, so die Experten von Union Investment.
Das weltweit umfassende Aktienbarometer MSCI World habe am Freitag mit 0,3 Prozent leicht im Minus gelegen. Abwarten sei somit das zentrale Stichwort vergangener Woche gewesen. Viele Investoren würden im Nachgang der Notenbanksitzungen von FED und EZB auf weitere Signale der Zentralbanken warten. Zudem rücke die Entwicklung zur US-Schuldenobergrenze zunehmend in den Blickpunkt.
Schaue man nach Deutschland, sei die Berichtssession großer Unternehmen noch voll im Gange. Viele Unternehmen des deutschen Leitindexes DAX 40 wie Hannover Rück (ISIN DE0008402215 / WKN 840221), E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) oder RWE (ISIN DE0007037129 / WKN 703712) hätten vergangene Woche ihre Quartalsergebnisse gemeldet. Dabei sei die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508 / WKN 555750) am Donnerstag mit besonders guten Quartalszahlen herausgestochen.
Das Telekommunikationsunternehmen habe dabei einmal mehr untermauert, dass das operative Geschäft derzeit gut laufe und dank des Verkaufs des Funkturmgeschäfts der höchste Quartalsgewinn seit Jahren habe erzielt werden können. Auch sei die Prognose von Unternehmensseite leicht erhöht worden, was an der Börse gut angekommen sei. Damit habe der DAX-Konzern seine positive Serie an starken Quartalszahlen aus den letzten Jahren fortsetzen können. Die Aktie habe in der Berichtswoche ein Prozent hinzugewonnen.
Für einen Dämpfer habe allerdings der Pharma- und Chemiekonzern Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) gesorgt. Die schwache Entwicklung der Pharmasparte im ersten Quartal habe dazu geführt, dass die Aktie am Donnerstag mit einem Minus von 7,5 Prozent von den Investoren abgestraft worden sei. Dies sei auf den unerwarteten Preisrückgang beim Unkrautvernichter Glyphosat zurückzuführen gewesen, der die Gewinne habe schmelzen lassen. Die Aktie sei im Wochenverlauf bis Freitagmittag um 7,3 Prozent gefallen.
Trotz der zuletzt gemischten Nachrichten würden die Anleger darauf hoffen, dass der DAX in den kommenden Wochen die Marke von 16.000 Punkten überschreiten werde.
Auffallend seien vergangene Woche Unternehmen aus der Technologiebranche gewesen. Hierzu würden besonders die großen Konzerne dieses Segments wie beispielsweise Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985), Microsoft (ISIN US5949181045 / WKN 870747) oder Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) zählen. Grund dafür sei die Keynote von Google gewesen. Sundar Pichai, der CEO von Google, habe am Mittwoch eine Reihe an neuen Produkten und Services vorgestellt.
Im Fokus hätten die Produkte zur Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Verwendung in Googles Dienstleitungsservices gestanden. Von Gmail über Docs bis hin zur Suchmaschine würden alle Dienstleistungen eine gewisse Art von KI-Unterstützung erhalten. Dazu habe die Investmentbank Goldman Sachs eine Kaufempfehlung für die Aktie abgegeben. Dies habe die Investoren überzeugt und die Aktie sei bis Donnerstagabend um etwas mehr als zehn Prozent gestiegen.
Weitere Unternehmen wie Microsoft oder Apple hätten ebenfalls in Folge der guten Nachrichten mitziehen können. Dies habe sich auch im Technologieindex NASDAQ-100 (ISIN US6311011026 / WKN A0AE1X) widergespiegelt, dieser habe bis zur Eröffnung am Freitag um ein Prozent zulegen können.
Große US-amerikanische Technologieunternehmen hätten sich somit in der Berichtswoche von der allgemeinen Entwicklung etwas abgehoben. Die marktbreiten Indices mit hochkapitalisierten Firmen wie etwa der Dow Jones Industrial Average hätten hingegen entweder leicht ins Minus (1,1 Prozent) tendiert oder seien wie der S&P 500-Index (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) auf der Stelle getreten.
Ein negatives Vorzeichen hätten auch die im marktbreiten europäischen STOXX Europe 600-Index (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) vertretenen Werte aufgewiesen. Der Index habe per Freitagmittag um 0,3 Prozent nachgegeben. Erfreulicher stelle sich hingegen die Entwicklung europäischer Aktien gegenüber US-Titeln unter einer etwas mittelfristigen Betrachtung dar. So habe im Vergleich marktbreiter Indices der STOXX Europe 600 den S&P 500 seit Oktober 2022 bei der Wertentwicklung um einiges hinter sich lassen können. (Ausgabe vom 12.05.2023) (15.05.2023/ac/a/m)
Das weltweit umfassende Aktienbarometer MSCI World habe am Freitag mit 0,3 Prozent leicht im Minus gelegen. Abwarten sei somit das zentrale Stichwort vergangener Woche gewesen. Viele Investoren würden im Nachgang der Notenbanksitzungen von FED und EZB auf weitere Signale der Zentralbanken warten. Zudem rücke die Entwicklung zur US-Schuldenobergrenze zunehmend in den Blickpunkt.
Schaue man nach Deutschland, sei die Berichtssession großer Unternehmen noch voll im Gange. Viele Unternehmen des deutschen Leitindexes DAX 40 wie Hannover Rück (ISIN DE0008402215 / WKN 840221), E.ON (ISIN DE000ENAG999 / WKN ENAG99) oder RWE (ISIN DE0007037129 / WKN 703712) hätten vergangene Woche ihre Quartalsergebnisse gemeldet. Dabei sei die Deutsche Telekom (ISIN DE0005557508 / WKN 555750) am Donnerstag mit besonders guten Quartalszahlen herausgestochen.
Das Telekommunikationsunternehmen habe dabei einmal mehr untermauert, dass das operative Geschäft derzeit gut laufe und dank des Verkaufs des Funkturmgeschäfts der höchste Quartalsgewinn seit Jahren habe erzielt werden können. Auch sei die Prognose von Unternehmensseite leicht erhöht worden, was an der Börse gut angekommen sei. Damit habe der DAX-Konzern seine positive Serie an starken Quartalszahlen aus den letzten Jahren fortsetzen können. Die Aktie habe in der Berichtswoche ein Prozent hinzugewonnen.
Für einen Dämpfer habe allerdings der Pharma- und Chemiekonzern Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) gesorgt. Die schwache Entwicklung der Pharmasparte im ersten Quartal habe dazu geführt, dass die Aktie am Donnerstag mit einem Minus von 7,5 Prozent von den Investoren abgestraft worden sei. Dies sei auf den unerwarteten Preisrückgang beim Unkrautvernichter Glyphosat zurückzuführen gewesen, der die Gewinne habe schmelzen lassen. Die Aktie sei im Wochenverlauf bis Freitagmittag um 7,3 Prozent gefallen.
Auffallend seien vergangene Woche Unternehmen aus der Technologiebranche gewesen. Hierzu würden besonders die großen Konzerne dieses Segments wie beispielsweise Apple (ISIN US0378331005 / WKN 865985), Microsoft (ISIN US5949181045 / WKN 870747) oder Amazon (ISIN US0231351067 / WKN 906866) zählen. Grund dafür sei die Keynote von Google gewesen. Sundar Pichai, der CEO von Google, habe am Mittwoch eine Reihe an neuen Produkten und Services vorgestellt.
Im Fokus hätten die Produkte zur Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Verwendung in Googles Dienstleitungsservices gestanden. Von Gmail über Docs bis hin zur Suchmaschine würden alle Dienstleistungen eine gewisse Art von KI-Unterstützung erhalten. Dazu habe die Investmentbank Goldman Sachs eine Kaufempfehlung für die Aktie abgegeben. Dies habe die Investoren überzeugt und die Aktie sei bis Donnerstagabend um etwas mehr als zehn Prozent gestiegen.
Weitere Unternehmen wie Microsoft oder Apple hätten ebenfalls in Folge der guten Nachrichten mitziehen können. Dies habe sich auch im Technologieindex NASDAQ-100 (ISIN US6311011026 / WKN A0AE1X) widergespiegelt, dieser habe bis zur Eröffnung am Freitag um ein Prozent zulegen können.
Große US-amerikanische Technologieunternehmen hätten sich somit in der Berichtswoche von der allgemeinen Entwicklung etwas abgehoben. Die marktbreiten Indices mit hochkapitalisierten Firmen wie etwa der Dow Jones Industrial Average hätten hingegen entweder leicht ins Minus (1,1 Prozent) tendiert oder seien wie der S&P 500-Index (ISIN US78378X1072 / WKN A0AET0) auf der Stelle getreten.
Ein negatives Vorzeichen hätten auch die im marktbreiten europäischen STOXX Europe 600-Index (ISIN EU0009658202 / WKN 965820) vertretenen Werte aufgewiesen. Der Index habe per Freitagmittag um 0,3 Prozent nachgegeben. Erfreulicher stelle sich hingegen die Entwicklung europäischer Aktien gegenüber US-Titeln unter einer etwas mittelfristigen Betrachtung dar. So habe im Vergleich marktbreiter Indices der STOXX Europe 600 den S&P 500 seit Oktober 2022 bei der Wertentwicklung um einiges hinter sich lassen können. (Ausgabe vom 12.05.2023) (15.05.2023/ac/a/m)
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