Asset Allocation: Vorsichtiger als Ende 2024
06.05.25 14:56
Crédit Mutuel AM
Paris (www.aktiencheck.de) - Die Herausforderungen, die wir zu Jahresbeginn für europäische Aktien identifiziert haben, wurden durch den ""Tag der Befreiung" überlagert, so Caroline Lamy, Head of Equity Management bei Crédit Mutuel Asset Management.
Trump habe eine Erhöhung der weltweiten Zölle angekündigt und damit eine weit verbreitete Panik an den Aktienmärkten ausgelöst. Die Rückkehr der Volatilität schaffe Anlagemöglichkeiten für Arbitrage oder Potenzial zur Stärkung bestehender Positionen. Crédit Mutuel Asset Management konzentriere sich auf ein mittelfristiges Szenario, indem man gestresste Multiples verwende, um Abschläge zu identifizieren und eine langfristige Perspektive zu wahren. In diesem Zusammenhang könne sowohl die sektorale als auch die geografische Diversifizierung weiterhin entscheidend sein. Im ersten Quartal hätten der Aktienmarkt und die Aufhebung der Euro-Dollar-Parität zur Outperformance europäischer Aktien beigetragen. Crédit Mutuel Asset Management bevorzuge weiterhin regional und sektoral diversifizierte Portfolios, die in Unternehmen mit potenziell starken Bilanzen und Geschäftsmodellen investiert seien und nicht von der US-Nachfrage abhängen würden. Verteidigung, Industrialisierung und Souveränität würden langfristige Trends bleiben, an die Crédit Mutuel Asset Management glaube.
Im Segment der internationalen Aktien sei Crédit Mutuel Asset Management bei den Schwellenländern auf kurze Sicht vorsichtig, da man die Auswirkungen des Handelskriegs noch nicht vollständig abgeschätzt könne. China könnte konsumfördernde Maßnahmen einleiten, die dieses Marktsegment beflügeln würden.
Was Small- und Mid-Caps anbelange, so sei die hohe Volatilität ebenfalls nicht förderlich. Der Abschlag sei nach wie vor sehr hoch, was eine Konzentration auf dieses Segment rechtfertigen werde, sobald die wirtschaftlichen Aussichten wieder klar seien. Volatilität sei eine Quelle langfristiger Chancen und Crédit Mutuel Asset Management bevorzugen vorerst Europa.
Was die thematischen Anlagen betreffe, so seien zwar vorherrschende Trends wie Digitalisierung der Weltwirtschaft und Verringerung des CO2-Fußabdrucks nicht durch protektionistische Entscheidungen bedrohe, doch habe sich in dieser Krise ein neuer Trend herauskristallisiert: die Reindustrialisierung der Volkswirtschaften und die Konzentration auf Verteidigungs- und Infrastrukturpläne, wie der von Deutschland angekündigte Zehnjahresplan. Unternehmen aus den Bereichen Baustoffe und Verteidigung könnten von diesem Trend profitieren. Auch Umwelt und die Erhaltung der biologischen Vielfalt seien vielversprechende Themen, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
Nachdem der Markt Rezessionsszenarien eingepreist habe, könnte er angesichts vorsichtigerer Gewinnwachstumsprognosen zu einer langfristigen Perspektive zurückkehren. Dies könnte hohe Dividenden begünstigen, insbesondere in Europa. (06.05.2025/ac/a/m)
Trump habe eine Erhöhung der weltweiten Zölle angekündigt und damit eine weit verbreitete Panik an den Aktienmärkten ausgelöst. Die Rückkehr der Volatilität schaffe Anlagemöglichkeiten für Arbitrage oder Potenzial zur Stärkung bestehender Positionen. Crédit Mutuel Asset Management konzentriere sich auf ein mittelfristiges Szenario, indem man gestresste Multiples verwende, um Abschläge zu identifizieren und eine langfristige Perspektive zu wahren. In diesem Zusammenhang könne sowohl die sektorale als auch die geografische Diversifizierung weiterhin entscheidend sein. Im ersten Quartal hätten der Aktienmarkt und die Aufhebung der Euro-Dollar-Parität zur Outperformance europäischer Aktien beigetragen. Crédit Mutuel Asset Management bevorzuge weiterhin regional und sektoral diversifizierte Portfolios, die in Unternehmen mit potenziell starken Bilanzen und Geschäftsmodellen investiert seien und nicht von der US-Nachfrage abhängen würden. Verteidigung, Industrialisierung und Souveränität würden langfristige Trends bleiben, an die Crédit Mutuel Asset Management glaube.
Was Small- und Mid-Caps anbelange, so sei die hohe Volatilität ebenfalls nicht förderlich. Der Abschlag sei nach wie vor sehr hoch, was eine Konzentration auf dieses Segment rechtfertigen werde, sobald die wirtschaftlichen Aussichten wieder klar seien. Volatilität sei eine Quelle langfristiger Chancen und Crédit Mutuel Asset Management bevorzugen vorerst Europa.
Was die thematischen Anlagen betreffe, so seien zwar vorherrschende Trends wie Digitalisierung der Weltwirtschaft und Verringerung des CO2-Fußabdrucks nicht durch protektionistische Entscheidungen bedrohe, doch habe sich in dieser Krise ein neuer Trend herauskristallisiert: die Reindustrialisierung der Volkswirtschaften und die Konzentration auf Verteidigungs- und Infrastrukturpläne, wie der von Deutschland angekündigte Zehnjahresplan. Unternehmen aus den Bereichen Baustoffe und Verteidigung könnten von diesem Trend profitieren. Auch Umwelt und die Erhaltung der biologischen Vielfalt seien vielversprechende Themen, die nicht außer Acht gelassen werden sollten.
Nachdem der Markt Rezessionsszenarien eingepreist habe, könnte er angesichts vorsichtigerer Gewinnwachstumsprognosen zu einer langfristigen Perspektive zurückkehren. Dies könnte hohe Dividenden begünstigen, insbesondere in Europa. (06.05.2025/ac/a/m)
