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Fr, 17. April 2026, 15:52 Uhr

China wächst langsamer - Rezession eher unwahrscheinlich


14.10.22 15:20
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Ab Sonntag rückt China in den Fokus der Finanzmärkte, so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

"Der 20. Kongress der Kommunistischen Partei dürfte einige für die Börsen wichtige Weichenstellungen bringen: Wie geht China mit dem stärker als geplant rückläufigen Wachstumstrend um, wie stark öffnet Peking seine Wirtschaft, wie geht es in Sachen Taiwan weiter und welche - falls überhaupt - Anpassungen an die konjunkturhemmende ‚Null-Toleranz‘-Politik soll es geben?", zähle Greil einige seiner Schlüsselfragen auf.

Er halte China für Investoren weiterhin für sehr bedeutend: "China bleibt der wichtigste Wachstumsmotor der Weltwirtschaft, obwohl sich auch dort die Konjunktur abschwächt - anders als für Europa gehen wir für China aber von keiner Rezession aus." Am Dienstag würden das chinesische Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal sowie Industrie- und Einzelhandelszahlen für den September publiziert. Greil weiter: "China bleibt ein guter regionaler Diversifikator in Portfolios - nicht zuletzt auch, weil dort anders als in der westlichen Industriewelt die Zinsen gesenkt werden."

Europas Datenkalender sei kommende Woche relativ dünn: Auf die ZEW-Konjunkturerwartungen der Finanzexperten am Dienstag würden tags darauf die finalen Inflationszahlen des Gesamt-Euroraums für September folgen, am Donnerstag die wohl erneut sehr stark gestiegenen deutschen Produzentenpreise für diesen Monat sowie am Freitag das Verbrauchervertrauen in der Eurozone im laufenden Monat. In Großbritannien kämen am Mittwoch Preis- und am Freitag Konsumdaten.

Auch in den USA stehe makroseitig keine "busy week" an: Im Wesentlichen kämen nur Industrie- und Immobilienmarktdaten - am Dienstag die Industrieproduktion im September sowie am Mittwoch und Donnerstag Vormonatszahlen zu Baugenehmigungen, Baubeginnen und Häuserverkäufen. (14.10.2022/ac/a/m)