Coronavirus schreckt die Märkte auf
10.03.20 09:55
Swisscanto Invest
Zürich (www.aktiencheck.de) - Die Ausbreitung des Coronavirus ist und bleibt auch in den kommenden Wochen das dominierende Thema, so die Experten von Swisscanto Invest.
Die Experten von Swisscanto Invest würden zwar mit vorübergehenden wirtschaftlichen Einbußen rechnen, jedoch nicht mit einer Rezession. Dank der expansiven Geld- und Fiskalpolitik werde die Wachstumsdelle in den kommenden Quartalen weitgehend wieder kompensiert werden können. Aber im 1. Quartal 2020 werde das globale Wirtschaftswachstum einen herben Dämpfer hinnehmen müssen und sehr schwach ausfallen. Hingegen werde der mittel- und langfristige Wachstumspfad der Weltwirtschaft durch das Coronavirus nach Ansicht der Experten von Swisscanto Invest nicht infrage gestellt. Die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr hätten die Experten leicht nach unten korrigiert. In China falle die Abwärtsrevision am stärksten aus. Indes bleibe insbesondere die US-Wirtschaft in guter Verfassung. Allerdings müssten sich Anleger aufgrund des Coronavirus auf eine Phase mit wenig aussagekräftigen Konjunkturdaten und volatilen Finanzmärkten einstellen.
Die Unsicherheit über den Gang der Weltwirtschaft werde in den nächsten Wochen und Monaten hoch bleiben, da die makroökonomischen Daten nur sehr eingeschränkte Anhaltspunkte über den Zustand der Wirtschaft liefern würden. Es sei davon auszugehen, dass für die Monate Februar und März erhebliche Einbußen sowohl bei den realwirtschaftlichen Daten als auch bei den Stimmungsindikatoren ausgewiesen würden, gefolgt von starken Gegenbewegungen in den folgenden Monaten. Es könne deshalb gut und gerne bis in die Sommermonate dauern, bis sich die Daten wieder auf einem "normalen" Niveau einpendeln würden, das heiße weder nach unten noch nach oben verzerrt seien und wieder verlässlichere Konjunktursignale liefern würden. Einen ersten Vorgeschmack dieser Art hätten die provisorischen Ergebnisse der Einkaufsmanagerbefragung in den USA geliefert, die den PMI Composite auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2013 hätten absacken lassen. Noch deutlich ausgeprägter dürften die Schwankungen der chinesischen Konjunkturdaten ausfallen: Wir wären über einen Einbruch des chinesischen PMI im Februar in Richtung 40 Punkte nicht erstaunt, so die Experten von Swisscanto Invest. Aber wie gesagt, die Daten sollten nicht zum Nennwert genommen werden.
An den Finanzmärkten habe die Angst vor einer Coronavirus-Pandemie in den letzten Tagen deutlich zugenommen und für mittlerweile für heftige Kursverluste an den Aktienmärkten gesorgt. Hier räche es sich, dass die Aktienmärkte lange Zeit die Risiken ignoriert hätten und von Höchststand zu Höchststand geeilt seien. Die Bewertungen, gemessen an den Kurs-Gewinn-Verhältnissen, hätten sich dabei vielerorts deutlich von ihren langfristigen Durchschnittswerten gelöst. In einer solchen Situation brauche es wenig, um eine Korrektur auszulösen. Auch an den Anleihenmärkten seien die Kursreaktionen heftig ausgefallen und für einen nochmals markanten Renditetaucher gesorgt. In den USA seien die Renditen der 10-jährigen und 30-jährigen Staatsanleihen sogar auf neue historische Tiefstwerte gefallen. Vorerst dürften die Virus-Sorgen zwar anhalten und einer nennenswerten Gegenbewegung im Wege stehen. Eine anhaltende Baisse würden die Experten von Swisscanto Invest aber als unwahrscheinlich erachten. Ähnlich wie bei der konjunkturellen Entwicklung dürfte es auch an den Finanzmärkten zu einer V-Erholung kommen.
In Zeiten erhöhter Unsicherheit sei es sinnvoll, sich weniger auf Stimmungsindikatoren als vielmehr auf die Fundamentaldaten der einzelnen Aktienregionen zu konzentrieren. Im Universum der Industriestaaten sähen die Experten von Swisscanto Invest nach wie vor die Vorteile bei den USA und der Schweiz. Die US-Wirtschaft zeichne sich weiterhin durch ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum aus. Die Experten hätten für die USA, im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen, aufgrund des Coronavirus bislang keine Abwärtsrevision beim Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr vorgenommen. Die USA würden das globale wirtschaftliche Kraftzentrum bleiben, was sich auch in überdurchschnittlichem Gewinnwachstum der Unternehmen widerspiegele. Zwar weise der Aktienmarkt eine eher zyklische Sektorstruktur auf, aber auch die Zykliker würden gegenüber anderen Regionen Umsatz- und Kostenvorteile besitzen. Bei den Schweizer Unternehmen seien es vor allem die Kostenvorteile, die für das überdurchschnittliche Gewinnwachstum sorgen würden. Die im Gegensatz zu den USA defensive Sektorstruktur des Marktes sorge zudem für eine vergleichsweise stabile Gewinnentwicklung.
Die Edelmetalle seien im Monat Februar von den Finanzmarktinvestoren wieder stark nachgefragt worden. Die Verbreitung des Coronavirus rufe Unsicherheiten bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung hervor, sodass Gold im Fokus der Investoren stehe. Sowohl die ETF-Bestände als auch die Long-Positionen bei Terminkontrakten seien stark ausgebaut worden. Die Gold-ETFs hätten im Februar gar neue Rekordwerte verzeichnet. Durch die Risikoaversion an den Finanzmärkten und die rückläufigen Renditen habe Gold an Attraktivität gewonnen. Die Renditen von inflationsgeschützten US-Staatsanleihen lägen mittlerweile jedoch wieder im negativen Bereich und würden nach Ansicht der Experten von Swisscanto Invest eine zu negative Konjunkturwahrnehmung implizieren. Im Vergleich zu anderen "sicheren Häfen" wie dem Japanischen Yen weise Gold eine deutlich bessere Kursentwicklung aus. Nach dem starken Preisanstieg des gelben Edelmetalls sei das Potenzial für einen weiteren Anstieg des Goldpreises geringer. (10.03.2020/ac/a/m)
Die Experten von Swisscanto Invest würden zwar mit vorübergehenden wirtschaftlichen Einbußen rechnen, jedoch nicht mit einer Rezession. Dank der expansiven Geld- und Fiskalpolitik werde die Wachstumsdelle in den kommenden Quartalen weitgehend wieder kompensiert werden können. Aber im 1. Quartal 2020 werde das globale Wirtschaftswachstum einen herben Dämpfer hinnehmen müssen und sehr schwach ausfallen. Hingegen werde der mittel- und langfristige Wachstumspfad der Weltwirtschaft durch das Coronavirus nach Ansicht der Experten von Swisscanto Invest nicht infrage gestellt. Die Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr hätten die Experten leicht nach unten korrigiert. In China falle die Abwärtsrevision am stärksten aus. Indes bleibe insbesondere die US-Wirtschaft in guter Verfassung. Allerdings müssten sich Anleger aufgrund des Coronavirus auf eine Phase mit wenig aussagekräftigen Konjunkturdaten und volatilen Finanzmärkten einstellen.
An den Finanzmärkten habe die Angst vor einer Coronavirus-Pandemie in den letzten Tagen deutlich zugenommen und für mittlerweile für heftige Kursverluste an den Aktienmärkten gesorgt. Hier räche es sich, dass die Aktienmärkte lange Zeit die Risiken ignoriert hätten und von Höchststand zu Höchststand geeilt seien. Die Bewertungen, gemessen an den Kurs-Gewinn-Verhältnissen, hätten sich dabei vielerorts deutlich von ihren langfristigen Durchschnittswerten gelöst. In einer solchen Situation brauche es wenig, um eine Korrektur auszulösen. Auch an den Anleihenmärkten seien die Kursreaktionen heftig ausgefallen und für einen nochmals markanten Renditetaucher gesorgt. In den USA seien die Renditen der 10-jährigen und 30-jährigen Staatsanleihen sogar auf neue historische Tiefstwerte gefallen. Vorerst dürften die Virus-Sorgen zwar anhalten und einer nennenswerten Gegenbewegung im Wege stehen. Eine anhaltende Baisse würden die Experten von Swisscanto Invest aber als unwahrscheinlich erachten. Ähnlich wie bei der konjunkturellen Entwicklung dürfte es auch an den Finanzmärkten zu einer V-Erholung kommen.
In Zeiten erhöhter Unsicherheit sei es sinnvoll, sich weniger auf Stimmungsindikatoren als vielmehr auf die Fundamentaldaten der einzelnen Aktienregionen zu konzentrieren. Im Universum der Industriestaaten sähen die Experten von Swisscanto Invest nach wie vor die Vorteile bei den USA und der Schweiz. Die US-Wirtschaft zeichne sich weiterhin durch ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum aus. Die Experten hätten für die USA, im Gegensatz zu den meisten anderen Regionen, aufgrund des Coronavirus bislang keine Abwärtsrevision beim Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für das Gesamtjahr vorgenommen. Die USA würden das globale wirtschaftliche Kraftzentrum bleiben, was sich auch in überdurchschnittlichem Gewinnwachstum der Unternehmen widerspiegele. Zwar weise der Aktienmarkt eine eher zyklische Sektorstruktur auf, aber auch die Zykliker würden gegenüber anderen Regionen Umsatz- und Kostenvorteile besitzen. Bei den Schweizer Unternehmen seien es vor allem die Kostenvorteile, die für das überdurchschnittliche Gewinnwachstum sorgen würden. Die im Gegensatz zu den USA defensive Sektorstruktur des Marktes sorge zudem für eine vergleichsweise stabile Gewinnentwicklung.
Die Edelmetalle seien im Monat Februar von den Finanzmarktinvestoren wieder stark nachgefragt worden. Die Verbreitung des Coronavirus rufe Unsicherheiten bezüglich der weiteren Konjunkturentwicklung hervor, sodass Gold im Fokus der Investoren stehe. Sowohl die ETF-Bestände als auch die Long-Positionen bei Terminkontrakten seien stark ausgebaut worden. Die Gold-ETFs hätten im Februar gar neue Rekordwerte verzeichnet. Durch die Risikoaversion an den Finanzmärkten und die rückläufigen Renditen habe Gold an Attraktivität gewonnen. Die Renditen von inflationsgeschützten US-Staatsanleihen lägen mittlerweile jedoch wieder im negativen Bereich und würden nach Ansicht der Experten von Swisscanto Invest eine zu negative Konjunkturwahrnehmung implizieren. Im Vergleich zu anderen "sicheren Häfen" wie dem Japanischen Yen weise Gold eine deutlich bessere Kursentwicklung aus. Nach dem starken Preisanstieg des gelben Edelmetalls sei das Potenzial für einen weiteren Anstieg des Goldpreises geringer. (10.03.2020/ac/a/m)
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